• 15.11.2019
      02:00 Uhr
      Kulturjournal ARD-Themenwoche „Zukunft Bildung“ | NDR Fernsehen
       

      Themen:

      • Lieber Strafe als Schule: Wenn Eltern ihre Kinder zu Hause unterrichten
      • Gegen Judenfeindlichkeit: Das Projekt "Rent a Jew"
      • Auf der Suche nach dem richtigen Leben: Deniz Utlus Roman "Gegen Morgen"
      • Jüdisches Raubgut in Privatbesitz: Aufarbeitung im Oldenburger Land
      • Den Klimawandel hörbar machen - "For Seasons" mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester
      • Wahr. Schön. Gut. - Julia Westlake und der Kulturaufreger der Woche

      Moderation: Julia Westlake

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 15.11.19
      02:00 - 02:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Lieber Strafe als Schule: Wenn Eltern ihre Kinder zu Hause unterrichten
      • Gegen Judenfeindlichkeit: Das Projekt "Rent a Jew"
      • Auf der Suche nach dem richtigen Leben: Deniz Utlus Roman "Gegen Morgen"
      • Jüdisches Raubgut in Privatbesitz: Aufarbeitung im Oldenburger Land
      • Den Klimawandel hörbar machen - "For Seasons" mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester
      • Wahr. Schön. Gut. - Julia Westlake und der Kulturaufreger der Woche

      Moderation: Julia Westlake

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Katja Theile
      Moderation Julia Westlake
      Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz
      • Lieber Strafe als Schule: Wenn Eltern ihre Kinder zu Hause unterrichten

      Marie-Helen Scharf (15) aus Osterhever in Schleswig-Holstein hat beschlossen, nicht mehr zur Schule zu gehen. Sie lernt allein zu Hause, mit Hilfe von Lern-Apps. Ihre Mutter unterstützt die Entscheidung der Tochter, denn sie glaubt, dass sie zu Hause selbstbestimmt besser und mehr lernt als in der Schule. Etwa 2.000 sogenannte Freilerner gibt es in Deutschland. Doch wer seine Kinder nicht zur Schule schickt, dem drohen hohe Strafen bis hin zu Beugehaft und Entzug des Sorgerechts. Zur ARD-Themenwoche "Zukunft Bildung" hat das Kulturjournal bei Freilernern und Schulpflicht-Verteidigern nachgefragt.

      • Gegen Judenfeindlichkeit: Das Projekt "Rent a Jew"

      Der Titel ist so provokant, wie programmatisch: Wir mieten Ferienwohnungen und Autos - und bei "Rent a Jew" Juden. Die Idee ist so simpel wie einleuchtend: Wer noch nie Kontakt mit Juden hatte, soll das über die Aktion problemlos bekommen. Es geht darum, den jüdischen Glauben, den Alltag und die Lebenswirklichkeit von Juden in Deutschland zu vermitteln - im Dialog, an Schulen, in Kirchen und Bildungseinrichtungen. Ziel ist es, miteinander zu reden statt übereinander. Denn das ist mehr als nötig, nicht erst seit dem Anschlag von Halle: Rund jeder vierte Deutsche ist laut einer aktuellen Studie des World Jewish Congress antisemitisch. Das Kulturjournal ist bei einem Besuch in einer Hamburger Schule mit dabei.

      • Auf der Suche nach dem richtigen Leben: Deniz Utlus Roman "Gegen Morgen"

      Jeden Tag treffen wir zahlreiche Entscheidungen für unser Leben. Was ist mit den vielen Möglichkeiten, die dabei auf der Strecke bleiben? Was kosten uns falsch getroffene Entscheidungen, was kostet uns der Verzicht? Mit solchen Fragen beschäftigt sich Kara, der Ich-Erzähler in dem Roman "Gegen Morgen". Er arbeitet für eine Versicherung und soll berechnen, wie viel das Leben eines Menschen wert ist. Nachdem er beinahe mit dem Flugzeug abgestürzt ist, zieht er selbst Bilanz über sein Leben. Im Mittelpunkt stehen seine alten Freunde und Mitbewohner: Der Karrierist Vince. Führt er ein besseres Leben? Und der rätselhafte Ramon: Ist er ein Lebenskünstler oder nur ein Loser? Der gebürtige Hannoveraner Deniz Utlu hat mit "Gegen Morgen" seinen zweiten Roman veröffentlicht, in dem er verschiedene Lebensprinzipien aufeinanderprallen lässt. Deniz Utlu erhält am 4. Dezember den Literaturpreis der Landeshauptstadt Hannover.

      • Jüdisches Raubgut in Privatbesitz: Aufarbeitung im Oldenburger Land

      Der gläserne Briefbeschwerer war sein Lieblingsspielzeug, weil er so schön glitzerte. Dass seine Mutter ihm einmal sagte, dass der Briefbeschwerer aus jüdischem Besitz sei, hat ihn damals nicht beschäftigt. Als dann aber die Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt gefunden und in der Öffentlichkeit breit diskutiert wurde, wie mit jüdischem Raubgut umzugehen sei, erinnerte sich Heiko Schäfer an sein Lieblingsspielzeug und brachte es ins Schlossmuseum Jever, um es erforschen zu lassen. Im Verbund mit den Museen in Oldenburg wird hier eine Art "Restitutionssammlung" aufgebaut: Privatpersonen können verdächtige oder bereits als jüdisches Raubgut identifizierte Stücke in diese Sammlung geben, aus der sie dann hoffentlich an die rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden. Doch genau das ist schwierig. Denn gerade im Oldenburger Land wurden viele Gegenstände auf speziellen Auktionen verkauft, die aus jüdischen Haushalten der Beneluxländer stammen - oft Industrieware, die nur schwer zu identifizieren ist, und erst recht, wer sie besessen hat. In der Reihe "Museumsdetektive" fragt das Kulturjournal nach: Wie umgehen mit jüdischem Raubgut, das heute in Privatbesitz ist?

