• 27.08.2019
      23:45 Uhr
      Weltbilder NDR Fernsehen
       

      Themen:

      • Großbritannien: "Good Gym" - Gutes tun, statt Fitnessstudio
      • Polen: Das Dorf ohne Jungen
      • Berg-Karabach: Frauen im Militär
      • Kambodscha: Sand das neue "Gold" Asiens

      Dienstag, 27.08.19
      23:45 - 00:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      VPS 23:30

      Themen:

      • Großbritannien: "Good Gym" - Gutes tun, statt Fitnessstudio
      • Polen: Das Dorf ohne Jungen
      • Berg-Karabach: Frauen im Militär
      • Kambodscha: Sand das neue "Gold" Asiens

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Tobias Jahn
      Moderation Julia-Niharika Sen
      Redaktionelle Leitung Clas Oliver Richter
      Redaktion Nicole Bölhoff
      Christiane Justus
      • Großbritannien: "Good Gym" - Gutes tun, statt Fitnessstudio

      Die "Good Gym"-Bewegung trifft sich im Freien um Sport zu machen und dabei Gutes zu tun. Sie joggen zu alten Menschen und helfen ihnen bei allem, was sie nicht mehr alleine erledigen können oder Sie verbinden eine Trainingseinheit im Park mit dem Pflanzen von Bäumen. Vor zehn Jahren in London gestartet, ist die Bewegung mittlerweile in ganz Großbritannien aktiv und gewinnt immer mehr an Fahrt.

      • Polen: Das Dorf ohne Jungen

      Der katholische Priester Joachim Augustyniok bittet auf der Kanzel um Gottes Beistand und um männliche Babys für sein Dorf. Augustyniok predigt in Miejsce Odrzanskie, einem 300-Seelen-Ort auf dem Land, zwei Stunden entfernt von Warschau. Dieser Ort ist besonders: Seit zehn Jahren sind alle Neugeborenen weiblich! Kein einziger Junge wurde geboren. Den Grund hierfür kennt niemand. Der Gemeindevorsteher Rajmund Frischko stellt inzwischen eine Belohnung in Aussicht für diejenigen, die das Rätsel lösen können, aber alle Experten sind ratlos. Viele Aufgaben, die traditionell eher in Männerhand liegen, werden nun von Frauen und Mädchen erledigt werden. So gründete die freiwillige Feuerwehr jüngst beispielsweise eine reine Mädchen-Brigade.

      • Berg-Karabach: Frauen im Militär

      Wo heute der Metalldetektor anschlägt, verlief vor 25 Jahren die Frontlinie zwischen Armenien und Aserbaidschan. Noch immer liegen im Boden Berg-Karabachs unzählige Minen. Teamleiterin Lilit Amirkhanyan beaufsichtigt die richtige Markierung genau. Da für diese Arbeit höchste Konzentration nötig ist, pfeift Sie alle 40 Minuten zur Pause. "Es ist eine große Ehre für mich, unser Land von Minen zu befreien, damit die Menschen es wieder nutzen können. Als erste weibliche Teamleiterin fühle ich mich als Vorbild. Auch wir Frauen können Karriere in solchen Berufen machen." In Stepanakert, der Hauptstadt des De-facto-Staates, sieht man viele moderne und selbstbewusste Frauen. Dennoch herrscht beim Militär eine recht antiquierte Meinung zu kämpfenden Frauen. Arman Khachatryan, Wehrdienstleistender meint: "Ich denke nicht, dass Frauen in der Armee dienen sollten. Ich glaube, dass die Verteidigung des Heimatlandes ein Job für Männer ist." Das Team von Lilit Amirkhanyan beweist jedoch, dass sie sehr wohl ihr Land verteidigen können. Keiner der Männer in ihrem Team habe ein Problem mit ihr als Teamleiterin.

      • Kambodscha: Sand das neue "Gold" Asiens

      Die Wüsten sind voll mit Sand. Dieser ist jedoch so glatt geschliffen, dass er nicht als Baustoff taugt. Das geht nur mit Sand aus dem Meer oder aus den Flüssen. Sand ist nach Wasser der kostbarste Rohstoff der Welt und der Handel damit ist ein Riesengeschäft. Doch bezahlen müssen vor allem die, denen er weggenommen wird. Die Kambodschanerin Khut Samor verlor ihr Zauhause, weil ihr Haus zusammenbrach. Der Untergrund war nicht mehr stabil genug. Grund hierfür sind Schiffe, die tonnenweise Sand abtragen und das "Gold des Mekong" anschließend Richtung Stadt transportieren. Bagger saugen von früh bis spät den Flussgrund ab. In ganz Asien werden Flüsse und Meere ihres Sandes beraubt. Denn Sand ist der Stoff, aus dem die Städte sind. Khut Samor lebt nun in einem Stall und ist verzweifelt: "Der Sand gehört niemand anderem als dem Fluss. Der Fluss ist der Eigentümer, niemand sonst. Aber es kommen diese Leute, Investoren, Geschäftsleute. Sie kommen und holen sich den Sand, um ihn zu verkaufen."

      Die Weltbilder blicken Woche für Woche bis zum Horizont und weiter. Sie erzählen die wichtigen Geschichten aus dem Ausland: bildstark und informativ. Julia-Niharika Sen zeigt zusammen mit den ARD-Korrespondenten weltweit den Alltag der Menschen im nahen und fernen Ausland: in packenden Reportagen, spannenden Geschichten und berührenden Porträts.

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