• 11.12.2011
      20:15 Uhr
      SonntagAbend: Fröhliche Weihnacht überall Moderation: Markus Brock | SWR Fernsehen BW
       

      Zu Gast sind Schauspielerin Anne von Linstow, Tagesschau-Sprecher Jens Riewa, Journalistin und Autorin Ursula Ott, Prof. Werner Mezger, Wolfgang Kimming-Liebe und Pfarrer Dr. Achille Mutombo.

      Sonntag, 11.12.11
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

      Zu Gast sind Schauspielerin Anne von Linstow, Tagesschau-Sprecher Jens Riewa, Journalistin und Autorin Ursula Ott, Prof. Werner Mezger, Wolfgang Kimming-Liebe und Pfarrer Dr. Achille Mutombo.

       

      Oh Du Fröhliche! Am 11. Dezember steckt man schon wieder mittendrin in der Vorweihnachtszeit. Der 3. Advent, nur noch 14 Tage bis zur Bescherung - hierzulande, anderswo müssen sich die Kleinen und Großen noch gedulden. Bis zum 6. Januar reicht die Zeit der Geschenke und Beschenkten und wenn man's genau nimmt, startet die Saison fast schon an Thanksgiving.

      Zumindest in Amerika fällt dann der Startschuss zum flächendeckenden Beleuchtungsmarathon. Von Adventskalendern bis zu Zimtsternen, regionalen und nationalen Bräuchen, wissenswerten und kuriosen Geschichten und Anekdoten rund um das Fest der Liebe und des Kommerz spannt der "SonntagAbend" den Bogen. Und wirft dabei noch einen Blick auf das ganz spezielle Weihnachtsprogramm im SWR Fernsehen. Hautnah Heiligabend.

      Wer jetzt noch keinen Christbaum hat, muss sich so langsam sputen. Ob traditionell rot-weiß geschmückt, mit echten oder künstlichen Kerzen, kaum ein Haushalt kommt ohne ihn aus. Jede Ortschaft hat einen auf seinem Markplatz stehen, und wer kennt ihn nicht, den riesengroßen Weihnachtsbaum am Rockefeller Center in New York, um den herum auch noch Schlittschuh gelaufen werden kann. Wo genau der Christbaum aber seinen Ursprung hat, und wieso er reich mit Kugeln, Kerzen und Lametta geschmückt ist - das werden die Zuschauer u. a. bei Markus Brock erfahren.

      Ist Fallers-Schauspielerin Anne von Linstow die Traditionelle? Experimentiert Tagesschausprecher Jens Riewa mit Lametta am Weihnachtsbaum?
      Warum werden an Weihnachten alle so sentimental? Aber warum wird gerade an Weihnachten so viel gestritten? Was kommt bei uns an Heiligabend auf den Tisch? Welche Rituale lieben und leben die Menschen an Weihnachten? Gemeinsam mit seinen Gästen wird Markus Brock diesen und viele weitere Fragen nachgehen.

      Die Gäste:

      • Jens Riewa

      Der Tagesschausprecher ist großer Weihnachtsfan und kann ganz schön sentimental werden, wenn er an Weihnachten in seiner Kindheit denkt. Obwohl er in der DDR groß geworden ist, empfand er die Weihnachtszeit als die intensivste im Jahr. Der ursprüngliche Sinn des christlichen Festes spielte dort zwar keine Rolle, dennoch wurden sogar ein paar Weihnachtlieder gesungen, Geschichten vorgelesen und gebastelt was das Zeug hielt. Ganz besonders schön in Erinnerung hat der das Bauen von Pfefferkuchenhäusern. Da steckte er viel Energie rein, um es dann an Heiligabend seinen Eltern zu schenken. Wenn die sich dann riesig freuten und den Spross lobten, platzte er fast vor Stolz. Wenn der überzeugte Single nicht gerade die Nachrichten sprechen muss, feiert er zusammen mit Freunden und hört besonders gern sein Lieblingslied "Last Chrismas".

      • Anne von Linstow

      Für Anne von Linstow ist Weihnachten im doppelten Sinne von Bedeutung - sie hat nämlich am 25. Dezember Geburtstag. Doch so richtig glücklich ist sie mit diesem Geburtsdatum nicht, weil dadurch Weihnachten ein bisschen die Show gestohlen wird und sie außerdem beschämt ist, schon wieder Geschenke zu bekommen. Die Schauspielerin, die in Frankreich großgeworden ist, feiert mit ihrer Familie traditionelle, deutsche Weihnachten. Das verkitschte Weihnachten in Frankreich, das eigentlich "nur ein großes Fressen" ist, gefällt ihr nicht. Viel lieber feiert die "Fallers"-Schauspielerin ähnlich wie in der erfolgreichen SWR-Serie - mit schön geschmücktem Christbaum, dekoriertem Haus und einem ganz besonderen Festtagsessen. Wichtig ist der zweifachen Mutter, dass man in der Weihnachtszeit auch zur Besinnung kommt und an die Menschen denkt, denen es nicht so gut geht, denn "es ist das Fest der Nächstenliebe, das sollte man nicht vergessen".

