• 11.01.2014
      06:00 Uhr
      Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Machu Picchu - Rätselhafte Stadt der Inka | SWR Fernsehen BW
       

      Auch 100 Jahre nach seiner Wiederentdeckung durch Hiram Bingham gehört die peruanische Stadt Machu Picchu immer noch zu den Orten, deren Anblick jede menschliche Vorstellung übertrifft. Sie stehen in einer Kategorie von Weltwundern wie die Ruinen von Angkor Vat, die Alhambra in Granada oder die Pyramiden vom Nil. Heute wissen wir, die Ruinen waren gar nicht so unbekannt, wie von Bingham immer behauptet wurde. Den Inka in den Dörfern am Fuß von Machu Picchu war die Stadt immer bekannt.

      Samstag, 11.01.14
      06:00 - 06:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      Auch 100 Jahre nach seiner Wiederentdeckung durch Hiram Bingham gehört die peruanische Stadt Machu Picchu immer noch zu den Orten, deren Anblick jede menschliche Vorstellung übertrifft. Sie stehen in einer Kategorie von Weltwundern wie die Ruinen von Angkor Vat, die Alhambra in Granada oder die Pyramiden vom Nil. Heute wissen wir, die Ruinen waren gar nicht so unbekannt, wie von Bingham immer behauptet wurde. Den Inka in den Dörfern am Fuß von Machu Picchu war die Stadt immer bekannt.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Goggo Gensch
      Regie Goggo Gensch

      Die Stadt wurde Mitte des 15. Jahrhunderts, zur Blütezeit der Inkakultur, gebaut. Auf einem Areal von 500 mal 200 Metern auf 2.400 Meter Höhe, war Machu Picchu bis ins letzte Detail geplant. Eine perfekte Stadt an einem perfekten Ort, auf einem schmalen Sattel zwischen Schwindel erregenden Abgründen, von einem steilen Bergkegel, wie von einem Wachturm überragt. Machu Picchu ist das Beispiel einer erdbebensicheren Stadt. Weil die Inka ihre Häuser ohne Mörtel bauten, konnten die Steine spannungsfrei schwingen und so die Erdbewegungen abfedern. Seine abgelegene Lage bewahrte Machu Picchu davor, von den spanischen Eroberern entdeckt zu werden. Auf der Jagd nach Gold und Silber eroberten die Konquistadoren und Führung von Francisco Pizarro 1533 Peru. "Wir dachten dies sei die ganze Welt, wir wussten es nicht anders, bis die Spanier kamen." Die Spanier zerstörten sämtliche Gebäude der Inka. Kein einziges Bauwerk der Inka, kein Haus, kein Palast, kein Tempel ist heute erhalten - bis auf Machu Picchu. Die Ruinen geben den Archäologen immer noch viele Rätsel auf. Welchen Zweck erfüllte der Saal der Mörser? War der Stein, den die Inka, "Intihuatana" - der "Ort an dem man die Sonne fesselt", nannten, wirklich eine Sonnenuhr?

      Machu Picchu ist eine der größten Touristenattraktionen in Südamerika. Täglich besuchen mehr als 2.000 Personen die Sehenswürdigkeit, in der Hochsaison sind es schon einmal 4.000. Um das Weltkulturerbe nicht zu gefährden fordert die UNESCO eine Reduktion auf höchstens 500 Besucher. 90 Prozent ihrer Einnahmen erwirtschaftet die peruanische Tourismusindustrie mit den rätselhaften Ruinen von Machu Picchu, Vieles, auch das Ende, ist immer noch nicht endgültig geklärt. Mit dem Zusammenbruch des Inkareichs war vermutlich auch der Untergang dieser Stadt unabwendbar. Danach dauerte es nicht mehr lange, bis sich der Urwald über die Häuser, Tempel und Mauern ausbreitete.

      Die wertvollsten Natur- und Kulturdenkmäler der Welt schützt die UNESCO seit 1972 als "Erbe der Menschheit". Die Fernsehreihe "Schätze der Welt" erzählt von diesen Orten in eindrucksvollen Bildern.

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