• 19.06.2017
      02:30 Uhr
      Weltspiegel Auslandskorrespondenten berichten | rbb Fernsehen
       

      Themen:

      • Indonesien: Mit dem Schlagstock für die Scharia
      • Frankreich: Macronmania in Le Touquet
      • Nordirland: Belfast in Brexit-Zeiten
      • Ghana: In Zukunft mit Atomstrom
      • Marokko: Hilfe für mittellose Patienten
      • USA: Jagd auf illegale Migranten

      Moderation: Andreas Cichowicz

      Nacht von Sonntag auf Montag, 19.06.17
      02:30 - 03:10 Uhr (40 Min.)
      40 Min.

      Themen:

      • Indonesien: Mit dem Schlagstock für die Scharia
      • Frankreich: Macronmania in Le Touquet
      • Nordirland: Belfast in Brexit-Zeiten
      • Ghana: In Zukunft mit Atomstrom
      • Marokko: Hilfe für mittellose Patienten
      • USA: Jagd auf illegale Migranten

      Moderation: Andreas Cichowicz

       
      • Indonesien: Mit dem Schlagstock für die Scharia

      Händchen halten, flirten, Alkohol trinken – das alles ist verboten in Banda Aceh. Hier gilt die Scharia. Und in diesem Teil Indonesiens überwacht eine spezielle Polizei, dass das muslimische Gesetz eingehalten wird. Wer dagegen verstößt, dem droht eine öffentliche Strafe: Auspeitschung. 20 oder 40 Schläge mit dem Bambusstock vor den Augen von Schaulustigen. Dabei geht nicht in erster Linie um den Schmerz, sondern um die Demütigung, beobachtet ARD Korrespondent Philipp Abresch. Indonesien stand lange für einen weltoffenen, toleranten Islam. Das scheint sich zu ändern.

      • Frankreich: Macronmania in Le Touquet

      Eigentlich ist Le Touquet ein beschaulicher Badeort am Ärmelkanal in Nordfrankreich. Seit Emmanuel Macron Präsident Frankreichs ist, hat sich aber einiges geändert. Denn die Präsidentengattin bewohnt eine Villa mitten in der Fussgängerzone und wenn die Macrons am Wochenende ihr Baguette holen oder mit dem Hund Gassi gehen, ziehen sie die Blicke auf sich. Touristen suchen die Villa der Macrons auf, um Fotos zu schießen. Es macht sich eine regelrechte Macronmania breit. Der Präsidentenkult erfreut nicht alle in der Region.

      • Nordirland: Belfast in Brexit-Zeiten

      Die Mauer ist sieben Meter hoch und zieht sich durch die ganze Stadt. Rund 19 Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs trennt sie immer noch den katholischen und den protestantischen Stadtteil der nordirischen Hauptstadt Belfast. Robert und Noel leben nur einen Steinwurf voneinander entfernt, aber die Mauer steht zwischen ihnen. Der eine war in der IRA (Irisch-Republikanische Armee), der andere in der UVF (Ulster Volunteer Force). Die Schatten der Vergangenheit sind immer noch zu spüren in Belfast, das Misstrauen ist groß. Gerade jetzt, wo eine der Konfliktparteien, die DUP (Democratic Unionist Party), an der Regierung in London beteiligt werden soll. Beim Brexit-Referendum hatte die Mehrheit der Nordiren für den Verbleib in der EU gestimmt, die Partei der Unionisten, die DUP, aber für den Brexit. Der Brexit verschärft die Situation, berichtet ARD-Korrespondentin Hanni Hüsch. Dass eine Stadt überhaupt eine Mauer braucht, um in Frieden leben zu können, das findet die langjährige Beobachterin des Konflikts immer noch bestürzend.

      • Ghana: In Zukunft mit Atomstrom

      Die Straße, an der Ghanas Atomenergie-Kommission liegt, heisst Atomic Road. Hier gibt es auch eine Atomic-Apotheke, eine Protonen-Schreinerei und eine Atomare Bushaltestelle. Alles deutet auf das große Ziel hin, dass das Land seit vielen Jahrzehnten vor Augen hat: Ein Atomkraftwerk. Seit genau 22 Jahren ist ein Test-Reaktor in Betrieb, ohne irgendwelche Zwischenfälle heißt es. Die Kommission verbreitet Optimismus, aber ARD-Korrespondentin Sabine Bohland beobachtet: So richtig läuft es noch nicht an mit dem Atomstrom. Gerade warten die Wissenschaftler auf neue Brennstäbe aus China.

      • Marokko: Hilfe für mittellose Patienten

      Das ist er, der Moment, auf den der alte Mann aufgeregt gewartet hatte: wenn das Pflaster von seinen Augen abgezogen wird und er auf einmal wieder scharf sehen kann. „Gott sei Dank“! ruft er als erstes. Und sein Dank gilt auch Dr. Raiss.
      Der ist mit seinem Team aus Casablanca in die marokkanische Wüste gefahren, um mittellose Patienten mit Grauem Star zu operieren. Das macht er kostenlos, zweimal im Jahr. Als gläubiger Moslem hält es der Augenarzt für seine Pflicht, anderen zu helfen. Acht Millionen Marokkaner haben laut einer Studie der Weltbank keinen Zugang zu medizinischer Behandlung. Gerade auf dem Land fehlt es an allem: an Ärzten, an Kliniken und vor allem an Technik. Dr. Raiss bringt daher seine High-Tech Geräte gleich für seinen mobilen Operationssaal mit.

      • USA: Jagd auf illegale Migranten

      Sicher fühlt sich Javier nur im Keller der Kirche. Seit mehreren Monaten sucht der gebürtige Mexikaner Schutz in einem Gotteshaus, Schutz vor der Abschiebung. Er war in eine normale Verkehrskontrolle gekommen, hatte zu viel Alkohol getrunken, jetzt muss er das Land verlassen, in dem er seit mehr als 20 Jahren lebt und arbeitet.
      Seine Familie kommt ihn regelmäßig besuchen, aber die Trennung belastet vor allem seine zwei kleinen Söhne. Die beiden sind in den USA geboren und wären die einzigen der Familie, die nicht abgeschoben werden können. Javier hat von abgeschobenen Eltern gehört, die ihre Kinder zurücklassen mussten.
      Auf rund elf Millionen wird die Zahl der sogenannten illegalen Einwanderer in den USA geschätzt. Allein in den ersten 100 Tagen der Präsidentschaft Donald Trumps wurden nach Regierungsangaben mehr als 41.000 Menschen aufgegriffen und abgeschoben. Die Angst ist überall zu spüren, berichtet ARD-Korrespondent Stefan Niemann Aber es gibt auch bürgerlichen Widerstand: die sogenannten Sanctuary Cities zum Beispiel weigern sich, die Anweisungen der Bundesbehörden umzusetzen.

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 19.06.17
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