• 21.07.2019
      03:15 Uhr
      Wie der Mond nach Bochum kam Film von Martin Herzog und Gabriele Jakobi | WDR Fernsehen
       

      Als am Heiligen Abend 1968 zum ersten Mal Menschen in einem Raumschiff den Mond umkreisen, sitzt in Bochum der Leiter der Volkssternwarte Heinz Kaminski am Empfänger und hört knacksend die Stimme des Kommandanten von Apollo 8, Frank Borman: "In the beginning, God created the heaven and the earth". Die Funkübertragung der Genesis ist mittlerweile eines der bekanntesten Ton-Dokumente der Zeitgeschichte. Und die Volkssternwarte Bochum war die einzige Station außerhalb der NASA, die die Signale aus 350.000 Kilometer Entfernung direkt empfangen und aufzeichnen konnte.

      Nacht von Samstag auf Sonntag, 21.07.19
      03:15 - 04:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Als am Heiligen Abend 1968 zum ersten Mal Menschen in einem Raumschiff den Mond umkreisen, sitzt in Bochum der Leiter der Volkssternwarte Heinz Kaminski am Empfänger und hört knacksend die Stimme des Kommandanten von Apollo 8, Frank Borman: "In the beginning, God created the heaven and the earth". Die Funkübertragung der Genesis ist mittlerweile eines der bekanntesten Ton-Dokumente der Zeitgeschichte. Und die Volkssternwarte Bochum war die einzige Station außerhalb der NASA, die die Signale aus 350.000 Kilometer Entfernung direkt empfangen und aufzeichnen konnte.

       

      Als am Heiligen Abend 1968 zum ersten Mal Menschen in einem Raumschiff den Mond umkreisen, sitzt in Bochum der Leiter der Volkssternwarte Heinz Kaminski am Empfänger und hört knacksend die Stimme des Kommandanten von Apollo 8, Frank Borman: "In the beginning, God created the heaven and the earth". Die Funkübertragung der Genesis ist mittlerweile eines der bekanntesten Ton-Dokumente der Zeitgeschichte. Und die Volkssternwarte Bochum war die einzige Station außerhalb der NASA, die die Signale aus 350.000 Kilometer Entfernung direkt empfangen und aufzeichnen konnte.

      Als Heinz Kaminski aus russischer Kriegsgefangenschaft nach Bochum zurückkam, warb er - der Hobbyastronom und Amateurfunker - für eine Sternwarte, hielt Vorträge vor Kumpels und Stahlarbeitern. An der Volkshochschule gründete sich eine Gruppe Hobby-Astronomen, und als einer davon auf einem Dachboden ein Marinefernrohr entdeckte, wurde die Volkssternwarte Bochum mit Unterstützung der Stadt und der Industrie gegründet. Doch weil die Dunstglocke über dem Revier die Sternenguckerei behinderte, verlegte sich Kaminski darauf, Radiosignale aus dem All zu empfangen und installierte im Einkochkeller seines Hauses eine solche Anlage.

      Als 1957 dann der Sputnik startete, war sein Einkochkeller die einzige Stelle in Europa, die unmittelbar Kontakt zu ihm hatte. Ausgerechnet die von einem interessierten Laien und Selfmademan aufgebaute Volkssternwarte, mitten im Ruhrgebiet, in der Region der Stahlkocher und Bergarbeiter! Von da an verfolgte die Sternwarte alles, was ins Weltall aufbrach, bis zur Mondlandung. Darauf waren die Menschen im Revier stolz - einer von ihnen, der das geschafft hatte. Bis heute ist die Sternwarte ein Ort der Volksbildung geblieben.

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