• 20.11.2011
      13:00 Uhr
      west.art Talk Live aus dem WDR Foyer | WDR Fernsehen
       

      Allerheiligen, Volkstrauertag, Totensonntag - der November ist der Monat des Gedenkens an die Verstorbenen. Doch jenseits öffentlicher Reden und Rituale neigen wir dazu, das Sterben aus unserem Alltag auszublenden.

      Sonntag, 20.11.11
      13:00 - 14:25 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo

      Allerheiligen, Volkstrauertag, Totensonntag - der November ist der Monat des Gedenkens an die Verstorbenen. Doch jenseits öffentlicher Reden und Rituale neigen wir dazu, das Sterben aus unserem Alltag auszublenden.

       

      In einer Gesellschaft, die von ewiger Jugend träumt, ist dafür allenfalls in spektakulären Medienberichten Platz.

      Konträr zu solchen Verdrängungsmechanismen lassen sich in jüngster Zeit allerdings auch gegenläufige Entwicklungen beobachten. Die Hospizbewegung und Bestattungsunternehmen suchen nach neuen Wegen des Abschieds. An die Stelle staatlich reglementierter Beerdigungen tritt eine zunehmend individuellere Trauergestaltung. Popsongs in der Kirche, Bilder der Verstorbenen am Sarg oder private Urnenbegräbnisstätten wären noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen. Brauchen wir in unserer rastlosen Gesellschaft neue Formen des Trauerns und eine bewusstere Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Tod? Wie könnte eine moderne Kultur des Umgangs mit der Endlichkeit des Lebens aussehen? Darüber spricht Bettina Böttinger am 20. November im WDR-Foyer mit ihren Gästen:

      • Norbert Fischer

      "Der Tod in der modernen Gesellschaft ist nicht verdrängt, sondern den Menschen aus der Hand genommen, ja enteignet worden", meint der Sozial- und Kulturhistoriker.

      • Tanja Fuchs

      In dem Buch "Tod, wir kennen Deinen Stachel" hat die ehrenamtliche Prädikantin gemeinsam mit ihrer Familie Gedanken und Erfahrungen zum Tod ihres ältesten Sohnes versammelt, der mit zwölf Jahren an einem Hirntumor starb.

      • Clemens Meyer

      "Gewalten. Ein Tagebuch" heißt das im vergangenen Jahr erschienene Buch des Schriftstellers, durch das sich die Begegnung mit Tod und Trauer wie ein roter Faden zieht.

      • Ursela Monn

      Die Schauspielerin engagiert sich in der Hospizbewegung und wurde dafür mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

      • Fritz Roth

      Deutschlands bekanntester Bestatter plädiert in seinem Buch "Das letzte Hemd ist bunt" für eine neue Sterbe- und Trauerkultur.

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      Sonntag, 20.11.11
      13:00 - 14:25 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo

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