• 27.05.2012
      03:00 Uhr
      Die Bankiersfrau Spielfilm Frankreich 1980 (La Banquière) - Die lange Filmnacht: Romy Schneider | rbb Fernsehen
       

      Emma Eckhert erregt im Frankreich der 20er und 30er Jahre mit riskanten Börsengeschäften und mit einem unkonventionellen Privatleben die Gemüter. Die aus kleinen Verhältnissen stammende Bankiersfrau wird zur Ikone der Kleinsparer und macht sich gleichzeitig die konservativen Konkurrenten zu Feinden. Auf dem Zenith ihres Erfolges wird sie durch ein politisches Komplott zu Fall gebracht.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 27.05.12
      03:00 - 05:00 Uhr (120 Min.)
      120 Min.

      Emma Eckhert erregt im Frankreich der 20er und 30er Jahre mit riskanten Börsengeschäften und mit einem unkonventionellen Privatleben die Gemüter. Die aus kleinen Verhältnissen stammende Bankiersfrau wird zur Ikone der Kleinsparer und macht sich gleichzeitig die konservativen Konkurrenten zu Feinden. Auf dem Zenith ihres Erfolges wird sie durch ein politisches Komplott zu Fall gebracht.

       

      Emma Eckhert, eine schöne Hutmachertochter, erregt schon in jungen Jahren Aufsehen, als sie wegen einer lesbischen Affäre ins Gefängnis kommt. Durch ihre Heirat mit dem Geschäftsmann Moïse Nathanson im Jahre 1921 und dank des Vermögens ihrer Geliebten Camille steigt Emma zur Präsidentin einer Sparkasse auf, die Kleinsparern erheblich höhere Zinsen als die alteingesessenen Geldinstitute verspricht. Mit riskanten Börsenmanövern und Insider Informationen erzielt sie spektakuläre Gewinne. Ihr weiblicher Charme, gepaart mit Wagemut und berechnendem Kalkül, öffnet ihr die Türen der feinen Gesellschaft. Selbst Schmutzkampagnen der Presse, die ihre Bisexualität enthüllen, tragen zu ihrem Ruhm als unkonventionelles Finanzgenie bei. Doch während die provozierend selbstbewusste Frau gar mit dem italienischen Diktator Mussolini ins Geschäft kommt, formieren sich ihre Feinde aus dem konservativen Finanz Establishment. Ihr erbittertster Gegner, Bankpräsident Horace Vannister, erreicht durch seinen politischen Einfluss, dass Emma der Prozess gemacht wird. Nach ihrer vorzeitigen Entlassung aus dem Gefängnis greifen die Feinde zum äußersten Mittel.

      Mit "Die Bankiersfrau" endet die heutige lange Filmnacht zu Ehren der vor 30 Jahren verstorbenen Romy Schneider. Am kommenden Mittwoch, den 30.05.2012, zeigt das rbb Fernsehen noch den französisch-italienischen Spielfilm "Christine" aus dem Jahre 1958, in dem Romy Schneider an der Seite von Alain Delon zu sehen ist.

      Als Vorbild der Emma Eckhert diente die Bankiersfrau Marthe Hanau, die von 1925 bis 1935 in Frankreich für Schlagzeilen sorgte. Regisseur Francis Girod ("Trio Infernal", ebenfalls mit Romy Schneider) zeichnete vor dem Hintergrund der korrupten "Troisième Republique" das faszinierende Porträt einer emanzipierten Frau, die sowohl privat als auch beruflich ausgetretene Pfade verlässt. Und wer könnte diese facettenreiche Rolle besser verkörpern als Romy Schneider - eine Ausnahmeschauspielerin, die stets einen Rest Geheimnis bewahrt. "Die Bankiersfrau" ist zugleich ironisch zugespitztes Porträt einer bewegten Zeit und Starvehikel. In luxuriösen Roben und vor der eleganten Kulisse der Goldenen Zwanziger spielt Schneider eine ebenso sinnliche wie ehrgeizige Frau in den besten Jahren, die mit ihrem Charisma Männer und Frauen in ihren Bann zieht. Die einstige brave "Sissi" war zum Zeitpunkt der Dreharbeiten zur international gefeierten Charakterdarstellerin aufgestiegen und befand sich, trotz privater Katastrophen, auf dem Höhepunkt ihrer Karriere.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 27.05.12
      03:00 - 05:00 Uhr (120 Min.)
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