      • Ursula Ott

      Viel Zeit für Besinnung bleibt bei Ursula Ott in der Vorweihnachtszeit kaum. Vielmehr jongliert die stellvertretende Chefredakteurin des Magazins "chrismon" mit sämtlichen Terminen die in dieser Zeit anstehen. Vor allem diverse Weihnachtsfeiern der Kinder mit den eigenen Verpflichtungen unter einen Hut zu bekommen, ist für die Berufspendlerin schwierig. Zum Glück sorgt ihr Mann ab und zu dafür, dass "wir bei Plätzchen und Rotwein einen auf Kitsch und Advent machen". Das Weihnachtsfest selbst ist für die zweifache Mutter jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung, denn sie lebt in einer Patchworkfamilie: Ursula Ott brachte zwei Kinder mit in die Ehe, ihr Mann hat drei Kinder mit seiner Exfrau. "Wenn man da nicht frühzeitig mit der Planung anfängt, ist das Chaos programmiert". Egal in welcher Konstellation die Journalistin feiert, liebgewonnene Rituale gibt es auch im Hause Ott. Ein Musikstück, vorgetragen von den Söhnen, gehört da auch dazu. Die finden das nicht immer toll, und da kann es passieren, dass die Emotionen hochkochen und unterm Weihnachtsbaum gestritten wird.

      • Prof. Werner Mezger

      Zu Streits kommt es deshalb so oft an Weihnachten, "weil Weihnachten von allen zwanghaft idealisiert wird", so Werner Mezger. Besonders in Deutschland ist Weihnachten an Emotionalität nicht zu übertreffen. "Die stark sentimentale Form von Weihnachten hatte seinen Ursprung während der Industrialisierung, es war ein Versuch, die Großfamilie zu retten", so der Volkskundler weiter. Er kennt sich aus mit Weihnachten, Nikolaus und Co. Schließlich forscht der Brauchtumsexperte schon seit Jahrzehnten über regionale und internationale Riten und Bräuche. Als Gegentrend zur Globalisierung sieht er eine Sehnsucht nach lokaler Identität, das heißt in jedem Dorf finden sich mittlerweile lokaltypische Weihnachtsbräuche.

      An der Bar:

      • Wolfgang Kimmig-Liebe

      Für Wolfgang Kimmig-Liebe steht an Weihnachten die christliche Botschaft im Vordergrund: Seit 18 Jahren besucht er als Nikolaus in der Vorweihnachtszeit Krankenhäuser und Alten- und Pflegeheime. Der Familienvater opfert seinen gesamten Jahresurlaub um alten und kranken Menschen Kraft und Liebe zu spenden, ganz im Sinne des Einkehrbrauchs des heiligen Nikolaus. "Ich möchte etwas dazu beitragen, dem Weihnachtfest mehr Menschlichkeit im christlichen Sinne zu geben."

      • Pfarrer Dr. Achille Mutombo

      Den alljährlichen Besuch im Altersheim und bei einer internationalen Jugendgruppe lässt sich Pfarrer Mutombo an Heiligabend nicht nehmen. Ebenso nimmt er sich Zeit für das eine oder andere Gespräch auf der Straße, auch wenn die Uhr tickt, und die ersten Besucher in der Kirche warten. Kaum hat er den ersten Gottesdienst hinter sich gebracht, geht es weiter zum nächsten. Da kann es schon mal passieren, dass die Gemeindeglieder eine halbe Stunde auf ihn warten müssen. Doch das stört niemanden, denn alle wissen, er hat selbst an Heiligabend ein offenes Ohr für jeden. Der SWR hat Achille Mutombo vergangenes Jahr an Heiligabend begleitet. Wie sein Tag abläuft, wie er trotzdem Zeit zur inneren Einkehr findet und wie gut gelaunt er trotz Marathonprogramm ist, zeigt die SWR-Dokumentation "Hautnah Heiligabend" am 24.12. Bei Markus Brock können die Zuschauer schon einmal einen Vorgeschmack darauf bekommen.

      Von Adventskalendern bis zu Zimtsternen, Bräuchen, Geschichten und Anekdoten rund um das Fest der Liebe und des Kommerz spannt der "SonntagAbend" den Bogen. Und wirft dabei noch einen Blick auf das ganz spezielle Weihnachtsprogramm im SWR Fernsehen: Hautnah Heiligabend.

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      Sonntag, 11.12.11
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
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