• 04.06.2013
      01:15 Uhr
      Über den Inseln Afrikas - Madagaskar Länder - Menschen - Abenteuer | SWR Fernsehen BW
       

      "Madagaskar erst sehen, dann sterben" - Naturwissenschaftler sprachen früher sogar vom "gelobten Land", wenn sie die Insel vor Afrikas Ostküste besuchten. Verständlicherweise, denn die meisten Lebewesen hier sind einmalig. Und Vieles scheint auf der Insel anders als sonst in der Welt. Gespenstische Affen schleichen nachts umher, bohren einen riesenlangen Finger in morsche Hölzer. Chamäleons, noch nicht einmal fingernagelgroß und damit die Winzlinge in der Familie, werfen ihre Riesenzungen aus, genau wie die größten Chamäleons der Welt, die ebenfalls auf Madagaskar leben. Heftig wechseln sie die Farben, wenn sie um ein Weibchen werben.

      Nacht von Montag auf Dienstag, 04.06.13
      01:15 - 02:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 01:45
      Geänderte Sendezeit!
      Stereo

      "Madagaskar erst sehen, dann sterben" - Naturwissenschaftler sprachen früher sogar vom "gelobten Land", wenn sie die Insel vor Afrikas Ostküste besuchten. Verständlicherweise, denn die meisten Lebewesen hier sind einmalig. Und Vieles scheint auf der Insel anders als sonst in der Welt. Gespenstische Affen schleichen nachts umher, bohren einen riesenlangen Finger in morsche Hölzer. Chamäleons, noch nicht einmal fingernagelgroß und damit die Winzlinge in der Familie, werfen ihre Riesenzungen aus, genau wie die größten Chamäleons der Welt, die ebenfalls auf Madagaskar leben. Heftig wechseln sie die Farben, wenn sie um ein Weibchen werben.

       

      Es gibt Lemuren, die tanzen, wo andere Tiere zu laufen beginnen. Andere Affen schweben sozusagen ihr gesamtes Leben über Wasser. Sie turnen wie Hochseilartisten an Papyrusstengeln entlang. Bäume wachsen hier mit ihren Wurzeln Richtung Himmel, und manche Felsen bestehen aus vielen spitzen Nadeln. Madagaskar zeigt sich bizarr, sonderbar und einmalig.

      In der Fotografie schaffen es nur wenige Frauen bis ganz an die Spitze. Eine von ihnen ist Ami Vitale. Für ihre Fotos ist sie oft auch in Krisengebieten unterwegs, denn für sie zählt nicht allein die Schönheit eines Motivs, sondern vor allem die Geschichte dahinter. Auf Madagaskar will sie ergründen, was es heißt Madagasse zu sein. Ami beginnt ihre Suche auf der ehemaligen Pirateninsel Nosy Bé im Nordwesten des Landes. Gemeinsam mit dem französischen Skipper Nicholas und segelt sie die zerklüftete Küste entlang bis ins Reich eines Königs der Sakalava-Kultur. Das tägliche Leben der Madagassen wird durch Verbote und Tabus geregelt, die für Fremde oft unsichtbar sind. Je nach Volksgruppe kann es verboten sein, ein Chamäleon zu berühren, über Krokodile zu sprechen oder donnerstags zu arbeiten.

      Bewaffnet nur mit ihrer Kamera und einigen frisch gelernten Vokabeln der lokalen Sprache wagt sie sich in Dörfer, in die sich selten Fremde verirren. Die Frauen zeigen Ami wie man Wassereimer auf dem Kopf balanciert, Getreide aussiebt und sich unter der gleißenden Sonne Afrikas eine schöne Haut bewahrt. Beim großen Ahnenfest der Sakalava begegnet Ami den Geistern verstorbener Dorfbewohner. Sie muss lernen, dass das Chamäleon Unheil bringt und der nächtliche Schrei der Lemuren durch Mark und Bein geht. Schließlich gelingt es ihr sogar, eine Privataudienz bei König Momad zu bekommen, einem der letzten Könige Madagaskars.

      In Diego begegnet Ami John, einem Edelsteinhändler. Er führt sie zu den Saphirminen, wo Glücksritter jeden Tag ihr Leben riskieren in der Hoffnung auf den ganz großen Fund. Mit seiner kleinen Propellermaschine bringt der Pilot Yves sie ins Hochland Madagaskars, im Herzen der Insel. Auf dem Flug gelingen ihr atemberaubende Luftaufnahmen. In der Hauptstadt Madagaskars, Antananarivo, setzt sich für Ami das Bild langsam zusammen. Sie trifft den Musiker Rajéry, der ihr noch ein letztes Geheimnis verrät - über den Klang Madagaskars, der mitten ins Herz trifft.

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      01:15 - 02:00 Uhr (45 Min.)
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