• 21.07.2010
      08:15 Uhr
      Menschliches Versagen (2/3) | SWR Fernsehen BW
       

      Nach der Reichspogromnacht im November 1938 erhob der Staat eine sogenannte Judenbuße - dafür, dass die Juden das deutsche Volk "aufgestachelt" hätten, hieß es zynisch.

      Mittwoch, 21.07.10
      08:15 - 08:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Nach der Reichspogromnacht im November 1938 erhob der Staat eine sogenannte Judenbuße - dafür, dass die Juden das deutsche Volk "aufgestachelt" hätten, hieß es zynisch.

       

      Eine Milliarde Reichsmark "Judenvermögensabgabe" als Entschädigung ging an die Finanzämter. Der Staat verwaltete zusätzlich 1,5 Milliarden Reichsmark jüdisches Aktienvermögen treuhänderisch - wie es hieß -, wandelte die Aktien eigenmächtig in verzinste Reichskriegsanleihen um. Die Juden durften jedoch weder auf die Zinsen noch auf die Anleihen zugreifen. 1938 wurden Personalausweise in Deutschland eingeführt. Nicht für jeden: Wehrpflichtige Männer bekamen einen und alle Juden. Die mussten auch einen Fingerabdruck abgeben, ihr Ausweis wurde mit einem großen "J" versehen. Die deportierten Juden mussten ihr Hab und Gut abgeben. Das löste in der deutschen Bevölkerung eine Goldgräberstimmung aus: Überall wurden Sachen versteigert. Mit dem Vermerk "Nichtarische Herkunft" hatte das bei vielen einen besonderen Reiz - diese Versteigerungen wurden gut besucht.

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      Mittwoch, 21.07.10
      08:15 - 08:45 Uhr (30 Min.)
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