• 21.01.2020
      23:30 Uhr
      Weltbilder Moderation: Julia-Niharika Sen | NDR Fernsehen
       

      Themen:

      • Schweiz: Wintertourismus in Zeiten des Klimawandels
      • Österreich: Wie viel Tourismus vertragen die Gletscher?
      • Bulgarien: Klimawandel oder Korruption? - 120.000 Menschen ohne Wasser
      • Türkei: Prothesen für Haustiere
      • China: Neuartiges Virus verursacht Lungenkrankheit

      Dienstag, 21.01.20
      23:30 - 00:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Schweiz: Wintertourismus in Zeiten des Klimawandels
      • Österreich: Wie viel Tourismus vertragen die Gletscher?
      • Bulgarien: Klimawandel oder Korruption? - 120.000 Menschen ohne Wasser
      • Türkei: Prothesen für Haustiere
      • China: Neuartiges Virus verursacht Lungenkrankheit

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Tobias Jahn
      Redaktionelle Leitung Clas Oliver Richter
      Redaktion Christiane Justus
      Nicole Bölhoff
      • Schweiz: Wintertourismus in Zeiten des Klimawandels

      Im Berner Oberland stellt sich ein Tal mit einem alternativen Winterurlaubsangebot auf den Klimawandel ein: Eisfischen, Schneeschuhwandern und Fondue im Iglu. Möglicherweise eine Alternative, die Schule machen könnte. Darauf hoffen zumindest die Menschen am Stockhorn. Denn der technische Aufwand, um Schnee zu garantieren, wird immer höher. Das können sich nur noch die ganz großen Skigebiete leisten.

      • Österreich: Wie viel Tourismus vertragen die Gletscher?

      In Österreich soll das größte Gletscherskigebiet der Welt entstehen. Das bedeutet große Eingriffe in die Natur. Unter anderem muss eine Bergspitze abgetragen werden. Dieses Vorhaben führt zu heftigem Streit. Umweltschützer wie Rainer Pflüger machen mit spektakulären Aktionen auf ihr Anliegen aufmerksam. Mit Gleichgesinnten entrollt er Protestbanner auf dem Gletscher. Er klagt an, "mehr und mehr" werden nach und nach die Naturräume zerstört. "Mehr und mehr", genau das wollen die Pensionswirte im Tal. Vanessa Eiter hat erst vor Kurzem die Pension von ihren Eltern übernommen. Sie meint, man brauche einen wirtschaftlichen Impuls, damit man sich wieder traut zu investieren. Nebenan im Ötztal kann man erleben, was "mehr und mehr" Tourismus bedeutet. Der Ort Sölden hat sich zur Skihochburg entwickelt. Wenn das große Gletscherskigebiet entstanden ist, sollen auch die eigentlich so gemütlichen Dörfer im Pitztal ein wenig wie Sölden werden. Keine ermutigende Vorstellung für die Umweltschützer in Österreich.

      • Bulgarien: Klimawandel oder Korruption? 120.000 Menschen ohne Wasser

      Bulgarien, als "ärmstes Land der Europäischen Union", ist reich an Wasser. Allein 500 mineralische Quellen sprudeln auf bulgarischem Territorium zwischen Donau und Schwarzem Meer. Nur auf Island gibt es noch mehr solcher Quellen. Doch das Land vermag mit seinem Wasserreichtum nicht umzugehen. 120.000 Menschen rund um die Stadt Pernik, gut 30 Kilometer westlich der Hauptstadt Sofia, leiden seit Monaten unter extremer Wassernot. Nur wenige Stunden am Tag kommt noch Wasser aus den Leitungen, dann allerdings meist als braune, ungenießbare Brühe. Vor allem für alte Menschen und Kinder ist das gefährlich. Der berühmte Stausee Studena, der idyllisch gelegen in den nahen Bergwäldern die Menschen in der ganzen Region mit Wasser versorgt, gleicht seit Monaten einer Mondlandschaft. Nach Angaben der Behörden fasst er nur noch knapp zehn Prozent der durchschnittlichen Wassermenge. Während das ganze Land besorgt auf die Region rund um Pernik blickt, schlägt die Verzweiflung der Menschen dort in Wut um. Täglich protestieren die Anwohnerinnen und Anwohner gegen lokale Politiker und Behörden. Denn die Bürgerinnen und Bürger vermuten Korruption statt Klimawandel als Grund für den Wassermangel.

      • Türkei: Prothesen für Haustiere

      Oft werden Tiere eingeschläfert, wenn sie schwer verletzt sind. Doch damit will sich Hasan Kizil nicht abfinden. Er lebt im kurdisch geprägten Mardin und baut individuelle Tierprothesen für Katzen und Hunde. Kostenlos. Seine Landsleute nennen ihn "Hayat Tamircisi", das heißt übersetzt: "der, der ein Leben reparieren kann".

      • China: Neuartiges Virus verursacht Lungenkrankheit

      Inzwischen sind es nicht mehr nur Menschen aus der Provinz Wuhan, die sich mit dem neuartigen Coronavirus infizieren. Auch in Peking werden erste Erkrankungen gemeldet. Mehr als 200 Menschen haben sich nach offiziellen Angaben inzwischen infiziert. Die Behörden fürchten jetzt, dass sich das Virus durch die Reisewelle zum chinesischen Neujahrsfest weiter ausbreitet. Millionen Chinesen sind in diesen Tagen unterwegs, um ihre Verwandten und Familien zu besuchen. Der Ursprung des Virus liegt offenbar auf einem Tiermarkt in Wuhan. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es noch keine klaren Beweise für die Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch. Experten gehen aber davon aus, dass es für Deutschland kein akutes Risiko gibt. Coronaviren sorgen meist für harmlose Atemwegserkrankungen, häufig Erkältungen. Dass das Virus sich jetzt verbreite, bereitet allerdings vielen Menschen in China Sorgen.

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      Dienstag, 21.01.20
      23:30 - 00:00 Uhr (30 Min.)
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