• 20.06.2019
      15:15 Uhr
      El Hierro - Die Insel am Ende der Welt Film von Holger Vogt | rbb Fernsehen
       

      "Vor Kolumbus war westlich der Kanareninsel El Hierro das Ende der Welt, die man bis dahin für eine Scheibe hielt", sagt Maite, die Archäologin von El Hierro. Sie schwärmt von ihrem Eiland: Für sie ist es ein Paradies und dort zu leben ein Privileg. Kaum jemand kennt El Hierro, obwohl Teneriffa nur etwa drei Schiffs- oder eine halbe Flugstunde nah ist.

      Donnerstag, 20.06.19
      15:15 - 16:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      "Vor Kolumbus war westlich der Kanareninsel El Hierro das Ende der Welt, die man bis dahin für eine Scheibe hielt", sagt Maite, die Archäologin von El Hierro. Sie schwärmt von ihrem Eiland: Für sie ist es ein Paradies und dort zu leben ein Privileg. Kaum jemand kennt El Hierro, obwohl Teneriffa nur etwa drei Schiffs- oder eine halbe Flugstunde nah ist.

       

      "Vor Kolumbus war westlich der Kanareninsel El Hierro das Ende der Welt, die man bis dahin für eine Scheibe hielt", sagt Maite, die Archäologin von El Hierro. Sie schwärmt von ihrem Eiland: Für sie ist es ein Paradies und dort zu leben ein Privileg. Kaum jemand kennt El Hierro, obwohl Teneriffa nur etwa drei Schiffs- oder eine halbe Flugstunde nah ist. Dort gibt es keinen Massentourismus, keinen Lärm, keine Kriminalität, keinen Nepp, keinen Stau, keine Betonburgen und Biermeilen. El Hierro hat, wonach sich immer mehr Menschen sehnen: atemberaubende Natur - die Insel ist UNESCO-
      Biosphärenreservat - charmante Unterkünfte, ein hervorragendes Straßen- und Wanderwegenetz, nette Insulaner , genannt Herrenos, die sich über Gäste freuen, eine gute Küche mit viel Fisch und frischem Gemüse, exotischen Früchten, inseleigenem Käse und Käsekuchen, Rum aus Südamerika und guten Wein von den eigenen vulkanischen Hanglagen - und das alles zu zivilen Preisen.

      Die Herrenos empfinden bis heute, abseits der Hektik und Massenströme Europas, irgendwie "anders", könnte man sagen. Nicht rückständig. Im Gegenteil, sie denken sozial und ökologisch, lieben und schützen ihre Natur und pflegen ihre Kultur und Tradition. Sie sind offen und freundlich, eigenwillig und selbstbewusst. Musik ist ihnen wichtig. Sie klingt "weltmusikalisch", nach dem Mutterland Spanien, aber auch nach dem nahen Afrika und dem fernen Venezuela, Cuba und Mexiko, denn dorthin zog es viele Insulaner in schweren Zeiten. Das kleine aber feine "Bimbache openART Festival" bringt jeden Sommer Musiker aus aller Welt nach El Hierro.

      Die etwa 10.000 Insulaner setzen seit Jahrzehnten auf sanften Tourismus und ökologisches Wirtschaften in Fischerei und Landbau: Für Menschen, die Natur und Ruhe suchen und für Wanderer und Taucher ist diese Insel, die 1.500 Meter in die Passatwolken aufsteigt und 2.000 Meter zum Meeresgrund abfällt, ein echtes Paradies. Aus dem weiten Atlantik kommen Wale, Mantas, Delfine, Thunfische und Schildkröten dicht vor die von uralten Lavaströmen und Vulkankratern geprägte Inselküste. Steile Felswände sind das Reich der Kolkraben und einer Rieseneidechse, die es nur auf El Hierro gibt.

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