• 15.08.2012
      00:00 Uhr
      Windtalkers Spielfilm USA 2002 | WDR Fernsehen
       

      Basierend auf der Sprache der Navajo-Indianer, entwickelte der amerikanische Nachrichtendienst im Zweiten Weltkrieg einen Geheimcode, der praktisch nicht zu knacken war. "Code-Sprecher" - das waren die Navajos selbst, die im Pazifikkrieg als Militärfunker in der vordersten Linie standen und für ein Land kämpften, das sie bis dahin nur unterdrückt und ausgebeutet hatte. Hinter jedem dieser Navajos, so erzählt es John Woos Film, steht ein weißer Aufpasser - einer, der den "Code-Sprecher", im Zweifelsfall aber vor allem den Code selbst, zu schützen hat, von dem das Leben Tausender US-Soldaten abhängt.

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 15.08.12
      00:00 - 02:30 Uhr (150 Min.)
      150 Min.

      Basierend auf der Sprache der Navajo-Indianer, entwickelte der amerikanische Nachrichtendienst im Zweiten Weltkrieg einen Geheimcode, der praktisch nicht zu knacken war. "Code-Sprecher" - das waren die Navajos selbst, die im Pazifikkrieg als Militärfunker in der vordersten Linie standen und für ein Land kämpften, das sie bis dahin nur unterdrückt und ausgebeutet hatte. Hinter jedem dieser Navajos, so erzählt es John Woos Film, steht ein weißer Aufpasser - einer, der den "Code-Sprecher", im Zweifelsfall aber vor allem den Code selbst, zu schützen hat, von dem das Leben Tausender US-Soldaten abhängt.

       

      Einer dieser "Leibwächter" ist Marine-Sergeant Joe Enders, der trotz schwerer Verwundung unbedingt wieder in den Krieg ziehen will. So stößt Enders im Juni 1944 zu einer Abteilung, die auf der japanischen Insel Saipan die amerikanische Offensive anführt. Enders soll dabei ein Auge auf den indianischen Funker Ben Yahzee haben. Trotz verlustreicher Gefechte verläuft die Operation zunächst erfolgreich: Die verschlüsselten Funksprüche Yahzees lenken das Feuer der US-Kriegsschiffe auf die japanischen Stellungen. Während der erbitterten Kämpfe muss Enders dem Navajo das Leben retten, worauf sich in Enders erstmals persönliches Interesse für den Mann regt, den er möglicherweise töten muss.

      Als der Konvoi aus Versehen von den eigenen Leuten bombardiert und zugleich in einen japanischen Hinterhalt gerät, scheint die Lage aussichtslos, zumal das Funkgerät zerstört wird. Enders erinnert sich an seinen Spezialauftrag - ein Befehl, der den ausgebrannten Hardliner inmitten des militärischen Infernos an einen moralischen Abgrund führt.

      Die fünfte amerikanische Kinoproduktion des Kultregisseurs aus Hongkong ("Im Körper des Feindes", "Mission Impossible: 2") gehört zu einer Serie von Kriegsfilmen, die nach dem Erfolg von Steven Spielbergs "Der Soldat James Ryan" gedreht, dann aber wegen der Ereignisse des 11. September 2001 vorübergehend auf Eis gelegt wurden.

      Mit der beinahe physisch wirkenden Gewalt seiner gekonnt inszenierten Kampfsequenzen wirkt "Windtalkers" in der Tat drastisch und schockierend. Dabei verliert der Film aber nie seine ungewöhnliche, durchaus konkrete politische Fragen berührende Geschichte aus dem Blick - etwa die nach dem Rassismus im amerikanischen Militär.

      Und die männlichen Hauptfiguren - allen voran der von Nicolas Cage mit manischer Intensität gespielte Enders und Adam Beachs sanfter, freundlicher Ben Yahzee - entwickeln eine Fürsorglichkeit, ja Zärtlichkeit im Umgang miteinander, die in diesem Genre selten ist. Dass man Woo bei seinem ersten Versuch, aus dem Segment des selbstironischen Actionfilms auszubrechen, folgen kann, verdankt sich schließlich auch einer intelligenten Besetzung der Nebenrollen mit charakterstarken Darstellern wie Christian Slater, Roger Willie, Peter Stormare und Jason Isaacs.

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      00:00 - 02:30 Uhr (150 Min.)
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