• 17.04.2018
      21:00 Uhr
      Die Lachs-Industrie Film von Andrea Hauner | SWR Fernsehen BW
       

      Früher war Lachs eine besondere Delikatesse, heute ist er ein Massenprodukt. Auch, weil er in riesigen Aquakulturen gezüchtet wird und deshalb preiswerter ist als zum Beispiel Kabeljau oder Heilbutt. Aber in den letzten Jahren ist der Zuchtlachs immer wieder in Verruf geraten. Es ist die Rede von Antibiotika, Pestiziden und sogar "giftigem Lachs". Was ist dran an diesen Vorwürfen? Der Hamburger Küchenchef Thomas Sampl macht sich für "45 Min" auf den Weg zu Lachsfarmern, Wissenschaftlern und Händlern, um Antworten auf diese Frage zu finden.

      Dienstag, 17.04.18
      21:00 - 21:45 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Früher war Lachs eine besondere Delikatesse, heute ist er ein Massenprodukt. Auch, weil er in riesigen Aquakulturen gezüchtet wird und deshalb preiswerter ist als zum Beispiel Kabeljau oder Heilbutt. Aber in den letzten Jahren ist der Zuchtlachs immer wieder in Verruf geraten. Es ist die Rede von Antibiotika, Pestiziden und sogar "giftigem Lachs". Was ist dran an diesen Vorwürfen? Der Hamburger Küchenchef Thomas Sampl macht sich für "45 Min" auf den Weg zu Lachsfarmern, Wissenschaftlern und Händlern, um Antworten auf diese Frage zu finden.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Andrea Hauner
      Produktion Tim Carlberg
      Autor Andrea Hauner
      Redaktionelle Leitung Jochen Graebert
      Redaktion Nils Casjens
      Sabine Reifenberg

      Früher war Lachs eine besondere Delikatesse, heute ist er ein Massenprodukt. Auch, weil er in riesigen Aquakulturen gezüchtet wird und deshalb preiswerter ist als zum Beispiel Kabeljau oder Heilbutt. Aber in den letzten Jahren ist der Zuchtlachs immer wieder in Verruf geraten. Es ist die Rede von Antibiotika, Pestiziden und sogar "giftigem Lachs". Was ist dran an diesen Vorwürfen? Der Hamburger Küchenchef Thomas Sampl macht sich für "45 Min" auf den Weg zu Lachsfarmern, Wissenschaftlern und Händlern, um Antworten auf diese Frage zu finden.

      Lachs, der in Deutschland verzehrt wird, kommt zu über 90 Prozent aus Norwegen. Rund 400 Millionen Lachse schwimmen hier in Meeresgehegen. Die Aquakultur hat zwar Fortschritte gemacht, aber es gibt auch noch jede Menge Probleme. Der Lachs ist ein Raubfisch und ernährt sich in freier Wildbahn vor allem durch andere Fische. Doch in der Zucht ist Futter aus Fischen limitiert. Deshalb stellen die Lachsfarmer auf vegetarisches Futter um. Das hat Konsequenzen, vor allem auf den Omega-3-Gehalt des Lachses. Das Pestizid Ethoxyquin, mit dem das Futter haltbar gemacht wird, ist in Europa eigentlich verboten. Als Konservierungsmittel ist es nur erlaubt, weil es bisher keine Alternative gibt. Wie viel giftiges Ethoxyquin ist im Lachs nachweisbar? Und wie gefährlich ist das?

      Das Hauptproblem der Züchter sind Lachsläuse, die sich als Folge der Massenzucht ausbreiten. Eine Plage, die sie bislang nicht in Griff bekommen - und die einen Verdacht nährt: Die Lachszucht in den Fjorden könnte ausgereizt sein. Dennoch: Die Züchter in Norwegen wollen noch mehr Lachs produzieren. Denn durch die wachsende Nachfrage steigt der Lachspreis. Mehrere Firmen sind bereits an der Börse. Sie wollen mit "Meeresfabriken" die Lachszucht revolutionieren. 45 Min über ein Geschäft, das mit seinem eigenen Erfolg zu kämpfen hat.

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