• 16.11.2018
      22:00 Uhr
      Nachtcafé Wenn Glück und Unglück beieinanderliegen | SWR Fernsehen BW
       

      Das Leben ist unberechenbar und stellt Menschen häufig vor die größten Herausforderungen. Wie gehen sie damit um? Verzweifeln sie daran oder schaffen sie den Neuanfang?
      Manchmal fühlt man sich wie zwischen Himmel und Hölle. Freud und Leid liegen häufig nah beieinander. Doch es fällt nicht leicht, in der größten Krise das Gute zu sehen, das kleine Quäntchen Glück im Unglück zu finden. Eine Lebensweisheit sagt: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich irgendwo eine andere. Doch was, wenn man verzweifelt vor der geschlossenen Tür steht und den neuen Weg nicht erkennt?
      Darüber sprechen die Gäste bei Michael Steinbrecher diesmal.

      Freitag, 16.11.18
      22:00 - 23:30 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Das Leben ist unberechenbar und stellt Menschen häufig vor die größten Herausforderungen. Wie gehen sie damit um? Verzweifeln sie daran oder schaffen sie den Neuanfang?
      Manchmal fühlt man sich wie zwischen Himmel und Hölle. Freud und Leid liegen häufig nah beieinander. Doch es fällt nicht leicht, in der größten Krise das Gute zu sehen, das kleine Quäntchen Glück im Unglück zu finden. Eine Lebensweisheit sagt: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich irgendwo eine andere. Doch was, wenn man verzweifelt vor der geschlossenen Tür steht und den neuen Weg nicht erkennt?
      Darüber sprechen die Gäste bei Michael Steinbrecher diesmal.

       

      Die Gäste bei Michael Steinbrecher:

      Ein Flugzeug-Absturz wurde zum Wendepunkt im Leben von Manon Wolff und Manfred Furter. Denn ihre Lebenspartner waren unter den Todesopfern. Auf den Schock und die Trauer folgte eine unerwartete Wendung. "Wir haben ein unglaubliches Glück gehabt, dass wir uns kennenlernen durften", sagt das heutige Ehepaar, deren Wege sich nur durch die Katastrophe kreuzten.

      Bei Petra Meier lagen das größte Unglück und das größte Glück nur wenige Stunden auseinander: Am selben Tag, als ihre Tochter das Licht der Welt erblickte, verstarb ihr knapp zweijähriger Sohn. "Ich dachte, ich muss mich jetzt auf das Kind freuen, aber ich war so traurig, dass mein Sohn gestorben war", beschreibt die 37-Jährige das Gefühlschaos jenes schicksalhaften Tages.

      Ein Auf und Ab von Glück und Unglück erlebte Tomasz Kuklicz. Nach schwieriger Kindheit und Jugend feierte er als "DJ Tomekk" weltweit Erfolge. Doch Ruhm und Geld hatten auch Schattenseiten - Drogen, Eskapaden, Abstürze. "So wie meine Prägung ist, hätte ich eigentlich mit 37 sterben müssen", sagt der Musiker, dem erst ein Unfall seiner Tochter die Augen öffnete.

      Lange gab es für Michaela Läpple kein Glück in ihrem Leben. Von der Mutter tyrannisiert, von Onkel und Nachbar sexuell missbraucht, war ihre Kindheit und Jugend vor allem von Angst geprägt: "Ich weiß nicht, wie ich es damals geschafft habe, das auszuhalten." Erst als sie ihren heutigen Mann kennenlernte, fand sie einen Ausweg und schaffte es, sich ein glückliches Leben aufzubauen.

      Auch für Ahmad Al Satati war der Weg ins Glück weit. In Syrien beteiligte sich der Literaturstudent an regimekritischen Aktionen, weshalb er verhaftet und gefoltert wurde. Weil er in Syrien nicht arbeiten durfte und auch sonst keinerlei Perspektive für sich sah, trat er den gefährlichen Weg über das Mittelmeer nach Deutschland an. "Für mich ist es eine große Erleichterung, hier zu sein."

      Ein Leben im puren Glück gibt es nicht, sagt Prof. Dr. Wilhelm Schmid. Doch Glück und Unglück liegen für uns alle nah beisammen, und Schicksalsschläge können auch eine Chance bieten, dem Leben einen neuen Verlauf zu geben. "Wichtig ist aber, dass ein Mensch offen dafür ist, dass sich das Leben noch einmal grundlegend ändern kann", so der Philosoph.

      Das Leben ist unberechenbar und stellt Menschen häufig vor die größten Herausforderungen. Wie gehen sie damit um? Verzweifeln sie daran oder schaffen sie den Neuanfang?

      Manchmal fühlt man sich wie zwischen Himmel und Hölle. Freud und Leid liegen häufig nah beieinander. Doch es fällt nicht leicht, in der größten Krise das Gute zu sehen, das kleine Quäntchen Glück im Unglück zu finden. Eine Lebensweisheit sagt: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich irgendwo eine andere. Doch was, wenn man verzweifelt vor der geschlossenen Tür steht und den neuen Weg nicht erkennt? Man muss offen sein, wenn das Leben eine zweite Chance bereithält. Denn aus der größten Katastrophe kann etwas Neues erwachsen. Dafür braucht es häufig harte Arbeit und einen eisernen Willen. Aber es braucht vor allem Mut und Zuversicht. Zum Beispiel wenn man sich aus denkbar schlechten Startbedingungen, aus Armut oder einem Elternhaus ohne Liebe, selbst seinen Weg in die Welt erkämpfen muss. Oder wenn der Verlust des Arbeitsplatzes zwar zunächst wie ein Weltuntergang erscheint, sich dann aber plötzlich als Chance für die wahre Berufung entpuppt. Wie steht jemand das Wechselbad der Gefühle durch, der innerhalb kürzester Zeit einen geliebten Menschen verliert und einen anderen in sein Leben lässt? Zum Beispiel wenn am Tag der Geburt des Wunschkindes der eigene Vater verstirbt. Oder wenn man sich entscheidet, nach der Trauer um den verstorbenen Partner einer neuen Liebe eine Chance zu geben.

      Was kann man tun, wenn das Schicksal einen herausfordert? Und wie gelingt es, offen für einen Neuanfang zu sein?

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