Stalingrad, Winter 1942/43. Seit Monaten liefern sich deutsche und russische Truppen eine blutige und verlustreiche Schlacht. Um die Moral der Soldaten zu stärken, wird der russische Scharfschütze Vassili von den politischen Machthabern zu einem unverwundbaren Volkshelden stilisiert. Damit gerät er jedoch ins Visier der Deutschen.
Stalingrad, Winter 1942/43. Seit Monaten liefern sich deutsche und russische Truppen eine blutige und verlustreiche Schlacht. Um die Moral der Soldaten zu stärken, wird der russische Scharfschütze Vassili von den politischen Machthabern zu einem unverwundbaren Volkshelden stilisiert. Damit gerät er jedoch ins Visier der Deutschen.
Stab und Besetzung
Vassili | Jude Law |
Danilov | Joseph Fiennes |
Tania | Rachel Weisz |
Khrushchev | Bob Hoskins |
Major König | Ed Harris |
Koulikov | Ron Perlman |
Mutter Filipov | Eva Mattes |
Regie | Jean-Jacques Annaud |
Kamera | Robert Fraisse |
Drehbuch | Alain Godard, Jean-Jacques Annaud |
Musik | James Horner |
Russland, Herbst 1942. Der 2. Weltkrieg ist in vollem Gange, die deutschen Truppen rücken scheinbar unaufhaltsam vor, um die strategisch wichtige Stadt Stalingrad einzunehmen. Während eines grausamen Himmelfahrtskommandos rettet der junge russische Schafhirte Vassili dem Politkommissar Danilov das Leben und stellt zugleich sein enormes Talent als Taktierer und Schütze unter Beweis.
Als Resultat seines heldenhaften Einsatzes wird er von Danilov einer Einheit von Scharfschützen zugeteilt. In der folgenden Zeit gelingt es ihm mit List und äußerst präzisen Schüssen, die deutschen Einheiten empfindlich zu treffen. Dennoch stehen die Chancen für die Russen nicht gut. Als Nikita Chruschtschow darauf drängt, den schwindenden Kampfgeist der Soldaten zu stärken, lässt Danilov den Scharfschützen systematisch zu einem schier unverwundbaren Krieger und Volkshelden stilisieren.
Der Plan scheint aufzugehen: Für seine Kameraden wird Vassili zu einem Symbol der Unbesiegbarkeit, während die deutschen Soldaten ihn immer mehr zu fürchten beginnen. Genau das aber macht ihn zum Ziel der deutschen Befehlshaber: Indem sie den besten Mann ihrer Gegner töten, wollen sie deren Moral brechen. Major Erwin König, ein meisterhafter Schütze und eiskalter Killer, erhält den Auftrag, Vassili um jeden Preis auszuschalten. In den Ruinen des zerbombten Stalingrad entbrennt ein erbittertes Duell zwischen den beiden Meisterschützen. Immer wieder gelingt es König, den Russen in Fallen zu locken und dessen Mitstreiter auszuschalten - ihn selbst jedoch nicht.
Zugleich gerät Vassili in einen Konflikt mit seinem Mentor Danilov, da beide Männer in die schöne Tania verliebt sind. Schließlich greift Danilov zu einem riskanten Manöver, um König eine Falle zu stellen: Der kleine Sacha soll als vermeintlicher Überläufer Königs Vertrauen gewinnen und ihn mit falschen Informationen versorgen. Es ist allerdings nur eine Frage der Zeit, bis der Deutsche die Finte durchschaut und den Spieß umdreht.
Das Kriegsepos Duell - Enemy at the Gates" gehört mit einem Budget von rund 90 Millionen Euro zu den teuersten Produktionen, die je in Europa realisiert wurden. Regisseur Jean-Jacques Annaud ( Der Name der Rose"), scheute keinen Aufwand, um das zerstörte Stalingrad so authentisch wie möglich zu rekonstruieren. Die Dreharbeiten fanden komplett in Deutschland statt.
Der Film greift Motive aus dem Leben des realen russischen Soldaten Vassili Zaitsev auf, einem der berühmtesten Scharfschützen der Roten Armee; die Geschichte des Duells mit einem deutschen Major ist jedoch frei erfunden. In den Hauptrollen überzeugen der Brite Jude Law ( Sherlock Holmes") als russischer Soldat und der amerikanische Charakterdarsteller Ed Harris ( A History of Violence") als gnadenloser deutscher Major. Ebenfalls dabei: Rachel Weisz ( My Blueberry Nights"), Joseph Fiennes ( Luther") sowie Bob Hoskins ( Felicia, mein Engel") als Nikita Chruschtschow.
Jean-Jacques Annauds "Duell - Enemy at the Gates" war im Jahr 2001 auf der Berlinale im Wettbewerb außer Konkurrenz zu sehen.
Die lange Filmnacht: Berlinale 2013
programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 26.03.2023