• 16.11.2019
      08:30 Uhr
      24-Stunden-Kitas Wenn Eltern nachts arbeiten - ARD-Themenwoche „Zukunft Bildung“ | NDR Fernsehen
       

      Immer mehr Deutsche arbeiten außerhalb der üblichen Arbeitszeiten: abends, nachts oder am Wochenende. Darunter viele Eltern. Doch wer betreut das Kind, wenn Mutter und Vater gleichzeitig Spätdienst haben? Oder samstags arbeiten müssen?
      Seit 2016 entstehen - finanziell gefördert vom Bund - mehr und mehr 24-Stunden-Kitas, in welchen Kinder rund um die Uhr betreut werden können. Auch am Wochenende. Doch dieses Betreuungsmodell ist nicht unumstritten.

      Samstag, 16.11.19
      08:30 - 09:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Immer mehr Deutsche arbeiten außerhalb der üblichen Arbeitszeiten: abends, nachts oder am Wochenende. Darunter viele Eltern. Doch wer betreut das Kind, wenn Mutter und Vater gleichzeitig Spätdienst haben? Oder samstags arbeiten müssen?
      Seit 2016 entstehen - finanziell gefördert vom Bund - mehr und mehr 24-Stunden-Kitas, in welchen Kinder rund um die Uhr betreut werden können. Auch am Wochenende. Doch dieses Betreuungsmodell ist nicht unumstritten.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Anke Hunold
      Produktion Michael Schinschke
      Autor Anke Hunold
      Redaktionelle Leitung Kuno Haberbusch
      Redaktion Gita Datta
      Julia Saldenholz

      Immer mehr Deutsche arbeiten außerhalb der üblichen Arbeitszeiten: abends, nachts oder am Wochenende. Darunter viele Eltern. Doch wer betreut das Kind, wenn Mutter und Vater gleichzeitig Spätdienst haben? Oder samstags arbeiten müssen?

      Das Betreuungsangebot vieler Krippen und Kitas hinkt den sich verändernden Anforderungen der Arbeitswelt hinterher. In den meisten Einrichtungen werden Kinder nur tagsüber und unter der Woche betreut. Solche Betreuungszeiten helfen Eltern, die im Schichtdienst arbeiten, nicht. So ist die Organisation der Kinderbetreuung für Busfahrer und Ärztinnen, Fotografen und Kassiererinnen tagtäglich eine riesige Herausforderung, mit der die meisten Eltern bisher alleine gelassen wurden. Seit 2016 entstehen nun - finanziell gefördert vom Bund - mehr und mehr 24-Stunden-Kitas, in welchen Kinder rund um die Uhr betreut werden können. Auch am Wochenende. Doch dieses Betreuungsmodell ist nicht unumstritten.

      Die Reportage begleitet u.a. die Rettungssanitäterin Merle und den Notfallsanitäter Jérôme. Ihre Tochter Ida ist ein Jahr alt. "Wir hängen beide an dem Job, wir machen den Job gerne und wir wollten es uns einfach nicht nehmen lassen, trotzdem ein Kind zu haben", so Jérôme. Denn die Arbeitszeiten des Hamburger Paares sind nur schwer mit dem Familienleben zu vereinbaren - und schon gar nicht mit den üblichen Öffnungszeiten von Krippen und Kitas: Merle und Jérôme arbeiten im Zweischichtsystem. 12 Stunden tagsüber von 7 Uhr bis 19 Uhr. Oder 12 Stunden nachts, von 19 Uhr bis 7 Uhr. Häufig haben sie gemeinsam Tag- oder Nachtschicht. Und wohin dann mit Ida?

      Die Lösung: Ida wird in einer 24-Stunden-Kita betreut. Dort kann sie auch übernachten. Merle und Jérôme haben sich das sehr gut überlegt, Ida geht es gut. Doch immer wieder stoßen die jungen Eltern auch auf Unverständnis. "Dann kommen auch wirklich Vorwürfe, die einen selber sehr verletzen, dass man sein Kind mit diesem Platz in der 24-Stunden-Kita traumatisieren und auch für später einen erheblichen Schaden auslösen würde", erzählt Merle.

