• 23.02.2021
      01:30 Uhr
      Westart www.west-art.de | WDR Fernsehen
       

      Themen:

      • Zu Gast in der Alten Synagoge in Essen
      • Jüdisches Leben in Köln: die Archäologische Zone
      • Stilles Land: Ingmar Björn Noltings Fotografien aus einem Jahr mit Corona
      • Rassismus, Identitätssuche und die Macht der Lüge: Mithu Sanyals Romandebüt "Identitti"
      • Seelenblicke: Atelierbesuch bei Annette Meincke-Nagy

      Nacht von Montag auf Dienstag, 23.02.21
      01:30 - 02:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Zu Gast in der Alten Synagoge in Essen
      • Jüdisches Leben in Köln: die Archäologische Zone
      • Stilles Land: Ingmar Björn Noltings Fotografien aus einem Jahr mit Corona
      • Rassismus, Identitätssuche und die Macht der Lüge: Mithu Sanyals Romandebüt "Identitti"
      • Seelenblicke: Atelierbesuch bei Annette Meincke-Nagy

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Siham El-Maimouni
      • Zu Gast in der Alten Synagoge in Essen

      Die Alte Synagoge in Essen ist ein Haus mit wechselvoller Geschichte. 1913 erbaut, ist sie heute ein Museum für jüdische Kultur und eine Begegnungsstätte: der perfekte Ort, um mehr über das Festjahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" zu erfahren. Das Jubiläum geht zurück auf ein Dekret von Kaiser Konstantin aus dem Jahr 321, das erstmals die Existenz einer jüdischen Gemeinde auf deutschem Boden belegt. Das Festjahr, das am 21. Februar offiziell eröffnet wird, soll die Erinnerung an eine Geschichte voller Brüche und Zäsuren wachhalten, aber auch jüdisches Leben heute sichtbar machen. Im März startet in der Alten Synagoge eine Wanderausstellung. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni trifft den jungen Künstler und Aktivisten Anton Tsirin und spricht mit der Schriftstellerin und Schauspielerin Adriana Altaras darüber, was es heißt, jüdisch zu sein.

      • Jüdisches Leben in Köln: die Archäologische Zone

      Zeugnisse der gemeinsamen Geschichte gibt es an vielen Orten in Deutschland. In der Kölner Altstadt entsteht gerade das LVR Jüdische Museum im Archäologischen Quartier Köln, kurz MiQua genannt. Gebaut wird es genau dort, wo sich seit dem Mittelalter das jüdische Gemeindeleben abspielte. Wenn das Museum fertig ist, wird das alte jüdische Viertel wieder erlebbar und begehbar sein: mit Synagoge, Wohnhäusern und dem rituellen Bad Mikwe. Das Museum ermöglicht einen Blick in den Alltag der jüdischen Gemeinde des Mittelalters, setzt sich darüber hinaus aber auch mit der Geschichte nach 1424 auseinander, als die Juden für rund 400 Jahre aus Köln verbannt wurden. Westart schaut sich vor Ort auf der Baustelle des MiQua um.

      • Stilles Land: Ingmar Björn Noltings Fotografien aus einem Jahr mit Corona

      Deutschland im März 2020: Der junge Fotograf Ingmar Björn Nolting hat gerade sein Studium an der FH Dortmund abgeschlossen, als der erste Lockdown das Land stilllegt. "Alles hat sich unwirklich angefühlt", sagt er. Er macht sich mit seiner Kamera auf den Weg und reist 9.000 Kilometer quer durch Deutschland, um das Leben in der Coronakrise zu dokumentieren. Die poetischen Bilder zeigen Einsamkeit, Erstaunen, Verzweiflung, Distanz, aber auch immer wieder den Versuch, Nähe herzustellen. Das Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) hat seinen fotografischen Essay gekauft und plant eine Ausstellung.

      • Rassismus, Identitätssuche und die Macht der Lüge: Mithu Sanyals Romandebüt "Identitti"

      Was heißt das: Rasse, Religion, Geschlecht? Und wie bestimmen sie unsere Identität? Darüber hat die Düsseldorfer Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal in ihrem Romanerstling voller Witz und Ironie geschrieben. Im Mittelpunkt steht Frau Professor Saraswati, Star der Postcolonial Studies an der Universität Düsseldorf und umschwärmte Wortführerin in den Debatten über Identität - bis sich herausstellt, dass sie, die "Person of Colour", in Wirklichkeit weiß ist. Die Community ist empört über den in ihren Augen besonders krassen Fall kultureller Aneignung. Was aber wäre, wenn die eigene Herkunft genauso fluide wäre wie das Geschlecht?

      • Seelenblicke: Atelierbesuch bei Annette Meincke-Nagy

      Köpfe, Büsten, ganze Personen: Lebensecht und doch wie aus einer anderen Welt schauen einen die Figuren der Künstlerin Annette Meincke-Nagy an. Sie wirken seltsam verträumt, introvertiert, als gäben sie den Blick frei auf ihre Seele. "Mein kleines Völkchen" nennt Annette Meincke-Nagy ihre Skulpturen, die sie aus Draht, Papier, Sand und Leim schafft. Sie verkörpern menschliche Schönheit und Würde, zeitlos und doch höchst gegenwärtig.1965 in Bonn geboren, lebt und arbeitet Annette Meincke-Nagy in Hamburg. Westart hat sie in ihrem Atelier besucht. Im Kerber-Verlag ist jetzt der Band "Touchable" mit Fotos ihrer Werke erschienen.

      Reportagen und Berichte über Kulturereignisse bei uns im Westen, Porträts spannender Künstler und Blicke hinter die Kulissen. Neue Bücher und Filme, sehenswerte Ausstellungen und Musikevents, aktuelle Gesellschaftsphänomene und brisante Kulturpolitik. Moderatorin Siham El-Maimouni präsentiert die neuesten Trends und Kultur-Hotspots der Region. Jede Woche vierzig Minuten faszinierende Kultur und bewegende Themen, zu großen Events die Westart Reportage: eine ganze Sendung, um ein Thema von vielen Seiten zu beleuchten. Kultur erleben - mit Westart!

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