• 14.04.2021
      23:45 Uhr
      Tod bei Weiche 48 Protokoll der Eisenbahnkatastrophe von Brühl | WDR Fernsehen
       

      Gerade hat der Reisekaufmann Nevzat Güney wieder eine Operation hinter sich. Auch zehn Jahre nach der Katastrophe leidet er immer noch an den Folgen des Eisenbahnunglücks von Brühl. Überlebt hat er, weil er in die Gepäckablage geschleudert wurde bevor sein Wagon von der Wucht des Aufpralls zerdrückt wurde. Mit acht Knochenbrüchen liegt er dort drei Stunden eingequetscht, die drei Mitreisenden aus seinem Abteil überleben das Unglück nicht.

      Mittwoch, 14.04.21
      23:45 - 00:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Gerade hat der Reisekaufmann Nevzat Güney wieder eine Operation hinter sich. Auch zehn Jahre nach der Katastrophe leidet er immer noch an den Folgen des Eisenbahnunglücks von Brühl. Überlebt hat er, weil er in die Gepäckablage geschleudert wurde bevor sein Wagon von der Wucht des Aufpralls zerdrückt wurde. Mit acht Knochenbrüchen liegt er dort drei Stunden eingequetscht, die drei Mitreisenden aus seinem Abteil überleben das Unglück nicht.

       

      Gerade hat der Reisekaufmann Nevzat Güney wieder eine Operation hinter sich. Auch zehn Jahre nach der Katastrophe leidet er immer noch an den Folgen des Eisenbahnunglücks von Brühl. Überlebt hat er, weil er in die Gepäckablage geschleudert wurde bevor sein Wagon von der Wucht des Aufpralls zerdrückt wurde. Mit acht Knochenbrüchen liegt er dort drei Stunden eingequetscht, die drei Mitreisenden aus seinem Abteil überleben das Unglück nicht.

      In der Nacht vom 5. auf den 6. Februar 2000 werden neun Menschen getötet und 149 Menschen zum Teil schwer verletzt, als der Nachtzug Amsterdam - Basel mit viel zu hoher Geschwindigkeit in eine Weiche fährt. Bei Tempo 122 entgleist der D203 im Brühler Bahnhof und rast durch die Gärten in ein Einfamilienhaus. Der Lokführer hätte die Weiche, die auf ein Nebengleis des Brühler Personenbahnhofs führt, nur mit 40 km/h passieren dürfen. Doch er hat noch wenig Erfahrung. Er darf erst seit zwei Monaten Schnellzüge fahren und ist zudem irritiert durch sich widersprechende Anweisungen und Beschilderungen an einer Baustelle.

      Keiner der Beteiligten hat eine derartige Katastrophe zuvor erlebt. "Es war wie in einem Film, aber es fehlte die Musik. Du bist hier nicht im Film, das ist Realität", fasst der leitende Notarzt Heinz-Albert Brüne die Eindrücke vieler Helfer zusammen.

      In der Dokumentation erzählen Anwohner von ihren ersten Hilfsversuchen in den Minuten vor dem Eintreffen von Feuerwehr- und Rettungswagen. Zwei Feuerwehrmänner berichten erstmals in der Öffentlichkeit über die Ereignisse der Unglücksnacht und vor allem über die Bilder, die ihnen seit zehn Jahren nicht mehr aus dem Kopf gehen. Jeden Lastwagen hätten sie mit ihren Geräten schnell klein geschnitten, sagen sie, an dem Stahl der Wagons sind sie gescheitert. Einige Verletzte sterben vor ihren Augen - nach stundenlangen Rettungsversuchen. Überlebende berichten über ihre Rettung und wie sie erst über die Jahre wieder lernen mussten Zug zu fahren.

      Der Film dokumentiert den Ablauf der Eisenbahnkatastrophe von Brühl aus der Sicht der Opfer, der Anwohner und der Helfer.

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