• 03.03.2021
      21:15 Uhr
      betrifft: Familie heute - Wie Väter sich verändern (2) SWR Fernsehen BW
       

      Heiner hält nichts von den klassischen Rollenbildern, er möchte als Papa so viel Zeit wie möglich mit seinen Kindern verbringen. Deshalb arbeitet seine Frau Vollzeit und er ist in Elternzeit. Sich selbst bezeichnet er als modernen Papa: Er wickelt, kauft ein, putzt und kümmert sich rund um die Uhr um die Kinder. Heiner ist Hausmann, in Deutschland ist er damit ein Exot. 89 Prozent der Väter arbeiten Vollzeit. Da bleibt wenig Zeit, sich aktiv im Familienleben zu engagieren. Anne Schilling, Geschäftsführerin des Muttergenesungswerks, beobachtet, dass viele Väter darunter leiden.

      Mittwoch, 03.03.21
      21:15 - 22:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 21:00

      Heiner hält nichts von den klassischen Rollenbildern, er möchte als Papa so viel Zeit wie möglich mit seinen Kindern verbringen. Deshalb arbeitet seine Frau Vollzeit und er ist in Elternzeit. Sich selbst bezeichnet er als modernen Papa: Er wickelt, kauft ein, putzt und kümmert sich rund um die Uhr um die Kinder. Heiner ist Hausmann, in Deutschland ist er damit ein Exot. 89 Prozent der Väter arbeiten Vollzeit. Da bleibt wenig Zeit, sich aktiv im Familienleben zu engagieren. Anne Schilling, Geschäftsführerin des Muttergenesungswerks, beobachtet, dass viele Väter darunter leiden.

       

      Heiner hält nichts von den klassischen Rollenbildern, er möchte als Papa so viel Zeit wie möglich mit seinen Kindern verbringen. Deshalb arbeitet seine Frau Vollzeit und er ist in Elternzeit. Sich selbst bezeichnet er als modernen Papa: Er wickelt, kauft ein, putzt und kümmert sich rund um die Uhr um die Kinder. Heiner ist Hausmann, in Deutschland ist er damit ein Exot. 89 Prozent der Väter arbeiten Vollzeit. Da bleibt wenig Zeit, sich aktiv im Familienleben zu engagieren. Anne Schilling, Geschäftsführerin des Muttergenesungswerks, beobachtet, dass viele Väter darunter leiden: "Wenn sie Zeit mit der Familie verbringen wollen, treten wirklich richtige Vereinbarkeitsprobleme auf". Die Folge seien oft Schlaflosigkeit, Angstgefühle, Gereiztheit und Erschöpfung.

      Auch Boris' Anspruch an sich selbst ist sehr hoch: Der zweifache Vater will zu Hause und auf der Arbeit alles geben, "das Beste aus meinem Leben rausholen", auch wenn das heißt, dass er in manchen Nächten nur drei oder vier Stunden schläft. Das letzte Mal mit einem Freund unterwegs war Boris vor zwei Jahren, erzählt er. Er möchte gerne, dass seine Kinder später von ihm sagen, "dass er ein toller Papa war, der Beste". Dafür hat Boris seinen gutbezahlten Posten als Facharbeiter bei einem Pharmariesen gegen einen Job bei einem Mittelständler getauscht. Er ist jetzt nicht mehr jeden Tag drei Stunden auf der Autobahn, aber das heißt für die Familie auch: weniger Geld. Seine Frau geht deswegen wieder arbeiten. Er steht um vier Uhr morgens auf, um am Nachmittag wieder zu Hause zu sein - dann geht seine Frau arbeiten und er versorgt die beiden Kleinkinder. Das ist ein täglicher Spagat. Laut Väterreport des Bundesfamilienministeriums fänden es 60 Prozent der Väter in Deutschland ideal, sich den Alltag partnerschaftlich zu teilen, aber nur von 14 Prozent verwirklichen das.

      Die journalistischen Filme zeigen Entwicklungen auf, beziehen Standpunkt, liefern Analysen und erzählen Geschichten einzelner Menschen emotional nah am Zuschauer.

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