• 08.06.2013
      06:00 Uhr
      Schätze der Welt - Erbe der Menschheit Aus dem Land der Morgenröte - Koguryo und Chongmyo, Korea | SWR Fernsehen BW
       

      Weil die Menschen im antiken Korea an ein Leben nach dem Tod glaubten, bauten sie allen hochrangigen Persönlichkeiten Hügelgräber und statteten diese mit Wandmalereien aus. Die Fresken erzählen Geschichten über ein Reich, das von 37 vor bis 668 nach der Zeitenwende eines der mächtigsten Ostasiens war. Es gilt als die Wiege der koreanischen Kultur: Koguryo. Die Grabfresken vergegenwärtigen die damaligen religiösen Vorstellungen und geben Einblicke in Alltag, Esskultur, Kleidung und Architektur des antiken Korea.

      Samstag, 08.06.13
      06:00 - 06:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      HD-TV Stereo

      Weil die Menschen im antiken Korea an ein Leben nach dem Tod glaubten, bauten sie allen hochrangigen Persönlichkeiten Hügelgräber und statteten diese mit Wandmalereien aus. Die Fresken erzählen Geschichten über ein Reich, das von 37 vor bis 668 nach der Zeitenwende eines der mächtigsten Ostasiens war. Es gilt als die Wiege der koreanischen Kultur: Koguryo. Die Grabfresken vergegenwärtigen die damaligen religiösen Vorstellungen und geben Einblicke in Alltag, Esskultur, Kleidung und Architektur des antiken Korea.

       

      Die Motive belegen Handel und Kulturaustausch mit anderen ostasiatischen Reichen, zeigen aber vor allem, wie kriegerisch das Reich war. In den Grabkammern fanden sich Szenen, die darauf schließen lassen, dass auch die alte Kampfkunst Taekwon-Do in der Koguryoepoche wurzelt.

      Zu seiner Blütezeit erstreckte sich Koguryo von der Mandschurei über das heutige Nordkorea und den Norden Südkoreas. Gegründet hat es König Tongmyong, der bis heute als legendärer Urvater verehrt wird. Sein Grab liegt in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang, die schon zu Koguryozeiten das politische, soziale und kulturelle Zentrum war. Nordkorea sieht sich heute in der Tradition des alten Reiches und die kommunistischen Staatsführer inszenieren sich als legitime Nachfolger Koguryos.

      Drei große Königspaläste gibt es hier im Norden von Südkorea und Chongmyo, den Ahnenschrein. Er dient als Heiligtum dem Gedenken der verstorbenen Mitglieder der Königsfamilie. Die Lebensdaten und Heldentaten der Könige und ihrer Frauen wurden auf Holzplatten notiert, die zwischen der Außenmauer und dem Schrein vergraben sind. Im Schrein selber finden sich Kopien davon. Die Anlage brannte 1592 nieder und wurde seither immer wieder umgestaltet. Es sind keine wertvollen Kunstschätze oder eine spektakuläre Architektur, welche an diesem Ort faszinieren. Seine Einzigartigkeit liegt vielmehr im Detail. Man muss die Fantasie spielen lassen, wenn man sich hier befindet. Nur an einem Tag im Jahr kann man den Kult erleben, angeführt vom letzten Mitglied der Königsfamilie. Der Film gibt den Zuschauern die Gelegenheit, dem Ereignis beizuwohnen.

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