• 15.12.2019
      10:30 Uhr
      Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt Das Jahr 1994 | rbb Fernsehen
       

      Das Jahr 1994 - der Kaufhauserpresser Dagobert wird nach jahrelanger Jagd gefasst, die Alliierten verlassen Berlin, der amerikanische Präsident Bill Clinton kommt in die Stadt und eine Nacktkampagne sorgt im Berliner Wahlkampf für Aufsehen. Eine Berlin-Chronik der Superlative: 40 Folgen, von 1961, dem Jahr des Mauerbaus, bis 1999, als Berlin wieder Hauptstadt eines vereinten Deutschland ist.

      Sonntag, 15.12.19
      10:30 - 12:00 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Das Jahr 1994 - der Kaufhauserpresser Dagobert wird nach jahrelanger Jagd gefasst, die Alliierten verlassen Berlin, der amerikanische Präsident Bill Clinton kommt in die Stadt und eine Nacktkampagne sorgt im Berliner Wahlkampf für Aufsehen. Eine Berlin-Chronik der Superlative: 40 Folgen, von 1961, dem Jahr des Mauerbaus, bis 1999, als Berlin wieder Hauptstadt eines vereinten Deutschland ist.

       

      1994 - das Jahr, in dem die Alliierten Berlin verlassen. Der Franzose Jean-Marie Weiss, Pressesprecher der französischen Streitkräfte, erinnert sich an den feierlichen Abzug der Armee und seine Entscheidung, aus Liebe zur Stadt in Berlin zu bleiben. US-Präsident Bill Clinton beschwört bei seinem Besuch im Juli - auf deutsch - den Beginn eines neuen Zeitalters für die ehemals geteilte Stadt: "Nichts wird uns aufhalten. Alles ist möglich. Berlin ist frei."

      Der Kaufhauserpresser Dagobert, Arno Funke, erzählt, wie er nach jahrelanger Fahndung schließlich in einer Telefonzelle von der Polizei geschnappt wird. Damit findet einer der spektakulärsten Berliner Kriminalfälle ein Ende. Mit dem Song „Mädchen“ prägt die Sängerin Luci von Org alias Lucilectric das Selbstbewusstsein einer ganzen Generation und eine skurrile Wahlwerbung mit dem Nacktbild des SPD-Politikers Thomas Krüger erregt im Berliner Wahlkampf die Gemüter. Die Reihe "Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt" zeigt den doppelten Blick auf West- und Ost-Berlin in 40 Folgen von 1961, dem Jahr des Mauerbaus, bis 1999, als Berlin wieder Hauptstadt eines vereinten Deutschlands ist.

      Die vierte Staffel über die 90er Jahre schaut auf die Zeit nach dem Mauerfall. Nach vier Jahrzehnten findet die deutsche Teilung - und die Teilung Berlins - ein Ende. Aufbruchsstimmung in der Stadt: Es soll zusammenwachsen, was zusammengehört. Neue Freiheiten, aber auch neue Konflikte: "Jammer-Ossis" und "Besser-Wessis" schimpfen aufeinander, während sich in den Keller-Clubs eine neue Generation von Nachtschwärmern begegnet. Die „Love Parade“ wird zum weltweiten Symbol eines neuen Berliner Lebensgefühls. Der Kalte Krieg ist Geschichte - doch die Vergangenheit schiebt sich immer wieder in die Gegenwart: Die Stasi-Akten werden geöffnet, ungeklärte Besitzverhältnisse sorgen für Verunsicherung. Im Straßenbild der Stadt ist der Umbruch allgegenwärtig: Straßennamen in den Ostbezirken werden getilgt, Baukräne tanzen in der Mitte der Stadt auf der größten Baustelle Europas, der Reichstag wird verhüllt und der Palast der Republik muss schließen. Die Zeitenwende wird auch im Rundfunk sichtbar: Der Sender Freies Berlin (SFB) sendet ab Ende des Jahres 1991 für die gesamte Stadt, das DDR-Fernsehen wird abgeschaltet. Berlin, die Stadt, die immer wird. Und dabei stets beides bleibt: Weltstadt und Kiez, Weltpolitik und Alltag, Schauplatz kleiner und großer Geschichten.

      Film von Reinhard Joksch

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