      Denn Kritiker dieses Betreuungsmodells meinen nicht nur, Kinder gehörten nachts nach Hause, sondern 24-Stunden-Kitas seien auch das falsche Signal: Jahrzehntelang habe man für eine familienfreundliche Arbeitswelt gekämpft. Anstatt jetzt dafür Sorge zu tragen, dass die Kinder von Eltern, die abends oder nachts arbeiten müssen, betreut würden, sollten Eltern von der Nachtarbeit befreit werden.

      Sind 24-Stunden-Kitas also ein Rückschritt? Oder die Zukunft der Kinderbetreuung?

      ARD-Themenwoche: Zukunft Bildung
      Wer gebildet ist, lebt länger. Von welchen Faktoren hängt das ab, und wie kann man unabhängig von Herkunft und Alter mit Bildung sein Leben verändern? Das sind Fragen, die in der ARD-Themenwoche „Zukunft Bildung“ vom 9. bis 16. November 2019 beantwortet werden. Das Erste, die Fernseh- und Radioprogramme der ARD und die Online-Angebote der Senderfamilie stellen in zahlreichen Sendungen und Beiträgen vor, wie Bildung gelingen kann und welche Chancen sie bietet. Federführer der 14. ARD-Themenwoche ist der Westdeutsche Rundfunk (WDR).

      WDR-Intendant Tom Buhrow: „Lernen bringt uns nicht nur weiter, es macht auch Spaß und bereichert uns. Die ARD-Themenwoche wird sich der „Zukunft Bildung“ in Radio, Fernsehen und im Digitalen nähern. Wir wollen Menschen vorstellen, die ihr Leben dank Bildung positiv verändert haben. Und wir wollen Menschen wertschätzen, die anderen Begeisterung und Freude am Lernen vermitteln.“

      Geplant sind Beiträge in allen Genres - von bundesweit bis regional, von dokumentarisch bis fiktional, von informativ und investigativ bis unterhaltsam. Das Erste, die Fernseh- und Radioprogramme der ARD und die Online-Angebote der Senderfamilie widmen sich vor allem diesen Themen: Bildungsalltag, Diversität, Digitalisierung, politische Blockaden und Bildung im Vergleich.

      Pünktlich zur Themenwoche startet die ARD im Netz ein neues, innovatives Bildungsangebot: Mit dem „App-Maker“ machen Erwachsene mühelos erste Schritte im Programmieren. Für Kinder gibt es bereits das Angebot „Programmieren mit der Maus“. Die neue Plattform „Schule digital“ bündelt erstmals die zahlreichen Bildungsangebote der ARD. In der Themenwoche ist auch das Publikum gefragt: Bei der Aktion #dankdir können alle „Einfach mal Danke sagen“ und ihren Wegbegleiter*innen und Förderern Wertschätzung entgegenbringen.

      Alle Informationen zur ARD-Themenwoche „Zukunft Bildung“ werden online unter themenwoche.ARD.de gebündelt. Ab November bieten dort viele aktuelle Beiträge einen breiten Zugang zu den digitalen Angeboten der Themenwoche rund um Bildungsalltag, Diversität oder Digitalisierung.

      Alle Landesrundfunkanstalten der ARD rufen ihre Nutzer*innen dazu auf, sich über die sozialen Netzwerke an der Diskussion rund um das Thema Bildung zu beteiligen. Unter den Hashtags #ZukunftBildung und #ARDThemenwoche können sie sich austauschen. Zudem bietet der Twitterkanal @ARDThemenwoche Informationen rund um die ARD-Themenwoche 2019. Das Teletext-Angebot des Ersten unterstützt die Themenwoche mit einem Informationspaket ab Videotextseite 800.

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