• 14.10.2019
      22:10 Uhr
      Jüdisches Leben - Alltag in Angst? Ein Film von Lena Rumler | WDR Fernsehen
       

      Die Nachricht vom Anschlag in Halle hat sich in der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf wie ein Lauffeuer verbreitet - und sie war ein Schock, der wohl noch lange nachwirkt. Michael Rubinstein, Geschäftsführer des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden Nordrhein, hat einen Anschlag mit solcher Brutalität schlicht nicht für möglich gehalten. Seit Halle ist für viele jüdische Menschen aus diffuser Angst tiefe Sorge und große Unsicherheit geworden.
      Autorin Lena Rumler hat Michael Rubinstein und andere Menschen für die WDR-Reportage "Unterwegs im Westen" über lange Zeit begleitet.

      Montag, 14.10.19
      22:10 - 22:40 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Neu im Programm
      Stereo HD-TV

      Die Nachricht vom Anschlag in Halle hat sich in der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf wie ein Lauffeuer verbreitet - und sie war ein Schock, der wohl noch lange nachwirkt. Michael Rubinstein, Geschäftsführer des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden Nordrhein, hat einen Anschlag mit solcher Brutalität schlicht nicht für möglich gehalten. Seit Halle ist für viele jüdische Menschen aus diffuser Angst tiefe Sorge und große Unsicherheit geworden.
      Autorin Lena Rumler hat Michael Rubinstein und andere Menschen für die WDR-Reportage "Unterwegs im Westen" über lange Zeit begleitet.

       

      Die Nachricht vom Anschlag in Halle hat sich in der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf wie ein Lauffeuer verbreitet - und sie war ein Schock, der wohl noch lange nachwirkt. Michael Rubinstein, Geschäftsführer des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden Nordrhein, hat einen Anschlag mit solcher Brutalität schlicht nicht für möglich gehalten. Seit Halle ist für viele jüdische Menschen aus diffuser Angst tiefe Sorge und große Unsicherheit geworden.

      Autorin Lena Rumler hat Michael Rubinstein und andere Menschen für die WDR-Reportage "Unterwegs im Westen" über lange Zeit begleitet. Auch zu einer Zeit, wo die Angst noch diffus war und ein Anschlag wie in Halle unwahrscheinlich schien. Rumler hat jüdische Kinder und Jugendliche getroffen, denen ihre Identität und der Zusammenhalt untereinander wichtig ist. Wie die 12-jährige Yael, die auf das jüdische Gymnasium in Düsseldorf geht. Ihre Familie lebt den jüdischen Glauben, wenn auch nicht immer sehr streng. Und Yaels Eltern ist es wichtig, dass ihre Kinder auch nichtjüdische Freunde haben. Ein ganz normales Leben also? Einerseits ja, andererseits aber auch nicht. "Meine Mama sagt mir immer, sobald wir Angst haben, gehen wir", meint Yael dazu. Weg aus Deutschland. Bislang haben sie und ihre Familie sich hier sicher und zuhause gefühlt. Und jetzt?

      Im Alltag verschweigen viele Juden in NRW ihre Religionszugehörigkeit aus Angst vor Anfeindungen. Die Bedrohung kommt vor allem vom rechten Rand der Gesellschaft. Seit einiger Zeit ist aber auch der Antisemitismus unter Muslimen ein öffentlich diskutiertes Thema. Michael Rubinstein will dem nachgehen und den Dialog zwischen Muslimen und Juden verstärken. Dafür fährt er nach Duisburg-Marxloh. Mit Mehmet Ösay, einem ehemaligen Vorsitzenden der örtlichen DITIB-Moschee, macht er ein Experiment. Sie wollen herausfinden, wie die Muslime in Marxloh reagieren, wenn Michael Rubinstein mit Kipa, der Kopfbedeckung männlicher Juden, durch das Viertel läuft.

      Die Reportage bietet einen seltenen Einblick in jüdisches Leben in NRW. Ein Leben mit vielen Sorgen und Ängsten, aber auch und immer noch einem jüdischen Alltag frei und fernab von antisemitischer Bedrohung.

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      Montag, 14.10.19
      22:10 - 22:40 Uhr (30 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 24.10.2020