• 12.05.2020
      07:20 Uhr
      Planet Schule: Planet Deutschland - 300 Millionen Jahre: Das Ende der Wildnis WDR Fernsehen
       

      Ein vorerst letztes Mal hat die Kälte der Eiszeit das Land im Griff. Es ist die Zeit der großen Weidetiere: Mammut, Moschusochsen und Rentiere durchwandern die Weiten. Mitten in die Kälte zieht der moderne Mensch aus den Savannen Afrikas nach Deutschland. Als Jäger und Sammler bestimmt der Zug der Herden sein Leben. Mit dem Abschmelzen der Gletscher entwickelt sich der Norden Deutschlands zu dem Land, das wir heute kennen. Ein völlig neues Ökosystem entsteht: Das Wattenmeer. Aus der einstigen Eiswüste ist ein reicher Lebensraum geworden. Haarquallen, Seehasen und das giftige Petermännchen tummeln sich hier.

      Dienstag, 12.05.20
      07:20 - 07:50 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Ein vorerst letztes Mal hat die Kälte der Eiszeit das Land im Griff. Es ist die Zeit der großen Weidetiere: Mammut, Moschusochsen und Rentiere durchwandern die Weiten. Mitten in die Kälte zieht der moderne Mensch aus den Savannen Afrikas nach Deutschland. Als Jäger und Sammler bestimmt der Zug der Herden sein Leben. Mit dem Abschmelzen der Gletscher entwickelt sich der Norden Deutschlands zu dem Land, das wir heute kennen. Ein völlig neues Ökosystem entsteht: Das Wattenmeer. Aus der einstigen Eiswüste ist ein reicher Lebensraum geworden. Haarquallen, Seehasen und das giftige Petermännchen tummeln sich hier.

       

      Ein vorerst letztes Mal hat die Kälte der Eiszeit das Land im Griff. Es ist die Zeit der großen Weidetiere: Mammut, Moschusochsen und Rentiere durchwandern die Weiten. Mitten in die Kälte zieht der moderne Mensch aus den Savannen Afrikas nach Deutschland. Als Jäger und Sammler bestimmt der Zug der Herden sein Leben. Mit dem Abschmelzen der Gletscher entwickelt sich der Norden Deutschlands zu dem Land, das wir heute kennen. Ein völlig neues Ökosystem entsteht: Das Wattenmeer. Aus der einstigen Eiswüste ist ein reicher Lebensraum geworden. Haarquallen, Seehasen und das giftige Petermännchen tummeln sich hier. Über der Wasseroberfläche leben bis zu zwölf Millionen Vögel im Laufe eines Jahres.

      Das Wattenmeer gilt als das vogelreichste Gebiet Europas. Die Menschen, die bisher nur als Jäger und Sammler unterwegs waren, lassen sich jetzt nieder und passen den Lebensraum zum ersten Mal gezielt ihren Bedürfnissen an. 5.500 v. Chr. beginnt mit der sogenannten Neolithischen Revolution die Landwirtschaft. Die ersten Bauern finden in der Rheinebene und nördlich der Mittelgebirge besonders fruchtbaren Lössboden. Von nun an frisst sich die Zivilisation immer weiter in die Natur. Nachdem die Römer Teile des Landes erobert haben, fangen sie gleich damit an ein Versorgungs- und Straßennetz zu bauen. Aus ihren Lagern entwickeln sich später Städte wie Köln, Mainz und Koblenz.

      Angesichts der geologischen Dimensionen prägt der Mensch dieses Land erst seit einem winzigen Augenblick, aber in dieser kurzen Zeit hat er es gründlich umgestaltet. Flüsse wurden begradigt, Wälder gerodet und Straßen durchziehen heute nahezu jeden natürlichen Lebensraum von Tieren. Der Mensch verändert und verbraucht, was über Millionen Jahre entstanden ist. Wäre das Land heute noch sich selbst überlassen, es wäre fast ganz von Wald bedeckt.

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