• 07.02.2010
      01:45 Uhr
      La vie en Rose Spielfilm Frankreich 2007 (La Mome) | WDR Fernsehen
       

      Eine Filmbiografie, eine herzzerreißende Hommage an Edith Piaf, die 1963 starb. "La môme" ("Spatz") nannten sie ihre Bewunderer. Piafs Zerbrechlichkeit kontrastierte mit einer stimmlichen Leidenschaft, die auch das härteste Gemüt in Bann zog.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 07.02.10
      01:45 - 04:00 Uhr (135 Min.)
      135 Min.

      Eine Filmbiografie, eine herzzerreißende Hommage an Edith Piaf, die 1963 starb. "La môme" ("Spatz") nannten sie ihre Bewunderer. Piafs Zerbrechlichkeit kontrastierte mit einer stimmlichen Leidenschaft, die auch das härteste Gemüt in Bann zog.

       

      Die kleine Edith kommt im Pariser Armenviertel Belleville zur Welt. Vernachlässigt von ihrer Mutter, einer Straßensängerin, wächst sie im Bordell der Großmutter auf. Sie muss Hunger leiden und verliert durch eine langwierige Erkrankung beinahe ihr Augenlicht. Später tingelt das spindeldürre Mädchen mit dem Vater, einem meist betrunkenen Akrobaten, durch die Lande. Mit 15 geht Edith allein nach Paris. Stets begleitet von ihrer treuen Freundin Mômone, wird die verwahrloste Gossengöre dort von dem Kabarettbesitzer Louis Leplée entdeckt. Er ebnet ihr den Weg auf die Bühne und gibt ihr den Künstlernamen Piaf, ihr Markenzeichen. Die fragile Sängerin wird eine lokale Berühmtheit, doch nach der mysteriösen Ermordung ihres Mentors verdächtigt die Polizei sie der Mittäterschaft. Sie fällt in Ungnade, verlässt die Stadt und wagt einen Neuanfang mit ihrem strengen Lehrer und Förderer Raymond Asso, der ihren Gesang und ihre Ausdruckskraft schult. So gelingt ihr der künstlerische Durchbruch. Privat stürzt die exzessive Künstlerin sich in zahlreiche Liebesaffären und selbstzerstörerische Alkohol- und Drogenexzesse. Ihr einziges Kind stirbt an Meningitis. Schließlich macht Edith Piaf sich macht daran, Amerika mit ihrer Musik zu erobern, eine Aufgabe, an der sie beinahe zerbricht. Als die große Liebe ihres Lebens, der Boxer Marcel Cerdan, bei einem Flugzeugabsturz umkommt, verliert die labile Sängerin vollends den Halt.

      Olivier Dahans Filmbiografie ist eine herzzerreißende Hommage an die Piaf, die 1963 mit 47 Jahren starb und ihr Publikum immer an ihrem Glanz und an ihrem Elend teilhaben ließ. Statt chronologisch vorzugehen, fängt der Film in assoziativen Rückblenden die Dur- und Moll-Tonlagen ihrer dramatischen Existenz ein und findet den Schlüssel für ihren ausdrucksstarken Gesang. Der bis dahin international eher unbekannten Marion Cotillard gelang eine spektakuläre Verkörperung Edith Piafs. Für ihre atemberaubende Darstellung der französischen Nationalheldin wurde sie 2007 mit einem "Oscar" als "Beste Hauptdarstellerin" ausgezeichnet, das zweite Mal, dass die Academy, nach Sophia Lorens "Oscar" 1961, die begehrte Trophäe an die Darstellerin eines nicht-angelsächsischen Films vergab. Einen zweiten "Oscar" erhielt der Film für das überzeugende Make-up, das die 31-jährige Darstellerin sowohl in ein 18-jähriges Gossenkind als auch in ein 47-jähriges Wrack verwandelte.

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      Nacht von Samstag auf Sonntag, 07.02.10
      01:45 - 04:00 Uhr (135 Min.)
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