• 07.02.2010
      11:00 Uhr
      west.art am sonntag Thema: Sündenbock Islam? - Eine Religion in der Kritik | WDR Fernsehen
       

      Randi Crott diskutiert mit:

      • Hamed Abdel-Samad, Autor
      • Barino Barsoum, ehem. Islamist
      • Lamya Kaddor, Autorin
      • Hilal Sezgin, Publizistin
      • Kay Sokolowsky, Medienkritiker

      Sonntag, 07.02.10
      11:00 - 12:25 Uhr (85 Min.)
      85 Min.

      Randi Crott diskutiert mit:

      • Hamed Abdel-Samad, Autor
      • Barino Barsoum, ehem. Islamist
      • Lamya Kaddor, Autorin
      • Hilal Sezgin, Publizistin
      • Kay Sokolowsky, Medienkritiker

       

      Nicht zum ersten Mal erhitzt die Debatte über den richtigen Umgang mit dem Islam hierzulande die Gemüter. Dafür stehen Schlagworte wie "Kopftuch-Streit", "Moscheebau", "Zwangsheiraten" und "Ehrenmorde". Seit der Historiker Wolfgang Benz Parallelen zwischen dem Antisemitismus des 19. Jahrhunderts und der aktuellen Islamkritik gezogen hat, schlägt die Diskussion wieder einmal hohe Wellen. Allerdings hat sie eine ganz neue Richtung genommen: Im Fokus stehen jetzt jene Intellektuellen, die sich unter Berufung auf die Aufklärung und die Menschenrechte kritisch zu bestimmten Entwicklungen im Islam geäußert haben. Als "Hassprediger" und "heilige Krieger" des Westens würden sie, so der Vorwurf, einen neuen Fundamentalismus westlicher Werte propagieren.

      west.art am sonntag mischt sich am 7. Februar in die hitzig geführte Kontroverse über Islamophobie und Antisemitismus ein. Woher kommt die Schärfe der gegenwärtigen Auseinandersetzung? Brauchen wir mehr Sachlichkeit? Wie weit darf die Kritik am Islam gehen? Haben die Ressentiments gegen den muslimischen Glauben bei uns in bedenklichem Maße zugenommen? Lassen sich Islam und Moderne vereinbaren? Darüber spricht Randi Crott mit ihren Gästen und begrüßt im WDR-Foyer:

      • Hamed Abdel-Samad

      In seinem Buch "Abschied vom Himmel" denkt der Politikwissenschaftler über die islamischen Tabuthemen Sexualität, familiäre Gewalt und religiösen Wahn nach und beschreibt die quälende Suche nach Identität eines Lebens zwischen den Kulturen.

      • Barino Barsoum

      Als 18-Jähriger konvertierte er zum Islam. Schnell wurde aus dem Gläubigen ein Islamist, den jedoch zunehmend Zweifel beschlichen. Er befreite sich aus der "geistigen Gefangenschaft", sagte sich nach fünf Jahren los und ließ sich zum Christen taufen.

      • Lamya Kaddor

      Warum lassen es Muslime zu, dass in der Öffentlichkeit Terror, Zwangsheirat und Ehrenmorde das Bild vom Islam bestimmen? Das neue Buch "Muslimisch, weiblich, deutsch!" der Religionspädagogin ist ein engagiertes Plädoyer für einen zeitgemäßen Islam.

      • Hilal Sezgin

      Die Publizistin, die zuletzt mit Nasr Hamid Abu Zaid das Buch "Mohammed und die Zeichen Gottes: Der Koran und die Zukunft des Islams" veröffentlichte, sagt: "Wer den Islam pauschal für fanatisch, intolerant und undemokratisch hält, der hat keine Angst, sondern Vorurteile."

      • Kay Sokolowsky

      Der Medienkritiker analysiert in seinem Buch "Feindbild Moslem" die zunehmende Islamfeindlichkeit und warnt vor den negativen Folgen für das Zusammenleben zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen.

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