• 17.11.2018
      22:45 Uhr
      Die zwölf Geschworenen Spielfilm USA 1957 - ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit" | rbb Fernsehen
       

      Ein junger Mann ist des Mordes an seinem Vater angeklagt. Alle Indizien sprechen gegen ihn - für die Geschworenen, die über sein Schicksal zu entscheiden haben, scheint das Urteil bereits festzustehen: schuldig. Nur einer von ihnen hegt massive Zweifel an der Eindeutigkeit der Beweise. Und er ist entschlossen, auch die übrigen Geschworenen zu überzeugen.

      In der Hauptrolle als zweifelnder Schöffe beeindruckt Henry Fonda in diesem Filmklassiker.

      Samstag, 17.11.18
      22:45 - 00:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Ein junger Mann ist des Mordes an seinem Vater angeklagt. Alle Indizien sprechen gegen ihn - für die Geschworenen, die über sein Schicksal zu entscheiden haben, scheint das Urteil bereits festzustehen: schuldig. Nur einer von ihnen hegt massive Zweifel an der Eindeutigkeit der Beweise. Und er ist entschlossen, auch die übrigen Geschworenen zu überzeugen.

      In der Hauptrolle als zweifelnder Schöffe beeindruckt Henry Fonda in diesem Filmklassiker.

       

      Stab und Besetzung

      Davis, Geschworener Nr. 8 Henry Fonda
      Geschworener Nr. 3 Lee J. Cobb
      Geschworener Nr. 10 Ed Begley
      Geschworener Nr. 4 E. G. Marshall
      Geschworener Nr. 7 Jack Warden
      Geschworener Nr. 1 Martin Balsam
      Geschworener Nr. 9 Joseph Sweeney
      Regie Sidney Lumet
      Musik Kenyon Hopkins
      Kamera Boris Kaufman
      Drehbuch Reginald Rose

      Die Beweisaufnahme ist beendet, der Gerichtssaal leert sich, und der wegen Vatermordes angeklagte junge Mann wird in seine Zelle zurückgebracht. Nun ist es an den zwölf Geschworenen, in ihrem Beratungszimmer über das Schicksal des Angeklagten zu entscheiden. Aufgrund der Beweislage scheint der Fall klar. Alle Zeugen belasten den jungen Burschen, der seine Unschuld beteuert: Ein alter Mann, der in der Wohnung unter dem Opfer wohnt, will den Fall eines schweren Körpers gehört haben; eine andere Zeugin behauptet sogar, den Mord von der gegenüberliegenden Straßenseite aus beobachtet zu haben. Trotzdem stimmen nur elf der Geschworenen sofort für das Verdikt "schuldig". Der Geschworene Nr. 8 nämlich ist ganz und gar nicht von der Täterschaft des Angeklagten überzeugt. Und er ist nicht bereit, im Zweifelsfall gegen einen Menschen zu entscheiden, wenn dabei dessen Leben auf dem Spiel steht. Er verlangt, den Fall noch einmal in Ruhe zu diskutieren. Es kommt zu einer hitzigen Debatte, in deren Verlauf sich immer mehr Geschworene der Haltung von Nr. 8 anschließen. Allerdings hat jeder von ihnen ganz eigene Gründe dafür, seine Meinung zu ändern. Nr. 9 zum Beispiel schließt sich Nr. 8 an, weil ihm dessen Haltung imponiert. Nr. 7 und Nr. 10 lassen sich von den schlüssigen Argumenten ihres Mitgeschworenen überzeugen, wieder ein anderer will schlichtweg die langwierige Diskussion verkürzen, aus Angst sein Baseballspiel zu verpassen. Nur einer der Männer, der Geschworene Nr. 3, bleibt eisern bei seiner Meinung, dass der Angeklagte schuldig gesprochen werden müsse. Doch als er seine Argumente darlegen soll, muss auch er eingestehen, dass beim geringsten Zweifel kein Mensch einen anderen schuldig sprechen darf.

      Mit dem Gerichtsdrama "Die Zwölf Geschworenen" gab Sidney Lumet ("Hundstage", "Serpico") sein hoch gelobtes Spielfilm-Regiedebüt. Lumet, der für den Oscar als Bester Regisseur nominiert wurde, beweist darin ein außerordentliches Talent für Schauspielerführung und greift inhaltlich bereits ein Thema auf, das sein gesamtes Werk prägen wird: den Kampf des Einzelnen gegen einen übermächtigen Justizapparat. Mit Hilfe seines Kameramanns, des Oscar-Preisträgers Boris Kaufman ("Die Faust im Nacken"), nutzt Lumet den begrenzten Raum des Geschworenen-Beratungszimmers, um eine klaustrophobische, überaus dichte Atmosphäre zu erzeugen. In der Hauptrolle als zweifelnder Schöffe beeindruckt Henry Fonda ("Früchte des Zorns"). In weiteren Rollen sind Lee J. Cobb ("Der Exorzist") und Jack Warden ("Während du schliefst") zu sehen.

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      ARD-Themenwoche 2018 "Gerechtigkeit"

      Gerechtigkeit und Chancengleichheit in unserer Gesellschaft - darum geht es in der ARD-Themenwoche vom 11. bis 17. November 2018. "Gerechtigkeit ist ein Thema, das alle angeht", so NDR-Intendant Lutz Marmor, dessen Sender in diesem Jahr federführend für die Themenwoche ist. Volker Herres, Programmdirektor des Ersten, erklärt: "Eine Gesellschaft hält nur zusammen, wenn jeder sich in seiner Würde gerecht behandelt fühlt."
      Alle Fernseh- und Radioprogramme sowie die Online-Angebote der ARD beschäftigen sich vielfältig mit dem Thema und laden zur Diskussion ein. Die Genres reichen von dokumentarisch bis fiktional, von informativ und investigativ bis unterhaltsam und spielerisch. Die ARD-Themenwoche gibt es seit 2006 - ihr Ziel ist es, gesellschaftlich relevante Fragen breit und vielfältig aufzunehmen, viele Menschen damit zu erreichen und nachhaltig eine öffentliche, sachliche Diskussion anzustoßen.

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