• 12.08.2020
      13:15 Uhr
      Immer ostwärts - Von Berlin nach Wladiwostok (3/5) Von Kasachstan bis in die Mongolei | rbb Fernsehen
       

      Teil 3 der fünfteiligen Reisereportage führt von Astana, der kasachischen Hauptstadt, nach Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei.

      Mittwoch, 12.08.20
      13:15 - 14:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Teil 3 der fünfteiligen Reisereportage führt von Astana, der kasachischen Hauptstadt, nach Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei.

       

      Sieben Länder, sieben Zeitzonen und acht Staatsgrenzen. Ein rbb-Team begibt sich in dieses Abenteuer auf den Straßen durch Osteuropa und Asien und reist „Immer ostwärts“ bis ans Ende der Welt. Teil 3 der fünfteiligen Reisereportage führt von Astana, der kasachischen Hauptstadt, nach Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei. Auf dieser Strecke gibt es wenige Städte, dafür wildromantische Berge und einsame Wüstensteppen.

      Der höchste Punkt der Sary Arka, der Goldenen Steppe in Zentralkasachstan, sind die Kyzylarai-Berge. Hier, in einem malerischen Tal, liegt das Dorf Shabanbai Bi. Es ist kein reiches Dorf. Also beschlossen die Frauen des Ortes an einem internationalen Tourismus-Förderprogramm teilzunehmen. Sein Leitgedanke: Touristen bringen Geld in solch arme, kasachische Dörfer - die Bewohner bieten ihnen dafür Ursprünglichkeit und Tradition.

      Ostkasachstan, ein Gebiet etwa so groß wie Polen, ist dünn besiedelt. Früher war es eine Art Hinterhof der einstigen Sowjetunion: Deportationsziel, Gulag und Testgelände für thermonukleare Massenvernichtungswaffen. Zwischen 1949 und 1989 wurden in Semipalatinsk Atombomben gezündet. Heute leben und arbeiten auf dem Gelände Menschen, die sich über das immer noch gefährliche Terrain nicht im Klaren sind. Die junge Kasachin Dann Sadykowa, Mitglied einer Nicht-Regierungsorganisation, will die Bewohner über die Gefahr aufklären.

      Die Autoroute von Kasachstan in die Mongolei führt mitten durch das zentralasiatische Hochgebirge, den Altai: durch uraltes Kulturland voll heiliger Stätten nomadischer Völker. Wassili Golowanj, früher Koch im ukrainischen Saporoshje, zog sich mitsamt seiner Familie hierher zurück. Er kaufte sich ein Grundstück am Fluss Katun und lebt abgeschieden in der atemberaubenden Bergwelt.

      Heiß sind die fast unendlichen Wüstensteppen im Westen der Mongolei. Über viele Kilometer begegnet man keinem Menschen. Am Stadtrand von Charchorin, dem legendären Karakorum, gut 300 Kilometer vor Ulan Bator, steht das Kloster Erdene Zuu. Leider ist es nur in Teilen erhalten. Auch das ist schon ein Wunder, denn seit seiner Gründung im 16. Jahrhundert wurde es mehrmals zerstört - zuletzt durch die stalinistischen Säuberungen ab 1937. Mönche wie der Lama Tserensamba Tavdai haben das Kloster nach der Wende in der Mongolei 1990 wiederbelebt und hoffen, dass die Regierung in der Hauptstadt ihnen auch jene Teile der Klosteranlage aus dem 16. Jahrhundert zurückgeben wird, die jetzt noch ein staatliches Museum beherbergt.

      Das rbb-Team nähert sich Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei. Die harten Winter und das Viehsterben der letzten Jahre haben vielen Nomadenfamilien die Lebensgrundlage entzogen. Am Stadtrand siedeln jene, die ihr Glück nun in der großen Stadt suchen wollen, denn Ulan Bator, der Rote Held, gilt ja der Legende nach als Erlöser von Leid und Unglück.

      Film von Christian Klemke

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