• 26.02.2012
      23:35 Uhr
      Wie geht's eigentlich ...? Gotthilf Fischer (Chorleiter und Herr der "Fischer-Chöre") | SWR Fernsehen BW
       

      Walter Janson hat Gotthilf Fischer im Schwarzwald auf dem Dollenberg getroffen und gefragt "Wie geht´s eigentlich?". Sie sprechen über seine Chöre, die Freude am Singen, seine Liebe für sakrale Musik und seinen Glauben.

      Sonntag, 26.02.12
      23:35 - 00:05 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Walter Janson hat Gotthilf Fischer im Schwarzwald auf dem Dollenberg getroffen und gefragt "Wie geht´s eigentlich?". Sie sprechen über seine Chöre, die Freude am Singen, seine Liebe für sakrale Musik und seinen Glauben.

       

      Musik hat Gotthilf Fischer nie studiert, Dirigieren nie gelernt: "Die Musik hat man in sich", meint er. Über 25 Millionen verkaufte Tonträger und mehr als 3000 Fernsehauftritte belegen den Erfolg der Fischer-Chöre.

      Er ist der König der Chöre, der Meister der 1000 Stimmen und wohl der berühmteste Chorleiter Deutschlands: "Ich wollte immer nur, dass alle singen", sagt er über sich. Gerade ist er 84 geworden, geht immer noch jeden Tag zur Chorprobe und reist für Auftritte durch die ganze Republik.

      Angefangen hat seine Karriere direkt nach dem Krieg. Der Sohn eines Zimmermeisters und Hobbymusikers besucht die Lehrerbildungsanstalt und will eigentlich Sport studieren. Mit Schülern gründet er seinen ersten Chor. Dann springt er als Chorleiter ein in seiner Heimatgemeinde Deizisau: "18 kamen zur ersten Probe, bei der zweiten waren es 60, bei der dritten 120." Danach sammeln sich unter seiner Leitung immer weitere Chöre.

      In den 60er Jahren folgen erste Fernsehauftritte bei Horst Jankowski und Hans-Joachim Kulenkampff und später eigene Fernsehsendungen wie "Sing mit den Fischer-Chören" oder "Straße der Lieder". Der internationale Durchbruch gelingt 1974 bei der Fußballweltmeisterschaft in München. Seither reisen Gotthilf Fischer und seine Chöre um die ganze Welt, ob Jimmy Carter, Königin Silvia oder der Papst - bei allen haben sie gesungen.

      Der gottesfürchtige Schwabe wird zum "Menschenfischer" mit bis zu 1500 Sängerinnen und Sängern. Für die einen ist er der "Inbegriff des Spießers, der Karajan aus dem Remstal", für die anderen "ein Magier, der die Menschen verbindet". Gotthilf Fischer interessiert das alles nicht. Er geht konsequent seinen Weg: " Meine Botschaft ist, dass jeder Musik machen kann und dass die Musik uns alle verbindet - über jede Landesgrenze und ideologische Grenze hinweg."

      Gotthilf Fischer ist verwitwet, hat einen Sohn und zwei Töchter und lebt in Weinstadt bei Stuttgart.

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