• 09.04.2020
      19:55 Uhr
      Ansprache des Ministerpräsidenten Kretschmann zur Lage in Baden-Württemberg | SWR Fernsehen BW
       

      Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) hat in einer Ansprache zur Corona-Krise erneut an die Menschen im Land appelliert. Trotz Ostern müsse man Kontakte weiter vermeiden. "Wir sind noch nicht über den Berg", sagte der Ministerpräsident in einer Rede an die Bürger des Landes. Bisher habe man zwar die Überlastung der Krankenhäuser verhindern können, aber man habe noch eine lange Strecke vor sich. Deshalb gilt laut Kretschmann auch über Ostern: "Jeder Kontakt, den wir vermeiden, hilft bei der Eindämmung der Epidemie."

      Donnerstag, 09.04.20
      19:55 - 20:00 Uhr (5 Min.)
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      Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) hat in einer Ansprache zur Corona-Krise erneut an die Menschen im Land appelliert. Trotz Ostern müsse man Kontakte weiter vermeiden. "Wir sind noch nicht über den Berg", sagte der Ministerpräsident in einer Rede an die Bürger des Landes. Bisher habe man zwar die Überlastung der Krankenhäuser verhindern können, aber man habe noch eine lange Strecke vor sich. Deshalb gilt laut Kretschmann auch über Ostern: "Jeder Kontakt, den wir vermeiden, hilft bei der Eindämmung der Epidemie."

       

      Das Gesundheitssystem werde jetzt auf eine harte Probe gestellt, sagte der Ministerpräsident. "Immer mehr Menschen werden erkranken. Und immer mehr Menschen werden eine Beatmung benötigen - auch junge." Die Landesregierung reagiere darauf: Reha-Einrichtungen, Hotels oder Hallen würden zu Krankenhäusern umgerüstet, die Zahl der Intensivbetten werde verdoppelt und die Test-Kapazitäten erhöht. Zudem arbeite man unter Hochdruck an der Beschaffung von Schutzmasken, Schutzanzügen und Beatmungsgeräten.

      "Anfang der Woche habe ich unsere Industrie aufgerufen, bei der Herstellung medizinischer Produkte zu helfen. Die Resonanz ist überwältigend", so der Regierungschef. Mehr als hundert Unternehmen hätten sich umgehend gemeldet. Auch hätten sich viele bereit erklärt, in den Kliniken Verantwortung zu übernehmen: Mehr als 1.500 pensionierte Ärzte und über 4.000 Medizinstudenten wollten dort mithelfen. "Unser Zusammenhalt ist in dieser Krise unser größter Trumpf", lobte Kretschmann.

      Der Ministerpräsident sprach auch an, welche Auswirkungen die Krise für die Unternehmen im Land hat. "Gerade die Kleinen und die Selbstständigen trifft es mit voller Wucht", sagte Kretschmann. Er verwies auf den Rettungsschirm, den Bundes- und Landesregierung aufgespannt haben: "Es sind schon weit über 70.000 Anträge auf Unterstützung bei uns eingegangen. Und schon heute haben wir die ersten Soforthilfen ausgezahlt."

      Daneben erstatte die Landesregierung gemeinsam mit den Kommunen den betroffenen Familien die Kita-Gebühren für März und April zurück.

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