• 07.10.2017
      07:30 Uhr
      Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Reichenau (Deutschland) - Die Klosterinsel im Bodensee | SWR Fernsehen BW
       

      Die Reichenauer Benediktinerabtei ist ein Musterbeispiel mittelalterlicher Klosterarchitektur in Zentraleuropa. Sie entwickelte sich im 10. und 11. Jahrhundert zu einem geistigen und kulturellen Zentrum des Heiligen Römischen Reiches. Ihre Malschule prägte die europäische Kunstgeschichte. Das Marienmünster ist die größte der drei romanischen Kirchen. Als ehemalige Klosterkirche wurde sie im frühen 9. Jahrhundert erbaut.

      Samstag, 07.10.17
      07:30 - 07:45 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo

      Die Reichenauer Benediktinerabtei ist ein Musterbeispiel mittelalterlicher Klosterarchitektur in Zentraleuropa. Sie entwickelte sich im 10. und 11. Jahrhundert zu einem geistigen und kulturellen Zentrum des Heiligen Römischen Reiches. Ihre Malschule prägte die europäische Kunstgeschichte. Das Marienmünster ist die größte der drei romanischen Kirchen. Als ehemalige Klosterkirche wurde sie im frühen 9. Jahrhundert erbaut.

       

      Wer den Namen Reichenau hört, denkt an Gemüse, vielleicht auch an Segeln oder Baden. Doch die vom Klima so begünstigte Insel im Bodensee hat mehr zu bieten als Salatköpfe, Gurken und Bootsanleger. Und deshalb hat die UNESCO die Reichenau 2000 zum Weltnaturerbe ernannt.
      Die Reichenauer Benediktinerabtei ist ein Musterbeispiel mittelalterlicher Klosterarchitektur in Zentraleuropa. Sie entwickelte sich im 10. und 11. Jahrhundert zu einem geistigen und kulturellen Zentrum des Heiligen Römischen Reiches. Ihre Malschule prägte die europäische Kunstgeschichte. Das Marienmünster ist die größte der drei romanischen Kirchen. Als ehemalige Klosterkirche wurde sie im frühen 9. Jahrhundert erbaut.
      Zur gewaltigen dreischiffigen Basilika gehört eine reiche Schatzkammer mit Reliquien und Schreinen. Der Klostergarten geht auf Abt Walahfried Strabo zurück, Verfasser des ersten deutschen Buches über den Gartenbau. Zu den kunstgeschichtlichen Zeugnissen dieser Zeit gehören auch die einzigartigen Handschriften der Reichenau, die in Bilderzyklen das Neue Testament, das Leben Jesu und die Evangelien illustrieren.
      Der Geist dieser Vergangenheit ist heute noch zu spüren: An drei zusätzlichen Feiertagen, die nur hier auf der Insel begangen werden, tragen die Insulaner im Rahmen einer feierlichen Prozession die Reliquienschreine aus der Schatzkammer über die Insel. An den restlichen 362 Tagen bestimmen dann doch die Salatköpfe den Alltag der Insulaner. Rund 100 Familien leben ausschließlich vom Gemüseanbau. Mit Fischfang, Jahrhunderte lang vom Kloster überwacht, können sich nur noch 20 Berufsfischer über Wasser halten.

      Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.

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