• 27.09.2020
      10:00 Uhr
      Westart WDR Fernsehen
       

      Themen u.a.:

      • Zu Gast im Museum Marta Herford
      • Sozialer Sprengstoff Armut. Anna Mayrs Buch über "Die Elenden"
      • Bis an die Schmerzgrenze. Oskar Roehlers Film "Enfant terrible" über Rainer Werner Fassbinder
      • Auf der Überholspur: Die Schauspielerin Gina Haller
      • Zwischenwelten: Karosh Tahas Roman "Im Bauch der Königin"

      Sonntag, 27.09.20
      10:00 - 10:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen u.a.:

      • Zu Gast im Museum Marta Herford
      • Sozialer Sprengstoff Armut. Anna Mayrs Buch über "Die Elenden"
      • Bis an die Schmerzgrenze. Oskar Roehlers Film "Enfant terrible" über Rainer Werner Fassbinder
      • Auf der Überholspur: Die Schauspielerin Gina Haller
      • Zwischenwelten: Karosh Tahas Roman "Im Bauch der Königin"

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Siham El-Maimouni
      • Zu Gast im Museum Marta Herford

      Fließende Wände, wogende Dachlandschaft: Es ist ein spektakulärer Museumsbau, der alle Blicke auf sich zieht. Entworfen hat ihn der amerikanische Star-Architekt Frank Gehry. Seit seiner Eröffnung vor 15 Jahren hat sich das Marta Herford international einen Namen gemacht für zeitgenössische Kunst, Architektur und Design. Zu sehen sind jetzt die Ausstellung "Glas und Beton" und eine Einzelschau von Brigitte Waldach, die gerade mit dem Marta-Preis der Wemhöner Stiftung geehrt wurde. Die Berliner Künstlerin hat eigens für das Marta Herford eine begehbare Installation entwickelt, in der sich Bachs "Goldberg-Variationen" mit Raum und Licht zu einer faszinierenden Komposition verbinden. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni trifft Brigitte Waldach und Museumschef Roland Nachtigäller.

      • Sozialer Sprengstoff Armut. Anna Mayrs Buch über "Die Elenden"

      Anna Mayr stand schon als Kind am Rande der Gesellschaft. Aufgewachsen ist sie in einer Plattenhaussiedlung in Unna als Tochter zweier Langzeitarbeitsloser. Sie weiß, was es heißt, von Hartz IV zu leben, kennt die ständige Sorge ums Geld und das Gefühl, nicht dazuzugehören. Heute arbeitet sie als Journalistin und hat gerade ihr erstes Buch geschrieben: "Die Elenden". Darin beschreibt sie, was Armut in Deutschland bedeutet, warum unsere Gesellschaft Arbeitslose verachtet und sie dennoch braucht. Es ist ein analytisches, ein politisches, aber auch ein wütendes Buch aus der Perspektive derjenigen, die beide Welten kennt: die der Abgehängten und die der Arrivierten.

      • Bis an die Schmerzgrenze. Oskar Roehlers Film "Enfant terrible" über Rainer Werner Fassbinder

      Hochbegabt, wild gelebt und jung gestorben: Rainer Werner Fassbinder war einer der bedeutendsten Filmemacher Deutschlands. Über 40 Spielfilme und zwei Fernsehserien hat er gedreht, 24 Theaterstücke verfasst und mehrere Hörspiele geschrieben. Ein Mann mit Charisma, der polarisierte, ein Menschenfänger, der nichts und niemanden schonte, am allerwenigsten sich selbst. In diesem Jahr wäre er 75 geworden. Regisseur Oskar Roehler hat über ihn einen Film mit Starbesetzung gedreht. Oliver Masucci spielt die Hauptrolle. Die WDR-Koproduktion "Enfant terrible", eine furiose Annäherung an den Künstler und Menschen, kommt am 1. Oktober in die Kinos.

      • Auf der Überholspur: Die Schauspielerin Gina Haller

      Verpeilt ist sie nicht, auch nicht schwach oder hypersensibel. Im Gegenteil: Gina Hallers Ophelia ist eine starke, selbstbestimmte Frau, die weiß, was sie will. Für ihre Rolle in Johan Simons' "Hamlet"-Inszenierung am Schauspielhaus Bochum wurde sie jetzt zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres gekürt. Gina Haller wurde 1987 in Basel geboren. Die Mutter ist Schweizerin, der Vater stammt von der Elfenbeinküste. Zweisprachig aufgewachsen, studierte sie in Paris und Bern Schauspiel. Nach Engagements in Trier und Bremen gehört sie seit der Spielzeit 2018/19 zum Bochumer Ensemble. Dort ist sie neben "Hamlet" auch in Elias Canettis "Die Befristeten" zu sehen. Westart über eine Schauspielerin, die gerade richtig durchstartet.

      • Zwischenwelten: Karosh Tahas Roman "Im Bauch der Königin"

      Wie eine Geschichte aus einer weiblichen und einer männlichen Perspektive ganz unterschiedlich erzählt werden kann, das zeigt Karosh Taha in ihrem Buch "Im Bauch der Königin". Es ist der zweite Roman der 1987 im Irak geborenen Schriftstellerin, die seit 1997 im Ruhrgebiet lebt. Im Mittelpunkt ihres Buches stehen zwei Frauen aus einer kurdischen Community in Deutschland. Beide entsprechen nicht den gesellschaftlichen Erwartungen und führen ein Leben jenseits der Norm. Im doppelten Erzählen wird klar, dass nicht nur die Perspektive sich ändert, sondern zwei parallele Wirklichkeiten entstehen. Westart hat mit Karosh Taha über das Aufbegehren gegen Rollenbilder gesprochen und darüber, warum sie keine Migrantenliteratur schreibt.

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