• 16.06.2018
      14:45 Uhr
      Camping in der Stadt: Geht das? - Unterwegs im Westen Eine Reportage von Ulf Eberle und Katharina Gugel | WDR Fernsehen
       

      Seit ein paar Jahren boomt der Wohnmobilmarkt und mit dem Boom entstehen auch neue "Campertypen". Manche suchen nicht mehr das idyllische Plätzchen in der Natur, sondern wollen im städtischen Trubel bleiben. Manche campen nur für ein Wochenende in der Stadt, andere bleiben länger und stellen ihr Wohnmobil unter eine Autobahnbrücke, auf einen Hinterhofparkplatz oder neben einen Baumarkt.

      Samstag, 16.06.18
      14:45 - 15:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Seit ein paar Jahren boomt der Wohnmobilmarkt und mit dem Boom entstehen auch neue "Campertypen". Manche suchen nicht mehr das idyllische Plätzchen in der Natur, sondern wollen im städtischen Trubel bleiben. Manche campen nur für ein Wochenende in der Stadt, andere bleiben länger und stellen ihr Wohnmobil unter eine Autobahnbrücke, auf einen Hinterhofparkplatz oder neben einen Baumarkt.

       

      Projektmanagerin Anja will "Stadtcamperin" werden. Die 44-Jährige aus Köln hat sich vor kurzem einen kleinen Campingbus gekauft und plant nun den Ausstieg. Für mindestens ein halbes Jahr möchte sie komplett im Wohnmobil leben, ihre Wohnung hat sie für die Zeit vermietet. Sie wird aber nicht in Urlaub gen Süden fahren, sondern weiter hier arbeiten und an wechselnden Orten in und rund um Köln übernachten. "Für mich ist das ein großes Abenteuer, ich bin sehr gespannt, ob ich das einfache Leben mit wenig Platz über so lange Zeit hinbekomme", sagt Anja.

      Auch Anika und Thomas aus Recklinghausen campen in der Stadt. "Weniger Routine, dafür mehr Abenteuer" - so lautet ihr Wunsch für die Zukunft. Sie haben vor einem halben Jahr einen LKW ersteigert und ihn über den Winter zu einem Wohnmobil namens "Schleppo" umgebaut. Bevor sie gemeinsam mit Sohn Leandro im "Schleppo" länger verreisen, erprobt die Familie an jedem freien Wochenende das mobile Leben mit Ausflügen im Ruhrgebiet. "Wir entscheiden das gerne spontan, wo wir bleiben. Das ist ja viel spannender als sich eine Parzelle auf einem Campingplatz zu buchen", sagt Anika.

      Und so landen sie öfter mal in einem Industriegebiet oder auf dem Parkplatz eines Schwimmbads. Passend zum neuen, freieren Leben hat Anika im letzten Jahr ihren Job als Oberärztin gekündigt und zur Infektionsschutz-Beraterin umgeschult. Statt 70 Stunden arbeitet sie jetzt nur noch 30 Stunden in der Woche. Die freie Zeit kommt ihrem 4-jährigen Sohn zugute, der sich auf die Ausflüge mit "Schleppo" schon Tage vorher freut.

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      Samstag, 16.06.18
      14:45 - 15:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

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