• 09.12.2019
      05:35 Uhr
      Presseclub Klima, Mindestlohn und Schwarze Null – Ändert die Groko jetzt ihren Kurs? | WDR Fernsehen
       

      Das Motto des SPD-Parteitags verkündet einen Aufbruch «in die neue Zeit». Doch einen Ausstieg aus der Großen Koalition, den die Parteilinken und die Jusos fordern, hat der Parteitag mit großer Mehrheit abgelehnt. Der große Paukenschlag ist also ausgeblieben. Keine Ultimaten an die Union, stattdessen ein Gesprächsangebot.
      Wird sich die Union auf neue Verhandlungen einlassen oder nur auf kosmetische Veränderungen? Ändert die GroKo möglicherweise nun doch ihren Kurs?
      Gäste bei Jörg Schönenborn:

      • Susanne Gaschke, WELT
      • Elisabeth Niejahr, Wirtschaftswoche
      • Robert Pausch, DIE ZEIT
      • Gordon Repinski, RedaktionsNetzwerk Deutschland

      Nacht von Sonntag auf Montag, 09.12.19
      05:35 - 06:25 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

      Das Motto des SPD-Parteitags verkündet einen Aufbruch «in die neue Zeit». Doch einen Ausstieg aus der Großen Koalition, den die Parteilinken und die Jusos fordern, hat der Parteitag mit großer Mehrheit abgelehnt. Der große Paukenschlag ist also ausgeblieben. Keine Ultimaten an die Union, stattdessen ein Gesprächsangebot.
      Wird sich die Union auf neue Verhandlungen einlassen oder nur auf kosmetische Veränderungen? Ändert die GroKo möglicherweise nun doch ihren Kurs?
      Gäste bei Jörg Schönenborn:

      • Susanne Gaschke, WELT
      • Elisabeth Niejahr, Wirtschaftswoche
      • Robert Pausch, DIE ZEIT
      • Gordon Repinski, RedaktionsNetzwerk Deutschland

       

      Das Motto des SPD-Parteitags verkündet einen Aufbruch «in die neue Zeit». Doch einen Ausstieg aus der Großen Koalition, den die Parteilinken und die Jusos fordern, hat der Parteitag mit großer Mehrheit abgelehnt. Der große Paukenschlag ist also ausgeblieben. Keine Ultimaten an die Union, stattdessen ein Gesprächsangebot. Die SPD will nachbessern und einen höheren Mindestlohn, einen schärferen Klimaschutz und mehr öffentliche Investitionen durchsetzen. Nach den Gesprächen soll der Parteivorstand entscheiden, ob die SPD in der Koalition verbleibt oder nicht. Sieht so der Anfang von etwas ganz Neuem aus? Wie weit wird die SPD gehen oder hat sie am Ende Angst vor der eigenen Courage? Die Unionsspitze hat sich bisher nicht sehr gesprächsbereit gezeigt und setzt womöglich längst auf eine Minderheitsregierung.
      Wird sie sich zu neuen Investitionen durchringen? Schließlich befürworten das auch führende konservative Wissenschaftler und Verbände aufgrund der negativen Wirtschaftsprognosen. Zwar sei die Schwarze Null das Symbol der konservativen Regierung, aber auch parteiintern wissen viele, dass investiert werden muss in Bildung und im Digitalen. Investitionen sind längst überfällig. Wird sich die Union auf neue Verhandlungen einlassen oder nur auf kosmetische Veränderungen? Ändert die GroKo möglicherweise nun doch ihren Kurs?
      Darüber diskutiert der Fernsehdirektor Jörg Schönenborn mit seinen Gästen.

      Susanne Gaschke, Freie Journalistin
      Susanne Gaschke studierte Anglistik, Pädagogik und Öffentliches Recht in Kiel. Sie schrieb ab 1997 als Redakteurin für die Wochenzeitung „Die Zeit“. Zudem verantwortete sie „Leo“, das Kindermagazin der „Zeit“. 2012 wechselte Susanne Gaschke vorübergehend in die Politik und wurde als SPD-Kandidatin zur Oberbürgermeisterin von Kiel gewählt. 2013 trat sie von diesem Amt zurück. Seit 2015 schreibt Susanne Gaschke als freie Autorin vorwiegend für die „Welt“ und beschäftigt sich unter anderem mit den Themen SPD, Digitalisierung und Erziehung. Sie veröffentlichte zahlreiche Bücher. 2017 erschien „SPD. Eine Partei zwischen Burnout und Euphorie“.

      Elisabeth Niejahr, Chefreporterin, Wirtschaftswoche
      Elisabeth Niejahr besuchte die Kölner Journalistenschule, war sechs Jahre Korrespondentin für den „Spiegel“ in Bonn. Anschließend wechselte sie zur Wochenzeitung "Die Zeit" und war im Jahr 2011 für ein Semester zu Gast an der Harvard University. Seit 2013 gehört Elisabeth Niejahr zum Team der Talkrunde „Thadeusz und die Beobachter“ beim „rbb“ und seit Anfang 2017 berichtet sie für „Radio Bremen“ regelmäßig über das Hauptstadtgeschehen. Im September 2017 wechselte Elisabeth Niejahr von der „Zeit“ als Chefreporterin zur „Wirtschaftswoche“.

      Robert Pausch, Redakteur im Politikressort, ZEIT
      Robert Pausch studierte Politikwissenschaftler arbeitete zunächst am Göttinger Institut für Demokratieforschung und schrieb als freier Autor für verschiedene Medien, wie unter anderem für "The European", "Cicero" und "taz".. 2016/2017 absolvierte er die Henri-Nannen-Journalistenschule und begann Anfang 2018 als Redakteur im Politikressort der „ZEIT“.

      Gordon Repinski, Leiter des Hauptstadtbüros, RedaktionsNetzwerk Deutschland
      Gordon Repinski absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München und arbeitete dann zunächst als Parlamentskorrespondent bei der „taz. die tageszeitung“ in Berlin und wechselte 2012 zum „Spiegel“. Für das Nachrichtenmagazin berichtete er als Korrespondent über die Präsidentschaftswahl in den USA. 2017 übernahm er die Leitung des Hauptstadtbüros des RedaktionsNetzwerks Deutschland und ist zudem stellvertretender Chefredakteur des Netzwerks.

      Jörg Schönenborn, Programmdirektor Information, Fiktion und Unterhaltung des Westdeutschen Rundfunks
      Nach seinem Volontariat arbeitete Jörg Schönenborn als Hörfunk- und Fernsehredakteur beim WDR sowie als Inlandskorrespondent für Tagesschau und Tagesthemen. Von 1997 bis 2002 leitete er die WDR-Fernsehredaktionsgruppe Zeitgeschehen aktuell. Von 2002 bis 2014 war er WDR-Chefredakteur Fernsehen und Leiter des Programmbereichs Politik und Zeitgeschehen, später Fernsehdirektor des WDR. Seit 2019 ist er als Programmdirektor verantwortlich für die Bereiche Information, Fiktion und Unterhaltung. Jörg Schönenborn moderiert regelmäßig Wahlsendungen im Ersten und den „Presseclub“. Letzteren seit Januar 2008 im Wechsel mit Volker Herres und Ellen Ehni.

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