      • Den Klimawandel hörbar machen - "For Seasons" mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester

      Was kann ein Orchester tun, um die Gefahren des Klimawandels zu verdeutlichen? Die Musikerinnen und Musiker des NDR Elbphilharmonie Orchesters beschreiten dafür einen ganz neuen Weg: Sie spielen Vivaldis "Vier Jahreszeiten" in einer veränderten Fassung und wollen so die Klimakrise hörbar machen. Ein Algorithmus, der die Wetterdaten der Zeit Vivaldis mit heutigen Werten abgleicht, wurde auf die Originalpartitur übertragen. Die steigende globale Temperatur, Häufigkeit von Wetterextremen oder das Artensterben von Vögeln nehmen Einfluss auf die ursprüngliche Komposition: Zum Beispiel verändert sich das harmonische Gefüge oder die instrumentalen Vogelstimmen verstummen. Simone Candotto hat die Partitur auf Basis des Wetter-Daten Algorithmus arrangiert, Alan Gilbert dirigiert. Das Konzert findet am 16. November in der Elbphilharmonie statt. Karten für das Konzert werden ab Dienstag, 12. November, 11 Uhr, über die Internetseiten forseasonsbydata.com und ndr.de/eo verlost. Außerdem wird das Konzert live im Internet übertragen: ndr.de/eo.

      • Wahr. Schön. Gut. - Julia Westlake und der Kulturaufreger der Woche

      Wer hat uns besonders aufgeregt? Was hat uns amüsiert? Und wo lauert die nächste Gefahr für Kunst, Kultur und Gesellschaft? Julia Westlake kommentiert den kulturellen Aufreger der Woche. Sie sucht das Wahre, Schöne, Gute und findet oft das Gegenteil.

      ARD-Themenwoche: Zukunft Bildung
      Wer gebildet ist, lebt länger. Von welchen Faktoren hängt das ab, und wie kann man unabhängig von Herkunft und Alter mit Bildung sein Leben verändern? Das sind Fragen, die in der ARD-Themenwoche „Zukunft Bildung“ vom 9. bis 16. November 2019 beantwortet werden. Das Erste, die Fernseh- und Radioprogramme der ARD und die Online-Angebote der Senderfamilie stellen in zahlreichen Sendungen und Beiträgen vor, wie Bildung gelingen kann und welche Chancen sie bietet. Federführer der 14. ARD-Themenwoche ist der Westdeutsche Rundfunk (WDR).

      WDR-Intendant Tom Buhrow: „Lernen bringt uns nicht nur weiter, es macht auch Spaß und bereichert uns. Die ARD-Themenwoche wird sich der „Zukunft Bildung“ in Radio, Fernsehen und im Digitalen nähern. Wir wollen Menschen vorstellen, die ihr Leben dank Bildung positiv verändert haben. Und wir wollen Menschen wertschätzen, die anderen Begeisterung und Freude am Lernen vermitteln.“

      Geplant sind Beiträge in allen Genres - von bundesweit bis regional, von dokumentarisch bis fiktional, von informativ und investigativ bis unterhaltsam. Das Erste, die Fernseh- und Radioprogramme der ARD und die Online-Angebote der Senderfamilie widmen sich vor allem diesen Themen: Bildungsalltag, Diversität, Digitalisierung, politische Blockaden und Bildung im Vergleich.

      Pünktlich zur Themenwoche startet die ARD im Netz ein neues, innovatives Bildungsangebot: Mit dem „App-Maker“ machen Erwachsene mühelos erste Schritte im Programmieren. Für Kinder gibt es bereits das Angebot „Programmieren mit der Maus“. Die neue Plattform „Schule digital“ bündelt erstmals die zahlreichen Bildungsangebote der ARD. In der Themenwoche ist auch das Publikum gefragt: Bei der Aktion #dankdir können alle „Einfach mal Danke sagen“ und ihren Wegbegleiter*innen und Förderern Wertschätzung entgegenbringen.

      Alle Informationen zur ARD-Themenwoche „Zukunft Bildung“ werden online unter themenwoche.ARD.de gebündelt. Ab November bieten dort viele aktuelle Beiträge einen breiten Zugang zu den digitalen Angeboten der Themenwoche rund um Bildungsalltag, Diversität oder Digitalisierung.

      Alle Landesrundfunkanstalten der ARD rufen ihre Nutzer*innen dazu auf, sich über die sozialen Netzwerke an der Diskussion rund um das Thema Bildung zu beteiligen. Unter den Hashtags #ZukunftBildung und #ARDThemenwoche können sie sich austauschen. Zudem bietet der Twitterkanal @ARDThemenwoche Informationen rund um die ARD-Themenwoche 2019. Das Teletext-Angebot des Ersten unterstützt die Themenwoche mi

      t einem Informationspaket ab Videotextseite 800.

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 15.11.19
      02:00 - 02:30 Uhr (30 Min.)
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