Die Tschechoslowakei kurz nach dem Zusammenbruch des Kommunismus: Nachdem zwei Gangster bei einem Überfall erschossen werden, beschuldigt der überlebende dritte Vlasta Klempár den Kleinkriminellen Jirí Kajínek der Tat. Der wird zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Kajínek bestreitet die Tat und versucht mehrmals zu fliehen. Zehn Jahre später beschäftigt sich die junge Anwältin Klára Pokorová intensiv mit dem Fall, den sie wieder aufrollen will.
Die Tschechoslowakei kurz nach dem Zusammenbruch des Kommunismus: Nachdem zwei Gangster bei einem Überfall erschossen werden, beschuldigt der überlebende dritte Vlasta Klempár den Kleinkriminellen Jirí Kajínek der Tat. Der wird zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Kajínek bestreitet die Tat und versucht mehrmals zu fliehen. Zehn Jahre später beschäftigt sich die junge Anwältin Klára Pokorová intensiv mit dem Fall, den sie wieder aufrollen will.
Stab und Besetzung
Klára Pokorová | Tatiana Vilhelmová |
Jirí Kajínek | Konstantin Lawronenko |
Novotný | Vladimír Dlouhý |
Honza Dolezal | Boguslaw Linda |
Lejcko | Michal Dlouhý |
Richterin Gorecká | Deana Horváthová |
Václav Krízek | Václav Noid Bárta |
Perner | Werner Daehn |
Bukovský | Ken Duken |
Alice Krízková | Alice Bendová |
Regie | Petr Jákl |
Musik | Václav Noid Bárta |
Kamera | F. A. Brabec |
Drehbuch | Petr Jákl, Marek Dobes |
Sie hat ein starkes privates Motiv, das sie lange für sich behält: Ihre ältere Schwester wurde von den Getöteten vergewaltigt und zum Krüppel geschlagen. Sie kann Kajíneks Misstrauen zerstreuen und neue Zeugenaussagen gewinnen, u.a. die des ehemaligen Ermittlers Lejcko, um eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erreichen. Obwohl sie nachweisen kann, dass die Beweisaufnahme schlampig und fehlerhaft geführt wurde und das Urteil nur auf einer Zeugenaussage basiert, wird ihr Antrag auf Wiederaufnahme abgewiesen.
Wenig später stirbt ihr Freund Honza Dolezal, auch er Anwalt und dabei, Lejcko zu einer umfassenden Zeugenaussage zu bewegen, bei einem fingierten Unfall. Kajínek gelingt die spektakuläre Flucht aus dem Hochsicherheitsgefängnis Mírov. Fünf Wochen lang schafft er es unterzutauchen, um Beweise für seine Unschuld zu finden. Dabei steht der ehemalige Polizeichef der Region Plzen, Novotný, der sich der Anwältin als guter Freund andient, in seinem besonderen Fokus. Doch auch ein Einbruch in dessen Tresor bringt ihn nicht weiter. Schließlich wird Kajínek gefasst. Gegen den korrupten, skrupellosen Polizeichef mit engsten Verbindungen zur Unterwelt und zugleich politischen Ambitionen haben weder Kajínek noch seine engagierte Anwältin eine Chance.
"Akte Kajínek" ist ein dicht inszenierter Kriminalfilm, der auf der wahren Geschichte des einst meistgesuchten Kriminellen Tschechiens, Jirí Kajínek, basiert. Den Prozess, die Flucht, den gesamten "Fall" Jirí Kajínek kennt in Tschechien jeder "und, glaubt man den gängigen Quellen, sind 110 Prozent der Landsleute inzwischen von seiner Unschuld zumindest im Fall der erwähnten Morde überzeugt" (VIDEO/DE).
Zur Legende geworden, sitzt Kajínek noch immer im Gefängnis. Nach seinem Amtsantritt Anfang 2013 versprach der neue Präsident Milos Zeman eine Wiederaufnahme des Prozesses. Die Verfilmung des alle Züge eines Justizskandals tragenden Falles in einem Genremix aus Krimi, Thriller und Tatsachenbericht sowie die Besetzung mit erstklassigen Schauspielern wurde in Tschechien ein Hit.
programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 24.09.2023