• 16.09.2019
      05:15 Uhr
      Presseclub Vom Fetisch zum Feindbild: der Kulturkampf ums Auto | WDR Fernsehen
       

      Das Auto ist der Deutschen liebstes Kind. Doch die Zeiten ändern sich. Klimawandel, Dieselbetrug und Fahrverbote haben viele Menschen zum Umdenken gebracht. Erst Recht nach dem schweren Unfall in Berlin, als vier Menschen durch einen Porsche zu Tode kamen. Die Automobilindustrie ist eine Schlüsselbranche, von der hunderttausende Arbeitsplätze abhängen. Ruiniert der Kampf gegen das Auto am Ende unseren Wohlstand?
      Darüber diskutiert WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn mit den Gästen:

      • Bastian Brauns, Cicero
      • Simon Hage, Spiegel
      • Malte Kreutzfeldt, taz. die tageszeitung
      • Anna Steiner, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

      Montag, 16.09.19
      05:15 - 06:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 05:30

      Das Auto ist der Deutschen liebstes Kind. Doch die Zeiten ändern sich. Klimawandel, Dieselbetrug und Fahrverbote haben viele Menschen zum Umdenken gebracht. Erst Recht nach dem schweren Unfall in Berlin, als vier Menschen durch einen Porsche zu Tode kamen. Die Automobilindustrie ist eine Schlüsselbranche, von der hunderttausende Arbeitsplätze abhängen. Ruiniert der Kampf gegen das Auto am Ende unseren Wohlstand?
      Darüber diskutiert WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn mit den Gästen:

      • Bastian Brauns, Cicero
      • Simon Hage, Spiegel
      • Malte Kreutzfeldt, taz. die tageszeitung
      • Anna Steiner, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

       

      Das Auto ist der Deutschen liebstes Kind. Doch die Zeiten ändern sich. Klimawandel, Dieselbetrug und Fahrverbote haben viele Menschen zum Umdenken gebracht. Erst Recht nach dem schweren Unfall in Berlin, als vier Menschen durch einen Porsche Macan zu Tode kamen. Seither wird der SUV zum tonnenschweren Feindbild.

      Von „Auto-Terror“ und „motorisierten Mordwerkzeugen“ ist die Rede. Doch das ist nur der eine Teil der Wahrheit. Der andere lautet: Immer mehr Menschen fahren SUV, weil sie bequem und sicher sind; alleine in diesem Jahr wurden eine Million gekauft. Insgesamt pendeln 11 Millionen Deutsche. Sie können und wollen nicht auf ihr Auto verzichten. Um das Auto ist ein Kulturkampf entflammt. Wie konnte es dazu kommen?

      Die explosive Mischung von Autofans und Klimaaktivisten überschattet die Internationale Automobilausstellung, IAA, in Frankfurt. Zum einen präsentieren sich die deutschen Autokonzerne als Vorreiter der E-Mobilität. Zum anderen gab es noch nie so wenige Aussteller.
      Diverse Gruppen haben Proteste angekündigt bis hin zur Blockade der Messeeingänge. Die Aktivisten sehen sich in der Tradition der Bewegungen, die den Atom- und Kohleausstieg durchgesetzt haben.

      Die Emissionen im Verkehrssektor müssten endlich sinken, wenn wir unsere Klimaziele erreichen wollten. Welchen Anteil hat die Automobilindustrie an dieser aufgeheizten Atmosphäre? Ist ihr Eintreten für eine ökologische Verkehrswende nach den Manipulationsskandalen wirklich glaubhaft? Geschieht der Umstieg aus freien Stücken oder wegen des politischen Drucks? Warum haben die Konzerne immer weniger Kredit bei den Menschen? Die Automobilindustrie ist eine Schlüsselbranche, von der hunderttausende Arbeitsplätze abhängen. Ruiniert der Kampf gegen das Auto am Ende unseren Wohlstand?

      Darüber diskutiert WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn am Sonntag mit den Gästen:

      • Bastian Brauns, Leiter Wirtschaftsressort Kapital und Online-Redaktion, Cicero

      Bastian Brauns studierte Germanistik und Geschichte in Konstanz und absolvierte im Anschluss seine journalistische Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule in Hamburg. Er war Chefredakteur von „pressekompass.net“ und Redakteur für die „Stiftung Warentest“ bevor er zu „ZEIT online“ wechselte. Heute leitet Bastian Brauns das Wirtschaftsressort „Kapital“ und die Online-Redaktion des „Cicero“.

      • Simon Hage, Wirtschaftsredakteur und Autoexperte, Der Spiegel

      Simon Hage studierte Kommunikationswissenschaften, Volkswirtschaft und Politik und absolvierte eine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München. 2006 begann er als Redakteur beim „Manager Magazin“, wo er zuletzt im Ressort Unternehmen arbeitete. 2015 wechselte Simon Hage zum Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Dort beobachtet er seit 2017 vor allem die Automobilindustrie, die Dieselaffäre und den technologischen Umbruch.

      • Malte Kreutzfeldt, Parlamentskorrespondent für Wirtschaft und Umwelt, taz. die tageszeitung

      Während seines Studiums (Biologie, Politik und Englisch in Göttingen und Berkeley) engagierte er sich für umweltpolitische und globalisierungskritische Themen. Später volontierte er bei der “Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen“ in Kassel und arbeitete dort anschließend als Politikredakteur. Von 2003 bis 2005 war er Pressesprecher bei „attac“. 2007 wechselte Malte Kreutzfeldt zu „taz. die tageszeitung“, wo er bis 2012 das Ressort „Wirtschaft und Umwelt“ leitete und heute als Parlamentskorrespondent diese Themen bearbeitet. Zu seinen Themen gehört vor allem die Energiewende. 2014 erschien sein Buch „Das Strompreis-Komplott“.

      • Anna Steiner, Wirtschaftsredakteurin Umwelt und Energie, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

      Anna Steiner studierte Politik, Wirtschaft und Französisch in Regensburg, Frankreich und Heidelberg. Ihre journalistische Laufbahn begann sie mit einer Ausbildung in Mainz bei der „Allgemeinen Zeitung“ und beim „Handelsblatt“. Dann wechselte sie zur „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, wo sie 2015 als Online-Redakteurin im Ressort Wirtschaft arbeitete. Seit 2017 schreibt Anna Steiner bei der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ als Redakteurin im Wirtschaftsressort zum Schwerpunkt Energie und Umwelt.

      • Jörg Schönenborn, Programmdirektor Information, Fiktion und Unterhaltung des Westdeutschen Rundfunks

      Nach seinem Volontariat arbeitete Jörg Schönenborn als Hörfunk- und Fernsehredakteur beim WDR sowie als Inlandskorrespondent für Tagesschau und Tagesthemen. Von 1997 bis 2002 leitete er die WDR-Fernsehredaktionsgruppe Zeitgeschehen aktuell. Von 2002 bis 2014 war er WDR-Chefredakteur Fernsehen und Leiter des Programmbereichs Politik und Zeitgeschehen, später Fernsehdirektor der WDR. Seit 2019 ist er als Programmdirektor verantwortlich für die Bereiche Information, Fiktion und Unterhaltung. Jörg Schönenborn moderiert regelmäßig Wahlsendungen im Ersten und den „Presseclub“, seit Januar 2008 im Wechsel mit Volker Herres und Ellen Ehni.

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