• 14.07.2019
      09:00 Uhr
      Der brave Soldat Schwejk Spielfilm Deutschland 1960 - Zum Tode von Artur Brauner (1.8.1918 - 7.7.2019) | rbb Fernsehen
       

      1914, Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Josef Schwejk, Hundehändler aus Prag, rückt in die k. u. k. Armee ein. Er kommt als Bursche zu Oberleutnant Lukas. Als er ihm einen Hund beschafft, unterläuft Schwejk ein Missgriff. Beide werden an die Front befördert und Schwejk erwarten dort weitere aufregende Abenteuer.
      Produzent dieses Filmklassikers war der am 7. Juli verstorbene Artur Brauner.

      Sonntag, 14.07.19
      09:00 - 10:35 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      VPS 08:59
      Neu im Programm

      1914, Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Josef Schwejk, Hundehändler aus Prag, rückt in die k. u. k. Armee ein. Er kommt als Bursche zu Oberleutnant Lukas. Als er ihm einen Hund beschafft, unterläuft Schwejk ein Missgriff. Beide werden an die Front befördert und Schwejk erwarten dort weitere aufregende Abenteuer.
      Produzent dieses Filmklassikers war der am 7. Juli verstorbene Artur Brauner.

       

      Stab und Besetzung

      Josef Schwejk Heinz Rühmann
      Lukas, Oberleutnant Ernst Stankovski
      Kathi Ursula Borsody
      Gretl Senta Berger
      Baronin Erika von Thellmann
      Woditschka Franz Muxeneder
      Wachtmeister Flanderka Hugo Gottschlich
      Oberst Zillergut Erik Frey
      Wirt Fritz Imhoff
      Brettschneider Franz Böheim
      Polizeirat Karl Fochler
      Regie Axel von Ambesser
      Musik Bernhard Eichhorn
      Kamera Richard Angst
      Buch Hans Jacoby

      1914, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Der Prager Überlebenskünstler Schwejk verdient sein Geld als Hundehändler mit gestohlenen Hunden, deren Stammbäume er fälscht. Jeden Tag im „Kelch“ auf ein Feierabendbier führt er lose Reden und soll wegen Majestätsbeleidigung daraufhin ins Zuchthaus kommen. Da man ihn jedoch für schwachsinnig hält, wird er stattdessen in die Landesirrenanstalt gesteckt. Gleich drei Ärzte untersuchen ihn auf sein leibliches und geistiges Wohl. Als einer der Ärzte ihm unterstellt, ein Simulant zu sein, versichert Schwejk, er sei ein behördlich anerkannter Idiot. Kurz darauf wird Erzherzog Franz Ferdinand erschossen und der Erste Weltkrieg bricht aus. Schwejk wird als einfacher Soldat in die Armee von Österreich Ungarn eingezogen. Sein Rheuma bewahrt ihn jedoch vor der Front und er wird Oberleutnant Lukas als Diener und „Putzfleck“ zugeteilt. Auch Lukas tut sein Möglichstes, um nicht an die Front versetzt zu werden und stattdessen seine Zeit mit Kartenspielen und schönen Frauen zu vertreiben. Mit der verheirateten Kathi hat er ein Verhältnis. Als er sie wieder loswerden möchte, lässt er Schwejk ein Telegramm an Kathis Ehemann schicken, der daraufhin seine Frau wütend abholt. Nachdem Lukas sein gesamtes Geld und noch dazu seinen Burschen Schwejk bei einem Kartenspiel an einen Oberst verspielt, kauft sich Schwejk mit seinem Geld frei und geht zu Lukas zurück. Schwejks nächste gute Tat er beschafft seinem Dienstherren einen Terrier. Lukas freut sich über den Hund, wenngleich seine Katze diesem zum Opfer fällt. Als Lukas mit dem Terrier und einem hübschen Mädchen namens Gretl spazieren geht, trifft er auf seinen Vorgesetzten, den eigentlichen Besitzer des Hundes. Des Hundediebstahls bezichtigt wird Lukas, der eigentlich Rekruten ausbilden soll und damit einem frühen Kriegstod entgehen will, nach Budweis versetzt. Als Lukas und Schwejk mit dem Zug nach Budweis fahren, zieht Schwejk die Notbremse. Da er kein Geld hat, um die nötige Strafe dafür zu bezahlen, muss er beim nächsten Haltepunkt aussteigen. Er geht schließlich zu Fuß in Richtung Budweis. Unterwegs wird er als Deserteur festgenommen und gar für einen russischen Spion gehalten. Mit Schläue und Tollpatschigkeit kann er sich jedoch auch aus dieser brisanten Situation befreien.
      In Axel von Ambessers „Der brave Soldat Schwejk“ glänzt Heinz Rühmann mit einer Paraderolle als Titelfigur der Verfilmung von Jaroslav Hašeks weltberühmtem satirischen Schelmenroman, in dem der Offiziersbursche mit Naivität und Bauernschläue die Gefahren des Ersten Weltkriegs übersteht.

      Das rbb Fernsehen zeigt diesen Film anlässlich des Todes von Artur Brauner, der am 7. Juli im Alter von 100 Jahren in Berlin gestorben ist.
      Der am 1. August 1918 in Lodz geborene Artur Brauner, von dessen jüdischer Familie 49 Menschen dem Holocaust zum Opfer fielen, überlebte – versteckt in der Sowjetunion die Zeit des 2. Weltkrieges. Nach Kriegsende ließ er sich im damaligen West Berlin nieder und gründete im September 1946 in Spandau Haselhorst die Central Cinema Compagnie, kurz CCC genannt. Artur Brauner prägte das deutsche Nachkriegskino wie kein anderer und verantwortete als Filmproduzent so legendäre Abenteuerfilme wie „Der Tiger von Eschnapur“ (1959), „Im Stahlnetz des Dr. Mabuse“ (1961) und „Old Shatterhand“ (1964), Unterhaltungsfilme wie „Italienreise – Liebe inbegriffen“ (1958) und „Liebe, Jazz und Übermut“, aber auch Filme mit ernstem Hintergrund wie „Es geschah am hellichten Tag“. Es entstanden insgesamt mehr als 500 Filme verschiedenster Couleur. Immer wieder produzierte Brauner auch Filme, die sich mit der NS Zeit auseinandersetzen und für die er zahlreiche Preise erhielt: „Die weiße Rose“ (1982), „Eine Liebe in Deutschland“ (1983) oder „Hitlerjunge Salomon“ (1990), der mit einem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Der Kampf gegen das Vergessen war sein wichtigstes Anliegen.

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      09:00 - 10:35 Uhr (95 Min.)
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