• 15.09.2019
      08:00 Uhr
      Englands heimliche Hymne Land of Hope and Glory | NDR Fernsehen
       

      Für die Thronbesteigung von Edward VII. im Jahr 1902 schrieb Edward Elgar den Mittelteil seines ersten der “Pomp and Circumstance Marches” zur Krönungshymne um. Daraus wurde “Land of Hope and Glory”, eines der meistaufgeführten Werke des Commonwealth und fester Bestandteil der “Last Night of the Proms”. Die Dokumentation erzählt die Wirkungsgeschichte des bekannten Werks und beleuchtet die wenig bekannte Biografie des Komponisten, dessen größter Triumph das Werk war, aber zugleich auch Auslöser der größten Tragödie seines Lebens.

      Sonntag, 15.09.19
      08:00 - 08:55 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Für die Thronbesteigung von Edward VII. im Jahr 1902 schrieb Edward Elgar den Mittelteil seines ersten der “Pomp and Circumstance Marches” zur Krönungshymne um. Daraus wurde “Land of Hope and Glory”, eines der meistaufgeführten Werke des Commonwealth und fester Bestandteil der “Last Night of the Proms”. Die Dokumentation erzählt die Wirkungsgeschichte des bekannten Werks und beleuchtet die wenig bekannte Biografie des Komponisten, dessen größter Triumph das Werk war, aber zugleich auch Auslöser der größten Tragödie seines Lebens.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Axel Fuhrmann

      Am 8. Mai 1945 tritt die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Kraft, ganz England feiert den Victory in Europe Day. Auch die Londoner Bevölkerung bejubelt den Sieg der Alliierten. Menschenmassen versammeln sich vor dem Gesundheitsministerium, um ihren Premierminister Winston Churchill zu sehen. Als er zum zweiten Mal den Balkon betritt, dirigiert Churchill “Land of Hope and Glory”, die heimliche Nationalhymne der Briten – und Tausende Londoner singen mit.

      Der prachtvoll instrumentierte Marsch „Pomp and Circumstance“ mit seinem erhabenen Mittelteil „Land of Hope and Glory“ wird nicht nur im Commonwealth zu fast jedem feierlichen Anlass gespielt. 1902 erklingt der Marsch erstmals bei den Londoner Promenade Concerts, dirigiert von deren Gründer Sir Henry Wood. Seitdem ist er fester Bestandteil der „Last Night of the Proms“ – bis heute. Er wurde auch als Englands Hymne bei den Commonwealth Games gespielt, für die sich alle vier Jahre die besten Sportler aus den Ländern des Commonwealth zu Wettkämpfen in verschiedenen Sportarten treffen.

      Auch deutsche Fußballclubs wie Bayern München haben die Melodie zu Fangesängen gemacht. In Italien hielt das Werk unter dem Titel „Santa Chiesa di Dio“ sogar Einzug in die Kirchenmusik. Axel Brüggemann und Axel Fuhrmann zeigen in ihrem Film, wo das Werk heute gespielt und gesungen wird. Dabei gehen sie der Frage nach, was Dirigenten, Musiker und das Publikum aller Schichten bis heute daran fasziniert. Aber die Dokumentation erzählt auch davon, wie der Komponist Edward Elgar am frühen Tod seiner Freunde und seiner Ehefrau zerbrach.

      Entlang der weltweiten Wirkungsgeschichte seines bekanntesten Werkes, von seiner Entstehung bis heute, beleuchtet der Film in reduzierten Reenactments mit Szenen aus dem Leben des Komponisten, dokumentarischen Neudrehs an Originalschauplätzen und selten gezeigten historischen Filmaufnahmen auch die bis heute der breiten Öffentlichkeit wenig bekannte Biografie Edward Elgars.

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