• 12.11.2015
      05:45 Uhr
      Tasmanien Vom Teufel und der Hölle auf Erden | SWR Fernsehen BW
       

      Die weißen Flecken sind von der Weltkarte verschwunden, mit ein paar Klischees können wir jeden Teil der Erde benennen. Tasmanien, zum Beispiel. Der australische Inselstaat ist "ein Synonym für Entlegenheit", die "Sträflingsinsel" oder das "Paradies am Ende der Welt". Kein Zweifel, eine Reise von Europa an die Südostspitze Australiens ist eine Geduldprobe; auch heute ist sie noch nicht in einem Tag zu bewältigen. Die ersten weißen Siedler, die vor ziemlich genau zweihundert Jahren nach Australien aufbrachen, waren Monate unterwegs. Und ihr Vorhaben war etwa so gefährlich wie heute die Kolonisation des Monds.

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 12.11.15
      05:45 - 06:00 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Neu im Programm
      Stereo

      Die weißen Flecken sind von der Weltkarte verschwunden, mit ein paar Klischees können wir jeden Teil der Erde benennen. Tasmanien, zum Beispiel. Der australische Inselstaat ist "ein Synonym für Entlegenheit", die "Sträflingsinsel" oder das "Paradies am Ende der Welt". Kein Zweifel, eine Reise von Europa an die Südostspitze Australiens ist eine Geduldprobe; auch heute ist sie noch nicht in einem Tag zu bewältigen. Die ersten weißen Siedler, die vor ziemlich genau zweihundert Jahren nach Australien aufbrachen, waren Monate unterwegs. Und ihr Vorhaben war etwa so gefährlich wie heute die Kolonisation des Monds.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Peter M. Kruchten

      Die weißen Flecken sind von der Weltkarte verschwunden, mit ein paar Klischees können wir jeden Teil der Erde benennen. Tasmanien, zum Beispiel. Der australische Inselstaat ist "ein Synonym für Entlegenheit", die "Sträflingsinsel" oder das "Paradies am Ende der Welt".

      Kein Zweifel, eine Reise von Europa an die Südostspitze Australiens ist eine Geduldprobe; auch heute ist sie noch nicht in einem Tag zu bewältigen. Die ersten weißen Siedler, die vor ziemlich genau zweihundert Jahren nach Australien aufbrachen, waren Monate unterwegs. Und ihr Vorhaben war etwa so gefährlich wie heute die Kolonisation des Monds. Aber Landgeschenke lockten, die Fruchtbarkeit des Bodens wurde gerühmt. Ein englischer Landpfarrer und Amateurgeologe verkündete endlich, "dass der verlorene Garten Eden auf Tasmanien gelegen" habe.

      Tasmanien - ein Beispiel für die ewige Suche des Menschen nach dem Paradies? Ja, hier haben tausende ihr persönliches Paradies gesucht, tausende haben es sich geschaffen, oft ohne Rücksicht auf die Natur. Der Mensch mache sich die Natur Untertan - diese Losung hat in Tasmanien einen fortgesetzten Feldzug gegen die Umwelt initiiert, gegen Ureinwohner, Beuteltiere, Wälder.

      Erst in den 1970er Jahren, nachdem es längst keine echten Aborigines mehr gab, die Hälfte aller Säugetierraten in Australien ausgerottet und die meisten alten Eukalyptuswälder abgeholzt waren, hat ein Umdenken eingesetzt. 1972 wurde in Hobart sogar die erste Grüne Partei der Welt gegründet. Jetzt versuchen die Tasmanier, das vom Paradies zu retten, was noch übrig ist: die letzten Quadratkilometer saubere, unberührte Natur. Noch ist es nicht zu spät.

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