• 25.10.2021
      22:45 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | NDR Fernsehen
       

      Themen:

      • Heimweh, Strafen, Zwangsessen: Dokumentation über die Kinderverschickung
      • Von wegen behindert: Inklusion in der Kultur
      • Von Pest bis Corona: Ausstellung in Hildesheim über Seuchen

      Montag, 25.10.21
      22:45 - 23:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Heimweh, Strafen, Zwangsessen: Dokumentation über die Kinderverschickung
      • Von wegen behindert: Inklusion in der Kultur
      • Von Pest bis Corona: Ausstellung in Hildesheim über Seuchen

       
      • Heimweh, Strafen, Zwangsessen: Dokumentation über die Kinderverschickung

      Die Kinder und Jugendlichen waren entweder zu dünn, zu dick oder sie kränkelten: Auf Anraten von Haus- und Schulärzten wurden ab den 1950er-Jahren Millionen von ihnen für mehrere Wochen in Kinderheime geschickt. Doch statt Betreuung, Fürsorge und Erholung erlebten viele von ihnen Misshandlungen und Schikanen. Mittlerweile zeugen gut 2000 Berichte von den erlebten Erniedrigungen: Essenszwang, Schläge, nächtliches Toilettenverbot, Zurschaustellung von Bettnässern und Briefzensur. Selbst heute, nach Jahrzehnten, leiden viele der sogenannten Verschickungskinder noch unter den Folgen. NDR Autor Thilo Eckoldt war selbst zweimal in einem Erholungsheim. In seiner Dokumentation begibt er sich auf eine persönliche Spurensuche und trifft andere ehemalige Verschickungskinder. Das "Kulturjournal" spricht mit Thilo Eckoldt und stellt seinen Film vor. "Was ist damals passiert? Meine Kinderverschickung" läuft am 27. Oktober um 21.00 Uhr im NDR Fernsehen in der Reihe "Unsere Geschichte".

      • Von wegen behindert: Inklusion in der Kultur

      Rund 7,9 Millionen schwerbehinderte Menschen leben in Deutschland (Stand: Ende 2019), doch in der Kulturszene sind sie zu selten vertreten. Auch wenn das Bewusstsein für Inklusion insgesamt zugenommen hat, mangelt es noch immer an der beruflichen Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen. Und ihre künstlerische Arbeit wird manchmal als zweitrangig angesehen, auch wenn sie erstklassig ist. Dabei kann eine Behinderung jeden treffen: Nur drei Prozent der Fälle in Deutschland sind angeboren oder im ersten Lebensjahr aufgetreten, die allermeisten werden durch Krankheit verursacht. Das "Kulturjournal" stellt ganz unterschiedliche Menschen aus der Kulturszene vor: Die Malerin Nora arbeitet im Hamburger Atelier Freistil, einem Ort für professionelle Künstler*innen mit Handicap. Der Comedian und Schauspieler Tan Caglar, geboren in Hildesheim, sitzt im Rollstuhl und macht sein Handicap auf der Bühne zum Thema. Hornist Felix Klieser aus Göttingen gehört zu den besten und erfolgreichsten Hornisten weltweit. Er wurde ohne Arme geboren und bedient die Ventile seines Instruments mit den Füßen. Friederike Jaglitz und Michael Schumacher spielen im Ensemble "Meine Damen und Herren", einer Gruppe von professionellen Schauspieler*innen mit sogenannter geistiger Behinderung. Sie zeigen: In Kunst und Kultur muss ein Handicap keine Rolle spielen.

      • Von Pest bis Corona: Ausstellung in Hildesheim über Seuchen

      Sie ist die weltweit größte Sonderausstellung zu einem Thema, dass die Gesellschaft die letzten Monate massiv beschäftigt hat: "Seuchen. Fluch der Vergangenheit, Bedrohung der Zukunft". Die Ausstellung im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim nimmt die Besucher*innen mit auf eine Reise vom alten Ägypten bis in die Gegenwart. Pest, Tuberkulose, Aids und jetzt Corona, derartige und andere Infektionskrankheiten haben mehr Menschenleben gekostet als Kriege und Naturkatastrophen. In der Ausstellung können nicht nur fast 850 Exponate angesehen, sondern in Teilen auch erlebt werden: So lässt sich im nachgebauten ersten Anatomischen Theater von Padua virtuell eine Leiche sezieren, es wurde ein Labor aus dem Jahr 1900 nachgebaut und ein begehbares HIVirus, das in der Realität die Krankheit Aids auslöst, wird gezeigt. Das "Kulturjournal" hat die Ausstellung besucht und sich auf die Spuren der Seuchen begeben.

