• 12.03.2010
      23:15 Uhr
      In this world - Aufbruch ins Ungewisse Spielfilm Großbritannien 2002 (In This World) | WDR Fernsehen
       

      Mit "In this World - Aufbruch ins Ungewisse" hat der renommierte britische Filmemacher Michael Winterbottom ein zutiefst berührendes Flüchtlingsdrama inszeniert. Auf der Berlinale 2003 erhielt "In this World" den "Goldenen Bären" als "Bester Film".

      Freitag, 12.03.10
      23:15 - 00:40 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo

      Mit "In this World - Aufbruch ins Ungewisse" hat der renommierte britische Filmemacher Michael Winterbottom ein zutiefst berührendes Flüchtlingsdrama inszeniert. Auf der Berlinale 2003 erhielt "In this World" den "Goldenen Bären" als "Bester Film".

       

      Stab und Besetzung

      Jamal Jamal Udin Torabi
      Enayat Enayatullah
      Reiseführer in Pakistan Imran Paracha
      Enayats Bruder Hiddayatullah
      Enayats Vater Jamau
      Enayats Onkel Wakeel Khan
      Enayats Onkel Lal Zarin
      Regie Michael Winterbottom
      Drehbuch Tony Grisoni
      Kamera Marcel Zyskind
      Musik Dario Marianelli
      Produktion Degeto-Übernahme
      Redaktion Andrea Hanke

      Afghanistan, Februar 2002. Zahllose Menschen fliehen aus dem kriegsgeschüttelten Land in die pakistanische Grenzstadt Peshawar. Unter ihnen sind die Cousins Jamal und Enayat. Während der Teenager Jamal in einem Flüchtlingslager lebt, arbeitet Enayat am Elektroartikel-Stand seiner Familie. Um seinem Sohn eine bessere Zukunft zu ermöglichen, will Enayats Vater ihn zu Verwandten nach England schicken. Da der jüngere Jamal englisch spricht, darf er Enayat begleiten. Bei illegalen Schleusern kaufen sie ein Ticket nach London. Die Reise "ins Glück" gerät jedoch schon bald zu einer aufreibenden Tortur. Bereits im Iran werden sie bei einer Kontrolle erwischt und nach Hause zurückgeschickt. In Peshawar angekommen, beginnt die Prozedur von vorne: Abermals werden die Schleuser bezahlt, abermals beginnt eine Reise ins Ungewisse. In Bussen und Lastwagen, versteckt zwischen Kartons und Schafen, erreichen sie schließlich Teheran. Von einem Dorf nahe der Grenze geht es zu Fuß weiter - durch das unwegige, von hohem Schnee bedeckte Grenzgebirge in die Türkei. Nächste Station: Istanbul. In der brodelnden Metropole arbeiten die beiden Männer bis zum Weitertransport in einer Metallwerkstatt. Mit einer Gruppe anderer Flüchtlinge werden sie schließlich in einen Container gesperrt, der sie auf einem Frachtschiff nach Italien bringen soll. Als während der über 40-stündigen Reise der Sauerstoff in dem Container knapp wird, bricht Panik aus. Bei der Öffnung des Containers bietet sich ein Bild des Schreckens: Allein Jamal und ein Baby haben die Überfahrt überlebt. Von Triest aus schlägt Jamal sich bis nach Frankreich durch, wo er in einem Auffanglager landet - aus dem er jedoch fliehen kann. Versteckt unter einem Lastwagen gelangt er mit dem "Euro Star" schließlich bis nach London. Vier Monate hat seine Odyssee gedauert.

      In semidokumentarischer Ästhetik schildert der Film anhand zweier Einzelschicksale das Leid von Flüchtlingen, die durch Krieg, Hunger und Verfolgung dazu getrieben werden, für eine bessere Zukunft ihr Leben zu riskieren. Dabei greift Winterbottom in seiner Erzählung auch auf reale Fälle zurück, etwa das erschütternde Schicksal der 58 chinesischen Einwanderer, die im Sommer 2000 im Container eines Frachtschiffs erstickten. Dennoch legte Winterbottom Wert darauf, dass weite Teile des Films, in dem fast nur Laiendarsteller mitwirken, am Set improvisiert wurden. Das Engagement hat sich gelohnt:

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      Freitag, 12.03.10
      23:15 - 00:40 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo

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