• 13.02.2010
      08:00 Uhr
      Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Auf den Spuren von Karl dem Großen | SWR Fernsehen BW
       

      Kaiser Karl der Große galt im Mittelalter als das Ideal eines Herrschers. Entsprechend wurde er in Sagen und Legenden verklärt. Der fromme Mann sah sich selbst als Nachfahren der Könige des Alten Testaments und als Stellvertreter Gottes auf Erden.

      Samstag, 13.02.10
      08:00 - 08:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Kaiser Karl der Große galt im Mittelalter als das Ideal eines Herrschers. Entsprechend wurde er in Sagen und Legenden verklärt. Der fromme Mann sah sich selbst als Nachfahren der Könige des Alten Testaments und als Stellvertreter Gottes auf Erden.

       

      In Aachen, wo er 814 starb, liegen seine Gebeine. Über 1.100 Jahre ist es her, dass Karl der Große Aachen zum Mittelpunkt seines Reiches wählte. Auf den Ruinen einer römischen Therme ließ er hier seine Pfalzkapelle errichten. Dieser achtseitige Zentralbau mit seinem 16-seitigen Umgang bildet den Kern des heutigen Doms.
      Karl verdeutlichte mit der Kirche seinen Machtanspruch, Erbe des Römischen Reiches zu sein. Nach seinem Tod verlangte bald der Strom der Pilger nach mehr Raum. So wurde eine Kapelle nach der anderen dazu gefügt. Im Osten steht dem Oktogon ein Chor vor, welchen gotische Baumeister im 15. Jahrhundert als Raum für den Karlsschrein konstruierten.
      In der Schweiz, zwischen Ofen- und Umbrailpass, gründete Karl der Große das Kloster St. Johann im Schweizer Münstertal. Einst lag es mitten in Europa, am Schnittpunkt wichtiger Handels- und Heereswege, heute liegt es eher verschlafen im Südostzipfel Graubündens und hätten nicht zwei Kunsthistoriker um 1900 hinter Heiligenbildern und weiß-grauem Putz eine sensationelle Entdeckung gemacht, würden die Benediktinerinnen ein sehr friedvolles Leben führen.
      Aber jetzt wird hier gebuddelt, geforscht und restauriert und Menschen kommen von weit her, um einen einzigartigen Freskenzyklus aus karolingischer Zeit, der Gründungszeit des Klosters, zu bewundern. Denn die Kirche erzählt das Leben und Wirken Christi, die Wände entlang an verschiedenen Tafeln - wie ein Bilderbuch. Und das Kloster erzählt eine 1.000-jährige Geschichte von Krieg und Frieden und von mächtigen, nicht immer demütigen Stiftsdamen.

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      Samstag, 13.02.10
      08:00 - 08:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

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