• 18.02.2019
      01:15 Uhr
      Weltspiegel Auslandskorrespondenten berichten | rbb Fernsehen
       

      Themen u.a.:

      • Japan: Okinawa - Wo der Zweite Weltkrieg nicht zu Ende scheint
      • Peru: Warten auf Gerechtigkeit
      • Südafrika: Die Gangs von Kapstadt
      • Wie viele Pullover braucht man, um das Klima zu retten?
      • Frankreich: Macron und die Muslime
      • Ukraine: Die Karpaten fünf Jahre nach dem Majdan

      Moderation: Natalie Amiri

      Nacht von Sonntag auf Montag, 18.02.19
      01:15 - 01:55 Uhr (40 Min.)
      40 Min.
      VPS 01:20

      Themen u.a.:

      • Japan: Okinawa - Wo der Zweite Weltkrieg nicht zu Ende scheint
      • Peru: Warten auf Gerechtigkeit
      • Südafrika: Die Gangs von Kapstadt
      • Wie viele Pullover braucht man, um das Klima zu retten?
      • Frankreich: Macron und die Muslime
      • Ukraine: Die Karpaten fünf Jahre nach dem Majdan

      Moderation: Natalie Amiri

       
      • Japan: Okinawa - Wo der Zweite Weltkrieg nicht zu Ende scheint

      Seit 70 Jahren geben die Amerikaner auf der japanischen Inselgruppe Okinawa den Ton an: Hier ist ein Großteil der US-Truppen in Japan stationiert. Doch seit Jahrzehnten hält sich auch der Widerstand der Zivilbevölkerung dagegen. Über den Neubau eines US-Militärflughafens wollen die Insulaner jetzt abstimmen - gegen den Willen der Zentralregierung in Tokio. Zwar ist das Referendum rechtlich nicht verbindlich, könnte aber ein starkes Signal aussenden: In Okinawa sind viele nicht mehr bereit, die Belastungen durch die massive Truppenpräsenz der USA hinzunehmen. Einigkeit gibt es in der Frage jedoch auf Okinawa nicht, denn die Amerikaner haben auch den Wohlstand auf die abgelegene Inselgruppe gebracht. Eine Woche vor der Abstimmung stehen sich Gegner und Befürworter unversöhnlich gegenüber.

      • Peru: Warten auf Gerechtigkeit

      20 Jahre wartet Rute Zuñiga schon auf Gerechtigkeit, seit dem 10. Februar 1999, den Rute als den schlimmsten Tag ihres Lebens bezeichnet. Damals wurde die indigene Bäuerin aus der Region Cusco in Peru gegen ihren Willen sterilisiert. Die Polizei brachte sie in ein Gesundheitszentrum, wo Ärzte ihre Arme und Beine ans Bett fesselten. Nach der Operation wachte Rute mit höllischen Schmerzen auf, die bis heute nicht nachlassen. Mindestens einmal pro Woche plagen Rute heftige Schmerzen in den Beinen und im Becken. "Viel schlimmer aber ist das Gefühl, als Opfer nicht anerkannt zu sein", sagt Rute. Denn in Peru wurde die Zeit der politisch erzwungenen Sterilisierungen nie aufgearbeitet: Perus autokratisch regierender Präsident Alberto Fujimori ließ damals verarmte indigene Frauen auf dem Land sterilisieren. Zwischen 1995 und dem Jahr 2000 sollen nach Schätzungen zirka 300.000 Frauen und auch viele Männer dieser Politik zum Opfer gefallen sein.

      • Südafrika: Die Gangs von Kapstadt

      Kapstadt und der Tafelberg - für die meisten ein touristischer Sehnsuchtsort. Doch die Stadt ist auch einer der gefährlichsten Plätze der Welt. In den "Cape Flats", den Armenvierteln rund um den Tafelberg, tobt ein Krieg der Drogen-Gangs, in dem Monat für Monat rund 70 Menschen sterben. Avril Andrews hat ihren Sohn in diesem Krieg verloren. Er starb, weil er nicht mitmachen wollte in der lokalen Gang. Die Einwohner der „Cape Flats" fühlen sich alleine gelassen - die Polizei kümmere sich zu wenig um die Sicherheit in ihren Vierteln. Manche nehmen die Sache deshalb selbst in die Hand: Leute wie Pastor Craven Engel. Er hat „Ceasefire" gegründet, eine Organisation, in der Ex-Gangster versuchen zwischen Gangs Waffenruhe auszuhandeln. Und der Pastor bietet Kriminellen auch ein Ausstiegsprogramm an.

      • Wie viele Pullover braucht man, um das Klima zu retten?

      Ein Grad weniger Raumtemperatur bedeutet im Durchschnitt sieben Prozent weniger Heizkosten und Treibhausgase. In Flandern und den Niederlanden schalten Schulen, Universitäten und Behörden deshalb immer Mitte Februar an einem Tag die Heizung aus. Dann ist "Dicker Pullover-Tag". Einmummeln für den Klimaschutz: So soll an den Tag erinnert werden, an dem 2005 das Kyoto-Protokoll in Kraft getreten ist. Schulen und Universitäten nutzen den Tag, um Projekte für besseren Klimaschutz zu entwickeln. Privatpersonen können sich im Netz an der Aktion beteiligen. Frieren für einen guten Zweck?

      • Frankreich: Macron und die Muslime

      Präsident Macron möchte das Verhältnis zu den Muslimen in Frankreich auf eine neue Basis stellen - das hat er im Wahlkampf versprochen. Die islamistischen Anschläge von 2015 hatten das Land erschüttert. Seit ein paar Monaten laufen jetzt Gespräche - kaum beachtet, im Windschatten der Gelbwestenproteste: Vertreter muslimischer Verbände verhandeln mit der französischen Regierung über ein Abkommen, das unter anderem die Finanzkontrolle von Moscheen und die Ausbildung der Imame umfassen soll. Wie denken die Muslime sie über die Reformpläne Macrons - zumal in einem laizistischen Land, das die klare Trennung von Staat und Religion vorsieht?

      • Ukraine: Die Karpaten fünf Jahre nach dem Majdan

      Viele der Demonstranten auf dem Majdan kamen aus dem Westen der Ukraine. Fünf Jahre nach der blau-gelben Revolution erinnern die Menschen an die "Himmlischen Hundert", wie die Toten genannt werden, die von Scharfschützen auf dem Majdan niedergestreckt wurden. Auch der Bruder von Roman Ushnevychs war dabei, bis ihn ein Scharfschütze auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew erschoss. Romans Familie wird erst zur Ruhe kommen, wenn die Täter zur Rechenschaft gezogen werden, meint er. Doch selbst jetzt, nach fünf Jahren sind die Verbrechen auf dem Majdan nicht aufgeklärt.

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      Nacht von Sonntag auf Montag, 18.02.19
      01:15 - 01:55 Uhr (40 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 04.12.2020