• 09.02.2010
      00:15 Uhr
      THADEUSZ Moderation: Jörg Thadeusz | rbb Fernsehen
       

      Zu Gast:

      • Klaus Töpfer, ehem. Politiker, Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Gründungsdirektor des neuen Potsdamer Instituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit

      Dienstag, 09.02.10
      00:15 - 00:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Zu Gast:

      • Klaus Töpfer, ehem. Politiker, Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Gründungsdirektor des neuen Potsdamer Instituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Jörg Thadeusz

      „Kohls Umwelt-Placebo“ nannten ihn seine politischen Gegner, er sei ein „ökologischer Facelifter“ höhnte Joschka Fischer und Niedersachsens grüne Umweltministerin Monika Griefahn verspottete ihn als „Heißluftballon“. Von 1987 bis 1994 war Klaus Töpfer Bundesumweltminister im Kabinett Kohl. Er erfand den Gelben Sack und den Grünen Punkt, setzte die erste FCKW-Verbotsordnung und den niedrigsten Dioxin-Grenzwert der Welt durch. Bundesweit bekannt wurde Töpfer durch seinen medienwirksamen Auftritt im September 1988, als er mit roter Badekappe und Schwimmflossen durch den verschmutzten Rhein kraulte. Die Aktion brachte ihm endgültig den Ruf des Verharmlosers ein.

      Nach einer Legislaturperiode als Bundesbauminister kehrte der Volkswirtschaftler dem europäischen Kontinent den Rücken. In Nairobi wurde er Chef des UN-Umweltprogramms UNEP. Seitdem ist er der festen Überzeugung, dass nationale Interessen hinter ökologischen zurückstehen müssen: „Afrika hat mir die Augen geöffnet.“ Vehement prangert er die Ausbeutung der Entwicklungsländer durch die Industriestaaten an und ruft zum ökologischen Umdenken auf. Ansonsten werde der Kampf um Wasser, um Ackerland und Klimaschäden auch für uns zu einem Sicherheitsproblem. Nach acht Jahren in Kenia gilt Töpfer auch in Deutschland als Öko-Papst – und selbst die politischen Gegner von einst sind plötzlich handzahm: Jürgen Trittin lobt Töpfer als „Umweltbewegten im besten Sinne“.

      Trotz vieler Rückschläge bleibt er ein unverbesserlicher Optimist. Auch nach der gescheiterten Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 ist Töpfer sicher: Wir können das Klima retten! Als Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung berät er die Bundesregierung und er ist Gründungsdirektor des neuen Potsdamer Instituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit.

      Bei THADEUSZ erklärt Klaus Töpfer, wie Klimaschutz und Genuss vereinbar sind warum der Ausstieg aus der Atomenergie kommen muss und was Kuhdärme und Automotoren gemeinsam haben.

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      Dienstag, 09.02.10
      00:15 - 00:45 Uhr (30 Min.)
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      Stereo

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