• 06.02.2020
      20:15 Uhr
      mareTV Sommer auf Neufundland - Avalon - Kanadas schönste Küste | NDR Fernsehen
       

      In Neufundland, am östlichsten Zipfel Nordamerikas, ist die Landschaft ursprünglich, dramatisch und sehr dünn besiedelt. Im Sommer treiben gelegentlich Eisberge an den steilen Klippen entlang. Die Menschen hier sind einfallsreich und naturverbunden. Sie retten Papageientaucher vor den Gefahren der Küstenstraße, verkleiden sich als männliche Meerjungfrau, picknicken mit Blick auf vorbeischwimmende Wale und pflegen skurrile Einbürgerungsriten.

      Donnerstag, 06.02.20
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      In Neufundland, am östlichsten Zipfel Nordamerikas, ist die Landschaft ursprünglich, dramatisch und sehr dünn besiedelt. Im Sommer treiben gelegentlich Eisberge an den steilen Klippen entlang. Die Menschen hier sind einfallsreich und naturverbunden. Sie retten Papageientaucher vor den Gefahren der Küstenstraße, verkleiden sich als männliche Meerjungfrau, picknicken mit Blick auf vorbeischwimmende Wale und pflegen skurrile Einbürgerungsriten.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Henning Rütten

      In Neufundland, am östlichsten Zipfel Nordamerikas, ist die Landschaft ursprünglich, dramatisch und sehr dünn besiedelt. Im Sommer treiben gelegentlich Eisberge an den steilen Klippen entlang. Als die "Titanic" im Jahre 1912 nur 300 Seemeilen vor der Küste Neufundlands mit einem Eisberg kollidierte und sank, wurden die letzten Funksprüche in einer kleinen hölzernen Hütte auf der Halbinsel Avalon aufgefangen. Heute leben die meisten Neufundländer auf Avalon.

      • Papageientaucher in Gefahr

      Hier gibt es besonders viele Seevögel. In der Witless Bay sind die neu geborenen Papageientaucher bereit für ihr erstes Abtauchen im Atlantik. Doch manche verirren sich auf die Küstenstraße, angezogen von den Lichtern der Hotels und Restaurants. Dabei laufen sie Gefahr, überfahren zu werden. Ein Team von Freiwilligen rettet unzähligen Jungvögeln das Leben: Die Puffin & Petrel Patrol zieht nachts mit Warnwesten bekleidet los und sammelt die Papageientaucher ein. Die Biologin Sabrina Wilhelm bringt sie dann zurück nach Green Island, wo sich die größte Papageientaucherkolonie Nordamerikas befindet. Hier holen die Vögel nach, was sie längst hätten tun sollen: den ersten Tauchgang ihres Lebens.

      • Männliche Meerjungfrauen, weibliche Fischer

      Hasan Hai und seine Freunde sind in ganz Neufundland bekannt als die MerB`ys, männliche Meerjungfrauen. Zum dritten Mal stellen sie einen Kalender zusammen, für den sie bunt geschminkt, mit Bart, Schwanzflosse und voller Ironie an den schönsten Küsten Neufundlands posieren. Machogehabe und das Verbergen von Gefühlen sind out, davon sind die MerB`ys überzeugt. Der Verkauf der Kalender spielt inzwischen jährlich mehrere Hunderttausend Dollar für einen guten Zweck ein. Diesmal geht das Geld an einen Verein, der gegen häusliche Gewalt auf Neufundland kämpft.

      Mit veralteten Rollenbildern haben auch Kim Orren und ihr Mann Leo Hearn zu tun. Das Ehepaar bringt Mädchen und jungen Frauen bei, wie man auf dem offenen Atlantik professionell Fisch fängt. Die Fischindustrie ist immer noch fest in Männerhand. Leo verrät die Geheimnisse der Fischerei nun auch den Frauen, anders als Generationen von Männern vor ihm.

      • Picknick vor Walen

      Jill Curran hat das abbruchreife Leuchtturmhaus in Ferryland vor dem Verfall gerettet. Ihr Großvater war hier der letzte Wärter, seit den 1990er-Jahren verrottete das Gebäude. 2002 kündigte Jill ihren Job in der ÖIindustrie und erfand die "Lighthouse Picnics". Dabei können sich die Gäste auf dem gesamten Hügel verteilen und werden durch ein selbst entwickeltes System aus ehemaligen Signalfahnen von der Servicecrew wiedergefunden. Die besteht ausschließlich aus Frauen im Alter von 17 bis weit über 70 Jahren. Von der Zitronenlimonade über das Brot bis zum Roastbeef, alles auf dem Hügel ist selbst gemacht. Und in der Bucht davor ziehen die Wale vorbei.

      • Skurriler Einbürgerungstest

      Dan Barter aus Florida sucht mit seinen erwachsenen Töchtern auf Neufundland nach den Wurzeln der eigenen Familiengeschichte. Als kleiner Junge ruderte er mit seinem Großvater in einem selbst gebauten Holzboot. Jetzt verbringt die Großfamilie ihren Jahresurlaub in dem kleinen Ort Winterton, um zusammen mit dem Bootsbauer Jerome Canning ein traditionelles Dory zu bauen. Zuvor müssen die Töchter aber noch echte Neufundländerinnen werden: Wer sich traut, einen toten Kabeljau zu küssen und ein Glas Rum in einem Zug zu leeren, bekommt direkt die Einbürgerungsurkunde.

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