• 04.06.2011
      07:30 Uhr
      Haustiere und ihre wilden Verwandten Folgen 1-4 - Planet Schule | SWR Fernsehen BW
       
      • Papageien
      • Schweine
      • Goldfische
      • Gänse

      Samstag, 04.06.11
      07:30 - 08:30 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo
      • Papageien
      • Schweine
      • Goldfische
      • Gänse

       
      • Papageien

      Ihr Erkennungszeichen ist ihr Krummschnabel. Er dient nicht nur dazu, Nüsse zu knacken oder Früchte auszuquetschen, sondern wird von vielen Papageien auch als Kletterhaken benutzt. Wenn ein Papagei auf der Suche nach Nahrung durchs Geäst klettert, ist sein drittes "Bein", der Hakenschnabel, eine vorzügliche Hilfe. Aber auch ihre Füße sind in der Vogelwelt etwas ganz Besonderes: Viele Papageien führen ihr Fressen mit Hilfe ihrer Füße in den Schnabel. Insgesamt gibt es rund 300 Papageienarten. Der Film zeigt die bekanntesten unter ihnen: die Hauben tragenden Kakadus, die langschwänzigen Aras, die Loris, die Keas, die Alexander sowie die Wellensittiche. Manche Papageien können sogar sprechen. Sie verstehen dabei nicht den Sinn der Wörter. Nicht zuletzt wegen ihrer Sprechfähigkeiten sind Papageien sehr beliebt und wurden früher sogar aus ihrer fernen Heimat, etwa aus Australien oder Südamerika, zu uns gebracht. Diese Transporte sind für die Vögel eine wahre Tortur, die nur wenige überleben. Heutzutage dürfen bei uns nur noch Papageien gehandelt werden, die auch hier nachgezüchtet wurden.

      • Schweine

      Zu Besuch auf einem Bio-Bauernhof: Hier werden Hausschweine artgerecht gehalten. Die Tiere leben im Familienverband, können den ganzen Tag laufen, sich suhlen und wohl fühlen. Bis auf ihr Borstenkleid, das ihnen weggezüchtet wurde, ähneln sie ihren wilden Verwandten sehr und verhalten sich noch fast genau so wie sie. Besondere Kennzeichen ist ihr Rüssel mit seinem scheibenförmigen Ende und den Nasenlöchern. Aber auch ihre großen, ständig wachsenden Eckzähne und die Hauer der Keiler gehören zu ihren Markenzeichen. Der Film begleitet auch Wildschweine: einen Keiler mit mehreren Bachen und vielen Frischlingen. Schweine leben in Europa, Nordafrika und in nahezu ganz Asien, wo sie sich bis nach Japan, Neuguinea sowie Melanesien verbreitet haben. In Neuguinea hat man auch den bisher ältesten Beleg gefunden, dass sie schon vor zirka 10.000 Jahren von Menschen genutzt worden sind. Bei uns in Mitteleuropa begann die Züchtung der ersten Schweine vor etwa 6.000 Jahren.

      • Goldfische

      Sie sind sozusagen die ersten "Hausfische" der Menschen: Goldfische. Der Chinese Ting Yent-san war es, der vor über 1.000 Jahren begann, diese Fischart zu züchten. Das Tier ist ein klassisches Beispiel dafür, wie sich Arten wandeln und welche unterschiedlichen Formen und Farben Tiere annehmen können. Goldfische werden nicht nur aus ästhetischen Gründen gehalten. Sie dienen auch als Versuchstiere: So wird im Zoologischen Institut der Universität Mainz erforscht, wie und welche Farben Goldfische erkennen können. Der Goldfisch dient als Modell für den Menschen, denn das Farbsehen beider funktioniert ähnlich. Weil Goldfische sehr robust sind und anderen Fischen alles wegfressen, drohen einheimische Arten auszusterben. Deshalb werden sie auch aus manchen Gewässern abgefischt.

      • Gänse

      Graugänse sind die Vorfahren unserer Hausgänse. Sie unterscheiden sich von Hausgänsen vor allem durch ihre Farbe und ihr Gewicht: Weil Hausgänse zu schwer sind, können sie nicht mehr fliegen. Der Film blickt zurück auf Konrad Lorenz und seine Studien mit Graugansküken. So eilte sein Gänsekind Martina sofort herbei, wenn er es namentlich rief. Gänse besitzen, ebenso wie Enten und Schwäne, einen verbreiterten Schnabel. Ihre Vorderzehen sind mit Schwimmhäuten verbunden und ihre Hinterzehe ist klein und hochgestellt. Wie allen Vögeln fehlen auch Gänsen Zähne, dafür sind ihre Schnabel- und Zungenränder sehr fein gezahnt, um pflanzliche Nahrungsteilchen aus dem Wasser filtern zu können.

      Viele Kinder und Jugendliche lieben Tiere. Das hat zur Folge, dass sie Haustiere wie "Kuscheltiere" behandeln und dass sie ihre tierischen Lieblinge oft vermenschlichen. Um ein Tier artgerecht zu halten und um seine Bedürfnisse zu verstehen und zu berücksichtigen, bedarf es allerdings einiger Kenntnisse über die Natur der jeweiligen Lebewesen. Hier setzt die Sendereihe an: Sie versucht Wissen über einige Haustiere zu vermitteln, ohne die Begeisterung der Kinder für die vorgestellten Haustiere zu mindern. Dies geschieht, indem in jeder Folge Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zwischen den Kultur- und ihren Wildformen dokumentiert werden.

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      Samstag, 04.06.11
      07:30 - 08:30 Uhr (60 Min.)
      60 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 27.09.2022