• 27.04.2020
      10:30 Uhr
      Wildes Österreich: Alpengipfel und Steppensee SWR Fernsehen BW
       

      Wo die Berge den Himmel berühren: Die Alpen Österreichs sind eine faszinierende Welt mit rund 950 Dreitausendern. Darunter sind berühmte Gipfel wie der Dachstein, der Sonnblick und der höchste von allen, der Großglockner. Die alpine Gebirgslandschaft ist die letzte große Wildnis in Mitteleuropa.

      Montag, 27.04.20
      10:30 - 11:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Wo die Berge den Himmel berühren: Die Alpen Österreichs sind eine faszinierende Welt mit rund 950 Dreitausendern. Darunter sind berühmte Gipfel wie der Dachstein, der Sonnblick und der höchste von allen, der Großglockner. Die alpine Gebirgslandschaft ist die letzte große Wildnis in Mitteleuropa.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Rita und Michael Schlammberger

      Nur wenige Länder haben so viele verschiedene Landschaften auf engstem Raum wie Österreich: Schroffes Hochgebirge und Schnee bedeckte Gletscher sind Lebensraum für Steinadler und Gämsen, Edelweiß und Steinböcke. Die ausgedehnten Schilfflächen des Neusiedler Sees bieten ideale Brutplätze für Rohrdommeln, Haubentaucher, Rohrsänger - und - einen ganz besonders trickreichen Brutparasiten - den Kuckuck.
      Wo die Berge den Himmel berühren: Die Alpen Österreichs sind eine faszinierende Welt mit rund 950 Dreitausendern. Darunter sind berühmte Gipfel wie der Dachstein, der Sonnblick und der höchste von allen, der Großglockner. Der 3.789 Meter hohe Koloss ist die markanteste Spitze im Nationalpark Hohe Tauern. Die alpine Gebirgslandschaft ist die letzte große Wildnis in Mitteleuropa. Tiere und Pflanzen müssen extremer Kälte und Schneestürmen trotzen, jeder Schritt in den steilen Wänden kann über Leben und Tod entscheiden. Für die Gämsen geht es nicht nur ums Überleben. Im Winter wird entschieden, wer sich paaren darf. Unter den aufmerksamen Augen der Weibchen hetzen sich die Böcke bis zur totalen Erschöpfung, solange, bis einer der Kontrahenten aufgibt.
      Während am höchsten Punkt Österreichs noch lange die Stille des Winters herrscht, hat am tiefsten Punkt des Landes, dem Neusiedler See, längst der Frühling begonnen. Millionen Zugvögel kehren aus ihren Winterquartieren in Afrika zurück. Die endlos scheinenden Schilfflächen des Steppensees sind ein Brutparadies für Rohrdommeln, Haubentaucher und Rohrsänger. Zurück gekehrt ist auch ein spezieller Vogel, dessen Ruf jedes Kind kennt, den aber kaum jemand zu Gesicht bekommt: Der Kuckuck ist ein Schmarotzer, er baut kein Nest, brütet keine Eier aus und zieht keine Jungen groß. Er lässt andere für sich arbeiten. Mit raffinierten Tricks hat er sein Brutgeschäft ausgelagert. Um dem Kuckuck bei seinem heimlichen Geschäft vor die Kamera zu bekommen, haben die Filmemacher Rita und Michael Schlamberger zwei Brutperioden gebraucht. Sie haben das undurchdringliche Schilfdickicht in ein perfekt getarntes Filmset verwandelt und Kameraplattformen gut versteckt im hüfttiefen Wasser errichtet. Mit Erfolg - am Ende haben sie den Meister der Tarnung und Täuschung austricksen können.
      Als dritten, typisch österreichischen Lebensraum, zeigt die erste Episode von "Wildes Österreich", die alten Wälder: undurchdringliches, steiles Dickicht, riesige Bäume zwischen meterdicken, flechtenbewachsenen Felsblöcken. Dazwischen, gefallende Baumleichen, Millionen Tonnen von Totholz. Alte Buchen mit bemoosten, knorrigen Ästen dominieren das Bild.
      Vor dem Hintergrund einmaliger Landschaften ist der Zweiteiler "Wildes Österreich" eine bildgewaltige, epische Reise durch eines der schönsten Länder Europas - von den Alpengipfeln bis zum Steppensee.
      06.11.2019 NDR

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