• 30.01.2022
      02:10 Uhr
      Die Nordreportage: Die Rückkehr der Elche Wilde Riesen in Norddeutschland | NDR Fernsehen
       

      Im Mittelalter durchstreiften Elche Norddeutschland vom Emsland bis ins Wendland. Im 17. Jahrhundert galt er dann als ausgestorben. Seit einigen Jahren aber kehren die Elche zurück. In Gefangenschaft werden Elche eher selten gehalten, sie zählen zu den empfindlichsten Zootieren und reagieren sensibel auf Hitze und Stress. Doch Thomas Hennig vom Wisentgehege in Springezieht seit Juli 2020 ein geschwächtes Elchkalb mit der Hand auf. "Die Nordreportage" beobachtet Elchkalb Susi und ihren Artgenossen und bietet ungewöhnliche Eindrücke in das Leben der größten Hirsche.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 30.01.22
      02:10 - 02:45 Uhr (35 Min.)
      35 Min.

      Im Mittelalter durchstreiften Elche Norddeutschland vom Emsland bis ins Wendland. Im 17. Jahrhundert galt er dann als ausgestorben. Seit einigen Jahren aber kehren die Elche zurück. In Gefangenschaft werden Elche eher selten gehalten, sie zählen zu den empfindlichsten Zootieren und reagieren sensibel auf Hitze und Stress. Doch Thomas Hennig vom Wisentgehege in Springezieht seit Juli 2020 ein geschwächtes Elchkalb mit der Hand auf. "Die Nordreportage" beobachtet Elchkalb Susi und ihren Artgenossen und bietet ungewöhnliche Eindrücke in das Leben der größten Hirsche.

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Leitung Joachim Grimm
      Redaktion Thomas Fischer
      Produktion Virginia Maassen
      Autor Anja Schlegel

      Noch im Mittelalter durchstreiften Elche die norddeutschen Moorwälder und Feuchtwiesen vom Emsland bis ins Wendland. Im 17. Jahrhundert galt der große Hirsch dann als ausgestorben. Seit einigen Jahren aber kehren die Elche zurück. Immer wieder ziehen einzelne Tiere aus Osteuropa nach Norddeutschland.

      Naturschützer Jonathan Rauhut beschäftigt sich mit den Wanderrouten der Elche. Die Tiere gehen nicht einfach der Nase nach, Elche folgen uralten "Wegbeschreibungen", die vermutlich genetisch verankert sind. Das Problem dabei: in dem archaischen "Navi" der Elche sind moderne Gefahrenquellen wie Autobahnen kein Thema.

      Obwohl die Menschen in Norddeutschland echte Elch-Fans sind und die Tiere hohe Sympathiewerte genießen, sind die Vorbehalte gegen eine neue Ansiedelung wilder Elche hoch. "Die Menschen sind den Umgang mit Wildtieren einfach nicht mehr gewohnt." Jonathan Rauhut kämpft dafür, dass sich das ändert und die Elche Toleranz bei den Menschen finden.

      In Gefangenschaft werden Elche eher selten gehalten, sie zählen zu den empfindlichsten Zootieren und reagieren sensibel auf Hitze und Stress. Ein glückliches Händchen in Sachen Elchhaltung hat Thomas Hennig im Wisentgehege in Springe. Im Juli 2020 rettete er ein geschwächtes Elchkalb aus dem Gehege. Er nennt es Susi und zieht es mit der Hand auf. Nachdem Susis Leben schon ein paar Mal auf der Kippe stand, kommt es jetzt vor allem darauf an, ob es dem kleinen Elch gelingt, aufzuholen und sich unter Artgenossen zurechtzufinden. Wenn Susi die Elchsprache nicht schnell "lesen" kann, kann es durchaus gefährlich für sie werden.

      "Die Nordreportage" bietet durch die Beobachtung von Elchkalb Susi und ihren Artgenossen im Wisentgehege bildstarke, nahe, spannende und ungewöhnliche Eindrücke aus dem Leben der größten Hirsche. Zudem zeigt sie, dass Niedersachsen nicht nur alte Heimat, sondern auch neues Einwanderungsland für wilde Elche ist.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 30.01.22
      02:10 - 02:45 Uhr (35 Min.)
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