• 12.08.2020
      14:25 Uhr
      Die Karibik - Die Rückkehr der Blumentiere Ein Film von Bernhard Rübe | WDR Fernsehen
       

      Die "Blumentiere" der Karibik, wie Korallen auch genannt werden, befinden sich in einem ständigen Kampf mit Schwämmen und Algen um die Herrschaft am Riff. In einem gesunden Ökosystem ist das im Gleichgewicht. Ändern sich die Umweltbedingungen, gerät das leicht aus den Fugen. Bernhard Rübe präsentiert in seinem Film spektakuläre Unterwasserbilder von fluoreszierenden Korallen, schwimmenden Korallenlarven und dem Coral Spawning. Am Ende steht die Erkenntnis, dass die Küsten und Riffe Zentralamerikas angeschlagen, aber nicht geschlagen sind. Klar ist aber auch: Nach einer Zerstörung wird ein Lebensraum nie wieder derselbe sein.

      Mittwoch, 12.08.20
      14:25 - 15:15 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

      Die "Blumentiere" der Karibik, wie Korallen auch genannt werden, befinden sich in einem ständigen Kampf mit Schwämmen und Algen um die Herrschaft am Riff. In einem gesunden Ökosystem ist das im Gleichgewicht. Ändern sich die Umweltbedingungen, gerät das leicht aus den Fugen. Bernhard Rübe präsentiert in seinem Film spektakuläre Unterwasserbilder von fluoreszierenden Korallen, schwimmenden Korallenlarven und dem Coral Spawning. Am Ende steht die Erkenntnis, dass die Küsten und Riffe Zentralamerikas angeschlagen, aber nicht geschlagen sind. Klar ist aber auch: Nach einer Zerstörung wird ein Lebensraum nie wieder derselbe sein.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Bernhard Rübe

      Die karibischen Küsten - wirklich eine Traumwelt? Rodungen hinterließen über weite Strecken Spuren der Verwüstung zu Land und zu Wasser. Doch oft erblüht an schon verloren geglaubten Orten binnen kurzer Zeit neues, unerwartetes Leben. Welche Tricks und Wege kennt die tropische Natur, sich anzupassen und Lebensräume zurückzuerobern? Sind diese danach dieselben?

      Die hohen tropischen Stoffwechselraten begünstigen Wachstum und Anpassung mehr als in kälteren Regionen. Gerade bei den kleineren Eingriffen lässt sich beobachten, wie verschiedene natürliche Strategien der Wiederbesiedlung schnell zu neuem Wachstum führen können.

      Die größte Baustelle Mittelamerikas, der Panamakanal, hat sich über hundert Jahre in einen Ort voller Leben zurückverwandelt. Krokodile schwimmen Seite an Seite mit den Riesenfrachtern, Spinnenaffen turnen auf den von Urwaldbäumen überwucherten Inseln im Kanal.

      Allerdings hat die Bodenabtragung besonders im Süden des Subkontinents, in Costa Rica und Panama, deutliche Spuren im Meer vor der Küste hinterlassen. Die Riffe wurden, zusätzlich zu den Auswirkungen von Wassererwärmung und -versauerung, von Sedimenten buchstäblich zugeschüttet. Über weite Strecken sind die Korallenstöcke erstickt, von Makroalgen überwuchert. Die "Blumentiere" der Karibik, wie Korallen auch gerne genannt werden, befinden sich in einem ständigen Kampf mit Schwämmen und Algen um die Herrschaft am Riff. In einem gesunden Ökosystem ist das im Gleichgewicht. Ändern sich die Umweltbedingungen wie Wassertemperatur und Nährstoffe, gerät das leicht aus den Fugen.

      Der Film wartet auf mit spektakulären Bildern unter Wasser von fluoreszierenden Korallen, schwimmenden Korallenlarven und dem "Korallen-Spawning". Das Filmteam folgt Wissenschaftlern in unterirdische Höhlensysteme und begegnet Tieren aus einer anderen Zeit.

      Am Ende steht die Erkenntnis, dass die Küsten und Riffe Zentralamerikas angeschlagen, aber nicht geschlagen sind. Die Natur weiß sich mit vielen erstaunlichen Tricks anzupassen und zu wehren. Klar ist aber auch: Millionen Jahre Evolution können nicht in wenigen Jahrzehnten ersetzt werden. Nach einer Zerstörung wird ein Lebensraum nie wieder derselbe sein.

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