• 20.10.2019
      10:15 Uhr
      Westart WDR Fernsehen
       
      • Kunstbunker in Mönchengladbach-Güdderath
      • Eine virtuelle Reise von Mossul nach Palmyra
      • Entfesselter Kunstmarkt. Helge Achenbachs Memoiren
      • Der Klaviervirtuose Igor Levit spielt Beethoven-Sonaten
      • Marita Lorenz' unglaubliche Lebensgeschichte als Theaterstück

      Sonntag, 20.10.19
      10:15 - 10:45 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      • Kunstbunker in Mönchengladbach-Güdderath
      • Eine virtuelle Reise von Mossul nach Palmyra
      • Entfesselter Kunstmarkt. Helge Achenbachs Memoiren
      • Der Klaviervirtuose Igor Levit spielt Beethoven-Sonaten
      • Marita Lorenz' unglaubliche Lebensgeschichte als Theaterstück

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Siham El-Maimouni
      • Kunstbunker in Mönchengladbach-Güdderath

      Kann man einen hässlichen Bunker, eine düstere Bauruine aus dem Zweiten Weltkrieg in einen phantasievollen Ort zum Wohnen und für die Kunst verwandeln? Man kann! Wie – das hat das Künstlerpaar Bernhard Petz und Zdzislawa Sacher vorgemacht. 2012 haben sie den Betonklotz in Mönchengladbach-Güdderath gekauft. Sieben Jahre lang hat der Aus- und Umbau gedauert. Aus dem trostlosen Kriegsrelikt sind großzügige Ateliers und Ausstellungsräume, ein Konzertsaal, ein Zier- und Gemüsegarten und ein lichtdurchflutetes Wohnhaus entstanden.

      Jetzt machen die beiden ihr Gesamtkunstwerk der Öffentlichkeit zugänglich. In den nächsten Wochen laden sie unter dem Titel "Herbstzeitlose" zu einer Veranstaltungsreihe mit Konzerten, Vorträgen, Kunstführungen und der Mono-Oper "Das Tagebuch der Anne Frank" ein. Westart hat hinter den dicken Betonmauern entdeckt, wie Visionen zur Wirklichkeit werden.

      • Eine virtuelle Reise von Mossul nach Palmyra

      Mossul, Aleppo, Palmyra – das waren einst Zentren der Zivilisation mit prächtigen Bauten und quirligem Leben. Krieg, Terror und Fanatismus haben sie zerstört und unzugänglich gemacht. Eine Ausstellung in der Bonner Kunsthalle lässt das Weltkulturerbe vor den Augen der Besucher erneut erstehen. Wie von Zauberhand werden auf riesigen Projektionsflächen die sagenumwobenen Kulturstätten sichtbar: Moscheen, Triumphbögen, Theaterarenen.

      Die virtuelle Reise kommt ganz ohne Originalgegenstände aus. Stattdessen haben die Macher aus Tausenden von Fotos riesige Bilder zusammengesetzt und zu lebendigen Szenen animiert. VR-Brillen machen die Illusion für die Besucher perfekt. Westart hat mit den Ausstellungsmachern über digitale und reale Rekonstruktionen gesprochen.

      Die Ausstellung ist bis zum 3. November zu sehen.

      • Entfesselter Kunstmarkt. Helge Achenbachs Memoiren

      40 Jahre lang hat er im internationalen Kunstbetrieb mitgemischt. Helge Achenbach war mit den renommiertesten Künstlern befreundet, hat die Karrieren von Jeff Koons und Gerhard Richter gefördert und als Berater ein Vermögen verdient. Doch nach dem glanzvollen Aufstieg kam der tiefe Fall: 2015 wurde er wegen Betrugs in Millionenhöhe zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

      Seit Juni 2018 ist er wieder auf freiem Fuß. Jetzt hat er seine Memoiren veröffentlicht, in denen er mit sich selbst und dem entfesselten Kunstmarkt abrechnet. Bei Westart erzählt er, warum die Kunst für ihn eine Droge ist und wie der Absturz ihn reicher gemacht hat.

      • Der Klaviervirtuose Igor Levit spielt Beethoven-Sonaten

      Unzählige "Tage und Nächte und Wochen und Jahre" hat er mit Beethovens Klaviersonaten verbrachten. "Das ist einfach in Musik gesetztes Leben, in Musik geschriebene Liebe, in Musik gesetztes Glück", sagt Igor Levit.

      Jetzt hat der 32-jährige Starpianist alle 32 Sonaten eingespielt. Sie gehören mit zum Anspruchsvollsten in der Klavierliteratur. Aber Herausforderungen hat Igor Levit noch nie gescheut. Auch wenn es um Politik geht, ergreift er das Wort: gegen Rassismus und Ausgrenzung, für Toleranz und Weltoffenheit. Westart über einen Musiker, der sich einmischt.

      • Marita Lorenz' unglaubliche Lebensgeschichte als Theaterstück

      Sie war gerade 19, als sie auf einem Schiff dem Mann begegnete, der ihr Leben verändern sollte: dem kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro. Marita Lorenz, 1939 in Bremen geboren, war in ihrem Leben vieles: Häftling im KZ Bergen-Belsen, Geliebte von Castro, CIA-Agentin mit dem Auftrag, ihn zu töten. Sie hatte Affären mit Ex-Diktatoren und Mafia-Chefs, spionierte und wurde selbst ausspioniert. Bis sie Ende der 70er mit ihrer Vergangenheit brach.

      Der Dramatiker Dominik Busch hat Marita Lorenz in New York getroffen und aus ihrem Leben ein Theaterstück gemacht. Zur Vorbereitung der Uraufführung kam sie nach Oberhausen, wo sie am 31. August 2019 überraschend starb. Am 11. Oktober hatte "Alles ist wahr. Die neun Leben der Marita Lorenz" am Theater Oberhausen Premiere.

      Reportagen und Berichte über Kulturereignisse bei uns im Westen, Porträts spannender Künstler und Blicke hinter die Kulissen. Neue Bücher und Filme, sehenswerte Ausstellungen und Musikevents, aktuelle Gesellschaftsphänomene und brisante Kulturpolitik. Moderatorin Siham El-Maimouni präsentiert die neuesten Trends und Kultur-Hotspots der Region. Jede Woche vierzig Minuten faszinierende Kultur und bewegende Themen, zu großen Events die Westart Reportage: eine ganze Sendung, um ein Thema von vielen Seiten zu beleuchten. Kultur erleben - mit Westart!

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