      • Heimweh, Strafen, Zwangsessen: Dokumentation über die Kinderverschickung

      Die Kinder und Jugendlichen waren entweder zu dünn, zu dick oder sie kränkelten: Auf Anraten von Haus- und Schulärzten wurden ab den 1950er-Jahren Millionen von ihnen für mehrere Wochen in Kinderheime geschickt. Doch statt Betreuung, Fürsorge und Erholung erlebten viele von ihnen Misshandlungen und Schikanen. Mittlerweile zeugen gut 2000 Berichte von den erlebten Erniedrigungen: Essenszwang, Schläge, nächtliches Toilettenverbot, Zurschaustellung von Bettnässern und Briefzensur. Selbst heute, nach Jahrzehnten, leiden viele der sogenannten Verschickungskinder noch unter den Folgen. NDR Autor Thilo Eckoldt war selbst zweimal in einem Erholungsheim. In seiner Dokumentation begibt er sich auf eine persönliche Spurensuche und trifft andere ehemalige Verschickungskinder. Das "Kulturjournal" spricht mit Thilo Eckoldt und stellt seinen Film vor. "Was ist damals passiert? Meine Kinderverschickung" läuft am 27. Oktober um 21.00 Uhr im NDR Fernsehen in der Reihe "Unsere Geschichte".

      • Von wegen behindert: Inklusion in der Kultur

      Rund 7,9 Millionen schwerbehinderte Menschen leben in Deutschland (Stand: Ende 2019), doch in der Kulturszene sind sie zu selten vertreten. Auch wenn das Bewusstsein für Inklusion insgesamt zugenommen hat, mangelt es noch immer an der beruflichen Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen. Und ihre künstlerische Arbeit wird manchmal als zweitrangig angesehen, auch wenn sie erstklassig ist. Dabei kann eine Behinderung jeden treffen: Nur drei Prozent der Fälle in Deutschland sind angeboren oder im ersten Lebensjahr aufgetreten, die allermeisten werden durch Krankheit verursacht. Das "Kulturjournal" stellt ganz unterschiedliche Menschen aus der Kulturszene vor: Die Malerin Nora arbeitet im Hamburger Atelier Freistil, einem Ort für professionelle Künstler*innen mit Handicap. Der Comedian und Schauspieler Tan Caglar, geboren in Hildesheim, sitzt im Rollstuhl und macht sein Handicap auf der Bühne zum Thema. Hornist Felix Klieser aus Göttingen gehört zu den besten und erfolgreichsten Hornisten weltweit. Er wurde ohne Arme geboren und bedient die Ventile seines Instruments mit den Füßen. Friederike Jaglitz und Michael Schumacher spielen im Ensemble "Meine Damen und Herren", einer Gruppe von professionellen Schauspieler*innen mit sogenannter geistiger Behinderung. Sie zeigen: In Kunst und Kultur muss ein Handicap keine Rolle spielen.

      • Von Pest bis Corona: Ausstellung in Hildesheim über Seuchen

      Sie ist die weltweit größte Sonderausstellung zu einem Thema, dass die Gesellschaft die letzten Monate massiv beschäftigt hat: "Seuchen. Fluch der Vergangenheit, Bedrohung der Zukunft". Die Ausstellung im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim nimmt die Besucher*innen mit auf eine Reise vom alten Ägypten bis in die Gegenwart. Pest, Tuberkulose, Aids und jetzt Corona, derartige und andere Infektionskrankheiten haben mehr Menschenleben gekostet als Kriege und Naturkatastrophen. In der Ausstellung können nicht nur fast 850 Exponate angesehen, sondern in Teilen auch erlebt werden: So lässt sich im nachgebauten ersten Anatomischen Theater von Padua virtuell eine Leiche sezieren, es wurde ein Labor aus dem Jahr 1900 nachgebaut und ein begehbares HIVirus, das in der Realität die Krankheit Aids auslöst, wird gezeigt. Das "Kulturjournal" hat die Ausstellung besucht und sich auf die Spuren der Seuchen begeben.

      Das Kulturjournal berichtet über Neues aus der norddeutschen und internationalen Kulturszene.

      Das Kulturjournal berichtet über Neues aus der norddeutschen und internationalen Kulturszene.

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      Montag, 25.10.21
      22:45 - 23:15 Uhr (30 Min.)
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